Einschränkungen für Gadolinium-haltige Kontrastmittel bleiben bestehen



Der PRAC hat sein im März gezogenes Fazit, dass es überzeugende Evidenz für Gadolinium-Ablagerungen im Gehirn nach dem Einsatz von Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln gibt, bestätigt. Somit bestätigt der Ausschuss auch die Einschränkungen für den Einsatz linearer Gadolinium-haltiger Kontrastmittel.


 

Einschränkungen für MS-Medikament Daclizumab 

Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat bei seinem aktuellen Meeting unter anderem die Anwendung des Multiple-Sklerose (MS)-Medikaments Zinbryta® (Daclizumab, Hersteller Biogen) eingeschränkt.

Die Einschränkung des MS-Mittels Daclizumab ist eine vorläufige Maßnahme, die dem Patientenschutz dienen soll. Bis die Überprüfung des Medikamentes abgeschlossen ist, sollen nur Patienten mit hochaktiver, rezidivierender Erkrankung, die nicht auf bestimmte andere Therapien angesprochen haben, sowie Patienten mit rapide fortschreitender, rezidivierender Erkrankung, die nicht mit anderen Medikamenten behandelt werden können, Daclizumab erhalten.

Patienten mit geschädigter Leber dürfen nicht mit dem Arzneimittel behandelt werden. Der Ausschuss empfiehlt Ärzten, die Leberfunktion von Patienten, die mit Daclizumab behandelt werden, zu überwachen und genau auf Anzeichen und Symptome einer Leberschädigung zu achten.
Die Überprüfung von Daclizumab, mit der der Ausschuss im Juni begonnen hat, wurde eingeleitet, nachdem es bei einem Patienten zu einem fulminanten Leberversagen mit Todesfolge und bei 4 weiteren Patienten zu schweren Leberschäden gekommen war.

 

Quelle: medscape deutschland


 

Nachgewiesen: Akupunktur hilft! 

"Berlin –

Rund 97 Prozent der Menschen mit Multipler Sklerose (MS) leiden unter chro­nischer Erschöpfung. Akupunktur, die zusätzlich zur Normalversorgung durchgeführt wird, soll die Fatigue lindern.

Zu diesem Ergebnis kommt eine randomisierte nicht verblindete Studie der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Exzellenzclusters Neurocure, die heute erstmals auf dem World Congress Integrative Medicine in Berlin vorgestellt wurde."

Weiterlesen beim Ärzteblatt

PS: Hab ich das nicht schon immer gesagt/geschrieben?
(jetzt hats die Charite getestet, am Ende lesen die hier mit ?) rofl

Auch im alten Weihe-Forum stand manches Interessante dazu
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PS: Bei Akupunktur hat die Charite die Wirkung nachgewiesen, 
bei Ocrelizumab heisst es: "könnte Fatigue senken"

da greift man doch lieber zur Akupunktur, die nicht solche Nebenwirkungen hat:

"Unerwünschte Wirkungen (Nebenwirkungen)
Ocrelizumab wirkt immunsuppressiv. Daher können auch unerwünschte Wirkungen durch eine Veränderung der körpereigenen Abwehr entstehen. Dies sind grippeähnliche Nebenwirkungen, Kopfschmerzen, Knochenschmerzen, eine gesteigerte Infektanfälligkeit und in einzelnen Fällen auch allergische Reaktionen auf die Substanz.

Ein erhöhtes Risiko für maligne Neubildungen kann nicht ausgeschlossen werden. In klinischen Studien traten maligne Neubildungen häufiger unter Ocrelizumab (bei 6 von 781 Frauen) auf als in der Kontrollgruppe (bei keiner von 668 Frauen), die Interferon beta-1a bzw. Placebo erhielt. Patientinnen sollten daher am empfohlenen Brustkrebs-Screening teilnehmen.[3]"

Quelle Wikipedia vom 10.05.2017


Hallesche Mediziner erforschen neue Ursache

"Schätzungsweise 120.000 (?) Deutsche leiden an Multipler Sklerose - einer Entzündung der Isolierschicht der Nervenbahnen. Seh- und Bewegungsstörungen können die Folge sein. Weit verbreitet ist die These, dass das Immunsystem verrücktspielt, sich gegen den eigenen Körper richtet. Daher gilt Multiple Sklerose auch als sogenannte Autoimmun-Erkrankung. Wissenschaftler in Halle bezweifeln das und halten eine ganz andere Ursache für den Grund der Krankheit. "

"Es sind Viren, die aus Sicht der Hallenser Schuld an Multipler Sklerose sind. "

"Damit stehen die Hallenser in Deutschland im Moment allein auf weiter Flur. In Frankreich und Dänemark gibt es allerdings noch Wissenschaftler, die ebenfalls die Virusthese bei der Entstehung von Multipler Sklerose teilen. Das Gros der Wissenschaftsgemeinde geht - trotz vieler offener Fragen - weiter von der These einer Autoimmun-Reaktion aus. "

=== >>> den ganzen Artikel lest ihr hier beim MDR

Zur Seite von Prof. Dr. Malte Kornhuber (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg )


 

UKE und Fraunhofer kooperieren mit neuem Ansatz (Therapien)

Die Ärztezeitung berichtet dieser Tage über eine neue Kooperation zwischen UKE und Fraunhofer-Institut.
Mal sehen, was dabei rauskommt.
Der Ansatz scheint interessant:


Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME kooperieren im Kampf gegen Multiple Sklerose. Ziel eines gemeinsamen Vorhabens sei es, Wirkstoffkandidaten weiterzuentwickeln, die gezielt den Nervenzelltod verhindern, der für den fortschreitenden Behinderungsgrad bei MS verantwortlich ist. . . .

"Gängige MS-Therapien richten sich ausschließlich gegen die Entzündungsreaktion und sind durch ihre Ausrichtung auf die Unterdrückung des Immunsystems mit umfänglichen Nebenwirkungen verbunden", erläutert Professor Manuel Friese, Leiter des Instituts für Neuroimmunologie und Multiple Sklerose (INIMS) im UKE.

den ganzen Artikel lest ihr in der Ärztezeitung vom 28.12.


 

Kritiker sprechen von Pseudostudien, die nur dem Marketing dienen. Dennoch beteiligt sich jeder zehnte niedergelassene Arzt an so genannten Anwendungsbeobachtungen.

Trotz anhaltender Kritik setzt die Pharma-Industrie weiter auf die umstrittenen "Anwendungsbeobachtungen" von bereits zugelassenen Medikamenten. Im vergangenen Jahr liefen bundesweit etwa 600 solcher Studien, mehr als 150 wurden neu begonnen. Das geht aus einer Recherche von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung in Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Recherchebüro Correctiv hervor.

AWBs, die von den Unternehmen freiwillig begonnen werden, sind eine "legale Form der Korruption" und sollten verboten werden, sagt der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach.

Den ganzen Artikel von Kim Björn Becker und Markus Grill lest ihr in der Süddeutschen Zeitung


die Universität Würzburg konstatiert:
"Patienten mit Multipler Sklerose werden beim Ausbruch der Krankheit meist „ins Blaue hinein“ behandelt. "

"Bislang ist die Multiple Sklerose unheilbar . . .„Wir können nicht einmal vorhersagen, wann ein Patient einen nächsten Schub entwickeln wird oder ob nach einem ersten Schub überhaupt eine MS entsteht“, sagt Stefanie Kürten, Professorin für Anatomie und Zellbiologie an der Universität Würzburg"

"Kürtens Team ist es jetzt gelungen, erstmals einen Biomarker für die MS zu entwickeln: Mit einer Blutanalyse lässt sich womöglich entscheiden, welcher der beiden „Therapie-Klassiker“ in der Frühphase der Krankheit zum Einsatz kommen sollte. Demnach müssten Patienten mit autoreaktiven B-Zellen im Blut mit Copaxone behandelt werden, wogegen Patienten ohne diese B-Zellen eher von einer Therapie mit IFN-beta profitieren dürften. "


(Pressemeldung der Universität Würzburg vom 06.11.2015)


Das bei aggressiven Formen der Multiplen Sklerose (MS) verabreichte Medikament Mitoxantron könnte mit einem erhöhten Risiko für Darmkrebs einhergehen, so die Ergebnisse einer Studie von Forschern des Universitätsklinikum Würzburg (UKW), die in der Onlineausgabe der Fachzeitschrift Neurology veröffentlicht wurde. In der Studie wurden unter der Leitung des Würzburger Mediziners und MS-Experten PD Dr. Mathias Buttmann retrospektiv 676 MS Patienten untersucht, die Mitoxantron zur Behandlung ihrer MS Erkrankung zwischen 1994 und 2007 verabreicht bekamen. Mitoxantron unterdrückt das Immunsystem und wurde zunächst als chemotherapeutisches Präparat für bestimmte Krebsformen entwickelt.

den ganzen Artikel lest ihr im JournalMED

Quelle: Universitätsklinikum Würzburg


Eine hervorragende Fernsehsendung in der ARD mit dem Titel 'Der gekaufte Patient?'

geld gier kredit schulden opfer banker dollar agnes karikaturen gratis free clipart comic cartoon zeichnung c mediumBildautor: www.Live-Karikaturen.ch, Lizenz: CC BY-SA 4.0 international

Wers nicht gesehen hat, kann das hier anschauen

# DasErste, Quelle: ARD
Bild zur Sendung Reportage / Dokumentation, Quelle: Das Erste
Die Story im Ersten: Der gekaufte Patient?
09.05.2016 | 43 Min. | Verfügbar bis 10.05.2017 | Quelle: Das Erste # # Inhalt der Sendung:

--->> 2013 bringt der Pharmakonzern Sanofi ein neues Medikament gegen Multiple Sklerose auf den Markt. Das Medikament Lemtrada ist extrem teuer: 12 Milligramm kosten mehr als 10.000 Euro. Gleichzeitig schnellen die Spenden des Konzerns an den Patientenverband Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft in den Jahren 2013 und 2014 in die Höhe. Ein Zusammenhang? <<---

Darin gab Jutta Scheiderbauer wichtige Informationen, war wie gewohnt sachlich und klar - und nahm kein Blatt vor den Mund, ohne jedoch aggressiv zu werden. Ein ausgezeichneter Beitrag!


Es könnte eine kleine medizinische Sensation sein. Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen verkünden einen Durchbruch bei der Frage, wodurch Multiple Sklerose ausgelöst wird.

. . . Blutgerinnung im Fokus . . .

Den ganzen Artikel lest ihr hier beim WDR

(Es geht aber immer noch irgendwie um den Autoimmungedanken)

 

PS: Jede(r) hat ihren/seinen eigenen Kopf, idealerweise zum DENKEN


Keine vorschnellen Diagnosen bei atypischen MS-Zeichen - das fordern Neurologen. Die Selbstkritik ist berechtigt: Bei vielen Patienten wird fälschlicherweise Multiple Sklerose diagnostiziert.

70 Prozent der Patienten mit falscher MS-Diagnose haben eine Therapie mit Immunmodulatoren erhalten, 36 Prozent mehr als ein Präparat, 13 Prozent Alemtuzumab, einige auch Zytostatika wie Mitoxantron oder Cyclophosphamid. 30 Prozent wurden damit drei bis neun Jahre behandelt, ebenso viele zehn und mehr Jahre.

Hier weiterlesen bei der Ärztezeitung


In wenigen Stunden wird es erstmals ein über 160-seitiges und farbiges ePaper für Menschen mit Behinderung geben, das sich wie eine Zeitschrift blättern und lesen lässt: ROLLINGPLANET inclousiv. „Es war eine ganz spontane Idee, die wir schon seit Jahren im Hinterkopf haben, für die wir aber nie ausreichend Zeit und Muße fanden“, erklärt Lothar Epe, Mitglied der Chefredaktion, der wie alle anderen ROLLINGPLANET-Macher/innen ehrenamtlich tätig ist. Textchef Max Kramer betont: „Innerhalb von weniger als fünf Tagen haben wir das nun aber spontan realisiert. Ein echter Kraftakt.“

ROLLINGPLANET inclousiv (links schon mal ein Blick auf das Titelblatt) können Sie ab Freitagabend (13. Mai 2016) kostenlos von dieser Webseite herunterladen.

Die No. 1 von ROLLINGPLANET inclousiv ist zunächst einmal ein sogenannter „One Shot“, also ein einmaliger Test. Ob daraus in naher Zukunft ein regelmäßiges Projekt wird? Das entscheiden unsere Kapazitäten, unsere Lust – und Ihre Resonanz.

Download oder Lesen von ROLLINGPLANET inclousiv


Multiple Sklerose-Patienten leiden häufig unter Lähmungserscheinungen oder Sehstörungen.

Eine Fasten-ähnliche Diät führte zu einer Reduzierung von MS-Symptomen.
Die Studienergebnisse legten auch nahe, dass die Fastenkur die Regeneration von Myelin fördert. :hungry:

Wie und warum das nicht nur bei der Maus was bringen kann, lest ihr hier in den News von Doccheck

Den Original-Abstract findet ihr hier bei Sciencedaily

Und hier kommt die Maus


Die aktuelle MS-Leitlinie „Diagnose und Therapie der Multiplen Sklerose“ von Januar 2012 mit Ergänzung von August 2014, herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), wird vom Krankheitsbezogenen Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) und dem Ärztlichen Beirat der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) zur generellen Anwendung empfohlen. Auf diese Weise ist für eine breite Anwendung der Leitlinie in der medizinischen Versorgung von MS-Patienten gesorgt. Aber kann man sich als Neurologe wirklich auf die Leitlinienempfehlungen verlassen?

Jutta Scheiderbauer und Nathalie Bessler setzen sich bei Tag-trier.de damit auseinander

 

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