Sisyphos, die Qual und das Absurde (Allgemeines)
Der Traum ist nicht aus.
Der Traum, Träume leben weiter, oft im Untergrund, und hier und da werden Träume deutlich.
Wir träumen - das ABER, ja eine Hoffnung :-)
Ich schätze Albert Camus sehr.
Sein Roman "Die Pest" hat mir zu einem wichtigen Zeitpunkt in meinem Leben Orientierung gegeben.
Doch wenn der Abschlußsatz aus "Der Mythos des Sisyphos", auf den Du, Stefan, anspielst:
"Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen."
nur so, ohne Zusammenhang zitiert wird, - was häufig geschieht, finde ich das problematisch.
Zusammengefaßt, unterm Strich, kann Camus vielleicht diese Bemerkung machen, aber vorher zeichnet er ein differenzierteres Bild von Sisyphos.
Eins, in dem es durchaus die Qual gibt.
Auf dem Rückweg - der Stein ist wieder den Berg hinabgerollt - sagt Camus über Sisyphos: "Diese Stunde, die gleichsam ein Aufatmen ist und ebenso zuverlässig wiederkehrt, wie sein Unheil, ist die Stunde des Bewußtseins."
"Es gibt kein Schicksal, das durch Verachtung nicht überwunden werden kann."
Für Sisyphos und seine Revolte gegen die Götter und gegen das Absurde, mag das gelten,
für uns normale Menschenwesen nicht unbedingt.
Wir können am Schicksal auch zerbrechen, meint Boggy.
Möge es nicht geschehen!
Gruß
Boggy
P.S. Das ist alles viel zu verkürzt, und wird dem "Mythos des Sisyphos", den Gedanken und Überlegungen darin nicht gerecht. Wer mag, sollte selber lesen. Alles. Es lohnt sich, finde ich.
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Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.
