Steht alles Kopf? (Allgemeines)
Ist die Breitengradtheorie zur Prävalenz der Multiplen Sklerose hinfällig?
Zumindest für das vereinte Deutschland scheint es eher um die Längengrade zu gehen.
Für Statistiker und für Alle, die das ganz genau wissen wollen, empfehle ich das aufschlussreiche PDF vom 13. März 2013 Bundesversicherungsamt · Friedrich-Ebert-Allee 38 · 53113 Bonn
"Regionale Unterschiede in der Prävalenz und Pharmakotherapie von Multipler Sklerose"
AGENS Methodenworkshop 2013 in Berlin,Dr. Gabriele Petersen
- Zitat: Bezüglich der Prävalenz von Multipler Sklerose ist ein deutliches West-Ost Gefälle zu beobachten. -
Beim Durchblättern sah ich wieder mal meine Gedanken bestätigt, dass die Zahl der Diagnosen mit der Zahl der Fachkliniken korreliert. "Wo viel untersucht wird, wird was gefunden" (oder "wer gesund ist, ist nur noch nicht ausreichend untersucht!")
Denkwürdig ist auch der Unterschied zwischen Männern und Frauen:
Männer erkranken weniger (weil sie vielleicht weniger zum Doktor laufen ??), haben dann aber mehr Kliniktage (weil sie angeblich empfindlicher sind ??)
Sehr interessant und aufschlussreich ist auch die Gegenüberstellung der Erkenntnisse von DMSG (Erkrankte in Deutschland: 120.000 – 140.000) und Bundesversicherungsamt (Versicherte in mit entsprechendem Diagnoseschlüssel: 179.980 aus den anonymisierten Daten der GKV /
- 1. Versichertenstammdaten (Alter, Geschlecht, Versichertentage,Krankenkasse etc.)
- 2. Abgerechnete Arzneimittel (PZN, Verordnungsdatum etc.)
- 3. Haupt- und Nebendiagnosen der stationären Versorgung,(Entlassungsmonat etc.)
- 4. Diagnosen der ambulanten Versorgung (Quartal etc.)
- 5. Ausgaben nach Leistungsbereichen (für Stichprobe, ca. 7%)versichertenbezogen, pseudonymisiert auf Basis der einheitlichen KV-Nummern)
Ist die Frage erlaubt, wie nah die MS-Gesellschaften an der Realität dran sind?
Further Studies etc. etc.
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das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)
Sisyphos hatte es auch nicht leicht