Psychische Aspekte bei autoimmun (Allgemeines)

W.W., (vor 3486 Tagen) @ Nalini

So dürfte dies ebenfalls gelten für die hier im Forum fortlaufende Diskussion um die "psychosomatischen Anteile der MS" ;-) Auch hier geht es um unterschiedliche Weltanschauungen der Forumsteilnehmer, "harte" wissenschaftliche Belege zu bekommen, dürfte schwierig werden.

Aber ich denke, genau so wird es hier diskutiert! Es ist eine schwierige Gratwanderung zwischen weltanschaulicher Meinung und wissenschaftlich gelegter Meinung. Auch die einfache Meinung darf natürlich geäußert werden, aber es darf nicht der Eindruck erweckt werden, sie sei eine wissenschaftlich bestätigte Tatsache.

Um auf mein Beispiel zurückzukommen: Es ist keine wissenschaftlich belegte Tatsache, dass die Früherkennung des Prostatakrebses die Sterblichkeit an Prostatakrebs verringert hätte.

Wenn das hier behauptet wird, dann muss man die Arbeiten zitieren, auf die man sich bezieht. Oder man muss z.B. sagen: Ich persönlich bin mir sicher, dass es vor allem in seelischen Belastungssituationen zu MS-Schüben kommt, meine aber, dass es große Schwierigkeiten bereiten wird, das statistisch zu belegen.

Dasselbe gibt für die Vermutung, dass SSRI die Häufigkeit von aggressiven Taten erhöht, die sich gegen sich selbst und andere richten. Auch hierfür gibt es keinen statistischen Beweise. Trotzdem darf man das vermuten, muss dafür aber seine Gründe nennen.

Es ist sehr schwer, in einem MS-Forum die richtige Mitte zu finden!:-( Hier scheint es mir bisher gelungen zu sein!:-)

W.W.

Eintrag gesperrt
3336 Views

gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion