Hm, (Allgemeines)
Und ich bins so leid, daß ständig irgendwelche Säue durchs Dorf getrieben werden.
Pass auf und jetzt komm ich noch ...
Ich habe mich schon mehrmals bei dem Gedanken erwischt meine MS zu personifizieren.
Etwas, was ich einem anderen nie von Angesicht zu Angesicht erzählen würde. Ist auch nicht wirklich "substanzhaft".Also ich hatte schon kleine und größere Aktionen bei denen ich fest überzeugt war, dass es meinem Körper ms-bedingt besser gehen würde. Teilweise war das Gegenteil der Fall. So als ob meine MS wußte, dass ich sie bekämpfen wollte. Und sie hielt dagegen.
Oh, msb,
da sprichst Du ein schwieriges Feld an, zu dem ich Dich quasi auch noch eingeladen habe, weil ich diesmal (hogradig riskant!!) die MS personifiziert habe. (Das war aus rein literarischen Gründen!
).
Ich nehm mal diesen Satz von Dir:
"So als ob meine MS wußte, dass ich sie bekämpfen wollte. Und sie hielt dagegen"
Ich glaube, Du könntest hier locker auf eine Personifizierung verzichten, und es würde immer noch stimmen.
Ich finde es wie gesagt hochgradig riskant, mit solchen Personifizierungen zu arbeiten.
Wir vergessen zu leicht, daß es nur unsere Phantasie ist. Und nicht die reale MS. Die existiert nämlich nur als nicht greifbares "Gewebe" von organischen Prozessen.
Unsere Phantasie aber setzt sich aus unserer Persönlichkeit, unseren Erfahrungen, Bedürfnisse, Ängsten usw. zusammen.
Sie gibt uns Auskunft über uns selbst, aber nicht über die Krankheit.
Ich würde meine MS nie visualisieren.
Ich hätte Angst, sie würde mir als nette alte Dame erscheinen, die am Stock geht, und mich bittet, ich möge ihr doch bitte die Tasche tragen.
Wie sollte ich ihr dann noch die Fresse polieren?
Nein, Scherz!!
Ich halte eine aggressive Einstellung zur Krankheit für sehr problematisch. Meine Einstellung zur MS ist: sie ist da. Und ich suche und finde Wege mit ihr für ein möglichst gutes Leben.
Soo ... kann sein, daß ich völlig an Dir vorbeigeschrieben habe. Falls ja, sorry.
Mein Gehirn ist hitze-aufgeweicht.
Gruß
Boggy
--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.