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Das Risiko, an Demenz zu erkranken, sinkt (Allgemeines)

naseweis ⌂, in meinem Paradies, (vor 3471 Tagen)

Ein grauer Tsunami rollt auf die Welt zu.

So lauten noch immer die düsteren Prognosen. Die Menschheit werde immer älter und zugleich vergesslicher. Weltweit lebten 2015 laut Schätzungen knapp 47 Millionen Menschen mit einer Demenz. ... In den USA warnen Forscher gar vor einer "Alzheimer-Epidemie".

Eine neue Studie aus Großbritannien lässt diese Vorhersagen nun aber wortwörtlich alt aussehen.

weiterlesen bei der Süddeutschen Zeitung

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das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
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Das Risiko, an Demenz zu erkranken, sinkt

W.W., (vor 3471 Tagen) @ naseweis

Ich muss gestehen: So ganz habe ich das nicht verstanden. Ich habe schon ganz früh (als die MRT-Untersuchungen begannen) versucht, eine Studie darüber durchzuführen, wie die Gehirne von alten Menschen aussehen, die 'erfolgreich gealtert' sind, wie wir das damals nannten.

Die Vermutung war, dass Menschen, die noch mit 80 oder 90 Jahren geistig fit waren, relativ normale Gehirne im MRT aufwiesen, während Menschen mit 'arteriosklerotischer Demenz' viele Herde als Ausdruck von Durchblutungsstörungen haben sollten.

Damals gesucht habe ich alte Menschen mit deutlicher Demenz, deren Gehirne normal waren. Aber die habe ich nicht gefunden, und ich habe die Studie nicht weiterverfolgt, weil andere Dinge dazwischenkamen.

Wenn ich mich richtig erinnere, war morphologisch (also im MRT) kaum zwischen Alzheimer- und arteriosklerotischer Demenz zu unterscheiden. Das war ähnlich enttäuschend wie die den MS-Betroffenen, bei denen es auch nur unbefriedigend gelang, die Zahl der Herde und den Krankheitsverlauf zu korrelieren.

Aus der zitierten Studie werde ich nicht richtig schlau. Nach dem, was ich weiß, wäre mit einem deutlichen Rückgang der arteriosklerotischen Demenzen zu rechnen, weil weniger geraucht wird. Aber das habe ich nicht gelesen?!

Oder ich habe nicht richtig gelesen, weil ich noch nicht ganz richtig wach bin. (Aber ich weiß auch , dass mein Gehirn nach den Hirnblutungen oder auch arteriosklerotisch stark in Mitleidenschaft gezogen worden ist.)

W.W.

PS: Aber was ist eine Demenz? Ist eine Demenz eine Demenz eine Demenz? Oder ist eine Demenz vor 30 Jahren etwas anderes als heutzutage? Weil man heute anders misst?

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Das Risiko, an Demenz zu erkranken, sinkt

Idefix, Körbchen, wenn ich nicht gerade rumflitze, (vor 3470 Tagen) @ naseweis

Naseweis, das hört sich von der überschrift her und dem überflogegenen Artikel nicht schlecht an. Allerdings, die Beispiele von denen ich weiß lassen mich daran zweifeln.

Ich denke dabei nur an die Afolgen der Anästhesie. Ich darf mir demnächst auch wieder ne Vollnarkose geben, wenn ich einenneuen Port bekomme...

So jetzt muß ichwieder flitzen Bodenbeläge Türen und Co...

Idefix

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Das "individuelle" Risiko, an Demenz zu erkranken, sinkt

naseweis ⌂, in meinem Paradies, (vor 3470 Tagen) @ Idefix

Ich denke dabei nur an die Afolgen der Anästhesie. Ich darf mir demnächst auch wieder ne Vollnarkose geben, wenn ich einenneuen Port bekomme...

Idefix

ich hab das grad mal bis zum Ende gelesen:

"Dass das individuelle Demenzrisiko sinkt, heißt allerdings noch nicht, dass auch die Zahl der Demenzerkrankungen in der Gesamtbevölkerung sinkt. Das steigende Durchschnittsalter frisst den Vorteil gewissermaßen wieder auf. In der britischen Studie errechneten die Forscher einen leichten Anstieg der Demenzzahlen, von 183 000 Neuerkrankungen 1991 zu heute etwa 210 000 Neuerkrankungen pro Jahr. Doch das ist weit weniger als die 251 000 Fälle, die zu erwarten gewesen wären, wäre das individuelle Demenzrisiko gleich geblieben."

Aber:

""Demenz bleibt ein großes Gesundheitsproblem, das unzählige Patienten und Familien betrifft", sagt Langa. "Aber die Auswirkungen sind geringer, als wir befürchtet hatten."

Und auf Seite 2 des Artikels:

"Ein weiterer wichtiger Faktor sei vermutlich die Bildung, sagt Brayne. Studien zeigen, dass Menschen mit einem höheren Bildungsgrad im Schnitt später an Demenz erkranken und auch kürzer darunter leiden. Dabei schreiten die krankhaften Veränderungen im Gehirn bei diesen Menschen offenbar genauso voran wie bei Menschen mit niedrigem Bildungsgrad. "Sie sind nur besser darin, die Krankheit zu kompensieren", sagt Brayne."

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