Neue Verlaufsstudie aus USA (Allgemeines)
Ich nehme an, daß sich die Autorin des TAG Artikels nicht auf die Interpretationen von DGN, DMSG und Ärzteblatt verlassen hat, sondern sich das Original der Studie angeschaut hat.
Dort heißt es(ich zitiere):
"Interpretation
Rates of worsening and evolution to SPMS were substantially lower when compared to earlier natural history studies. Notably, the NEDA 2-year endpoint was not a predictor of long-term stability. Finally, the data call into question the utility of annual MRI assessments as a treat-to-target approach for MS care. "
Heute behandelte Patienten mit historischen Kontrollgruppen zu vergleichen, ist nicht mehr und nicht weniger als ein Äpfel-mit-Birnen-Vergleich. Das hat nichts mehr mit wissenschaftlicher Arbeit zu tun.
Doro
Ich glaube kaum, dass die Zitierung von einem Absatz im Abstrakt dieser Studie ausreicht um diese daraufhin als "..nichts mit Wissenschaftlicher Arbeit.." abzutun.
Wenn man also die von dir selbst verlinkte Studie auch mal durchlesen sollte, bemerkt man wie die Diskrepanz zu früheren Kohortenstudien eigentlich als Anlass genommen wird um eine detaillierte Diskussion der statistischen Einflussfaktoren auf das Ergebnis durchzuführen. Natürlich endet diese Diskussion wie immer in der "...need for more studies" Floskel. Ich weiß nur nicht was daran "unwissenschaftlich" ist.
Die Überlegungen zu NEDA, Vit. D Werten, oder der Validität von MRT Werten für die Verlaufsprognose waren interresant aber nur weiterführende Beobachtungen dieser Studie. Die Hauptergebnisse nebenbei als "Selbstverständlichkeit aufgrund geänderter Diagnosekriterien" abzutun verfehlt das Thema.