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Warnung: Schwere Nebenwirkung durch Alemtuzumab (Allgemeines)

naseweis ⌂, in meinem Paradies, (vor 3349 Tagen)

Vorsicht Agno,
die Rechnung scheint nicht auf zu gehen!

. . . Alemtuzumab (Lemtrada) ist ein gentechnologisch hergestellter, humanisierter monoklonaler IgG1κ-Antikörper, . . .

Das Multiple-Sklerose-(MS-)Medikament Alemtuzumab kann schwere, unberechenbare Nebenwirkungen auslösen.
. . .
Die beiden beschriebenen Patienten erhielten Alemtuzumab, weil sie trotz anderer Therapien unter starken Krankheitsschüben mit Entzündungen im zentralen Nervensystem litten. Sechs Monate nach der Therapie hatten sich diese Symptome deutlich verschlechtert. Mit kernspintomografischen Untersuchungen entdeckten die Forscher eine Art neuen Entzündungsmodus. Sie fanden Bereiche im Gehirn, in denen sich das Kontrastmittel ringförmig in der weißen Substanz eingelagert hatte. Diese hatten die Patienten in ihrer bisherigen Krankheitsgeschichte nicht aufgewiesen. . .

So schreibt zumindest das Ärzteblatt

Das hatte sich der Hersteller wohl etwas anders erhofft, als er den Wirkstoff von der Behandlung bei Chronische lymphatische Leukämie abzog und für ein vielfaches des ursprünglichen Preises als Lösung bei Multipler Sklerose forcierte. :no:

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das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

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Schwere Nebenwirkung - aber kein Geheimnis. Entscheiden muss der Patient!

motorschiffbesitzer, (vor 3348 Tagen) @ naseweis

Die schweren Nebenwirkungen (auch die Beschreibungen in dem Bienenartikel, deren Darstellung in dem Artikel für mich einen wichtigeren Platz einnimmt als die Therapiebeschreibung:confused:) sind doch kein Geheimnis.

Auch in dem Sinne, dass man (ich zumindest) in Ruhe vom FA darüber informiert wird. Auch eine Zweitmeinung einholen, ist m.E. sinnvoll und wird von einem verantwortungsbewussten Arzt unterstützt.

Einen kleinen "Push" dafür geben solche Erkenntnisse aus dem Ärzteblatt. Das glaube ich schon.

Ein ideales Vorgehen gibt es trotz "Leitlinientreue" nicht. Entscheiden muss der Patient. Zugegeben, wenn er - der Patient - zu einem anderen Schluß kommt als der Arzt, kann es "ungemütlicher" werden. Wenn man aber - aus der Ehe/Beziehung vielleicht bekannt - nicht zu allem "ja und Amen sagt" besteht Hoffnung.

Man muss nur irgendwie den zeitlichen Druck rausnehmen, um für sich selbst ordentlich abzuwägen, imho (ich habe noch eins gefunden ;-)) .

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Schwere Nebenwirkung - aber kein Geheimnis. Entscheiden muss der Patient!

Philipp, (vor 3348 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Wenn jeder nur das machen/nehmen würde was er versteht, würde manchen einiges erspart.

Bei miir langt das "nur" für Betaferon, da weiss ich, was ich habe, mit SPMS gibt es auch nicht einmal eine andere Auuswahl.

Passt wie Arsch auf Eimer bei mir.

Philipp

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Schwere Nebenwirkung - aber kein Geheimnis. Entscheiden muss der Patient!

W.W., (vor 3348 Tagen) @ Philipp

Lieber Philipp,

in manchem sind wir uns sehr ähnlich, in manchem unterscheiden wir uns sehr. An sich ist Ihre Art, durchs Leben zu gehen, bewunderungswürdig. Ich kann das nicht.:-(

Unter uns: Im Augenblick wächst mir alles über den Kopf: Nach der angeblich problemlosen Umstellung unseres Telefons durch die Telecom funktioniert es nicht mehr und die Reparaturen ziehen sich hin. In den Wasserrohren rumort es, und niemand findet die Ursache. Die Heizung erzeugt ein leises Summen, wenn sie läuft... Im Forum verstehe ich msb und Marc nicht, und es kommen noch 1000 Dinge dazu.

Ich werde immer reizbarer, weil in nur noch genervt bin. Also gehe ich in der Winterlandschaft spazieren, wo nur Blaumeisen singen, und würde am liebsten ein paar Tage ans Meer fahren, dorthin, wo ich meine Ruhe und keine Sorgen habe und ganz allein bin.

Man kann mir das als Schwäche auslegen: Weil ich es mir mit meiner Krankheit, den Hirnblutungen, ganz schön bequem mache, mich von meiner Frau bemuttern lasse und so gut betucht bin, dass ich auch einmal einfach abhauen kann.

Ich schreibe das so ausführlich, weil ich ein alter Mann bin und weil ich darauf hinauswill, dass Sie ganz anders handeln würden als ich: Die Probleme als Herausforderung akzeptieren und sie peu à peu lösen.

Vielleicht haben Sie ja Recht: Das wäre viel besser für meine Frau und überhaupt. Aber ich habe Angst, dass ich mich in einen Zustand hineinsteigere, wo ich die nächste Hirnblutung bekomme. Deshalb sollte ich vernünftig sein und wie Boggy in Klausur gehen. Einfach abschalten.

Vielleicht ist es nicht ganz deutlich geworden, darum noch einmal: Wie geht man mit seiner eigenen Befindlichkeit um? Kämpft man dagegen an, weil uns das, was uns nicht umbringt, stärker macht, oder erkennt man im Unwohlsein eine vernünftige Stimme des Körpers, die einem abrät, sich zu überlasten?

Es könnte sein, dass man verweichlicht, wenn man so denkt, und sich in seine Krankheit flüchtet, es könnte aber auch eine vernünftige Vorgehensweise sein!:confused:

W.W.

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Schwere Nebenwirkung - aber kein Geheimnis. Entscheiden muss der Patient!

moritz, (vor 3348 Tagen) @ W.W.


..., weil uns das, was uns nicht umbringt, stärker macht, oder erkennt man im Unwohlsein eine vernünftige Stimme des Körpers, die einem abrät, sich zu überlasten?

es ist eine vernünftige stimme das körpers, auf die es zu hören gilt. nach sorgfältigem nachdenken kann man diese meinung annehmen oder nicht. nicht alles, was uns nicht umbringt, macht uns stärker.

geniessen sie die tatsache, dass sie sich eine auszeit ( vielleicht am meer?) leisten können. ich denke, dass sie sich nicht unrechtmässig ihr finanzielles vermögen angeeignet haben. da gibt es keinen grund für ein schlechtes gewissen.

ich bin oft nicht gleicher meinung wie sie, aber ich kann mich doch nicht mit einem angeschlagenen alten mann streiten ud das tät ich irgendwie vermissen. also passen sie gut auf sich auf und hören der stimme erstmal zu, bevor sie sie unterdrücken.

moritz


ich hoffe, ich bin ihnen jetzt nicht zu nahe getreten

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Schwere Nebenwirkung - aber kein Geheimnis. Entscheiden muss der Patient!

W.W., (vor 3348 Tagen) @ moritz

ich hoffe, ich bin ihnen jetzt nicht zu nahe getreten

Ich bin ja tief gerührt!:-)

Ich hatte natürlich auch die pädagogische Absicht, Philipps Verhalten mit meinem zu vergleichen, und zu begründen, warum ich zur Vorsicht neige. Nicht, weil ich es besser wüsste, sondern weil es dem entspricht, was ich denke und predige.

W.W.

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@W.W.Schwere Nebenwirkung - aber kein Geheimnis. Entscheiden muss der Patient!

Philipp, (vor 3348 Tagen) @ W.W.

Man lebt nur 1 Mal, es ist schade um die verlorene Zeit, die sie nicht mit ihrer Frau verbringen und mit nicht gesunden wollenden um die immer gleichen Themen kreisen.

Würde es sie nicht stressen, geistig weiterbringen, spass machen o.k. wenn das die Lebenszeit wert ist.

Wenn sie sich alt fühlen, gehen sie zusammen ins Altersturnen, machen sie mit ihrer Frau einen Tanzkurs, einen Malkurs.

Wir leben nur 1 Mal und wissen nicht wie lange.

Sind sie mal weg, fragt kaum Jemand nach, auf Feiertage gibt es keine guten Wünsche, das ist es für sie so doch nicht wert.

Ich mit 53 spühre die Uhr ticken und lasse mich in meiner Restlebenszeit sicher nicht stressen.

Die Nächsten die sie schätzen und lieben, schenken sie denen gemeinsame Zeit, Zeit mit ihnen verbringen zu dürfen ist doch ein Privileg, sie sind intelligent und haben im Leben einiges erreicht.

DMSG, Frustrierte, lassen sie die doch in ihrem eigenen Saft schmoren.

Philipp

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