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Aus der Ärztezeitung

motorschiffbesitzer, (vor 3322 Tagen) @ stellanova

Liest sich hübsch.

Über eine Formulierung bin ich allerdings gestolpert

Nach Marktzulassung haben bis heute weltweit etwa 140.000 Patienten – das entspricht etwa 400.000 Patientenjahren – Natalizumab erhalten.

400000/140000 =~ 2,86

Heißt das, dass Tysabri im Schnitt nur 2,86 Jahre genommen wird?

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Aus der Ärztezeitung

Wulf-Eberhard, (vor 3322 Tagen) @ motorschiffbesitzer

etwa 140.000 Patienten – das entspricht etwa 400.000 Patientenjahren[/b] – Natalizumab erhalten.


400000/140000 =~ 2,86

Heißt das, dass Tysabri im Schnitt nur 2,86 Jahre genommen wird?

Was kostet eine Injektion eigentlich? 10.000,-- Euro???

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Aus der Ärztezeitung

motorschiffbesitzer, (vor 3322 Tagen) @ Wulf-Eberhard

Da fragste den Falschen.

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Aus der Ärztezeitung

jerry, (vor 3322 Tagen) @ motorschiffbesitzer


Heißt das, dass Tysabri im Schnitt nur 2,86 Jahre genommen wird?

Es heißt, das 'im Schnitt' nur weniger als drei Jahre lang beobachtet wurde, welch Nutzen und welch unerwünschte Wirkungen sich für Patienten ergaben.

Im Einzelnen könnten also wenige Patienten beobachtet worden sein mit achtjähriger und reichlich Patienten mit viermonatiger Behandlungsdauer. Oder auch ... oder...

Die Aussage dass die Therapie mit Natalizumab die jährliche Schubrate gegenüber Placebo signifikant um 68% (p < 0,001) reduzieren konnte könnte z.B. bedeuten: in drei Jahren drei Schübe unter Plazebo, im Schnitt nur einer unter Tys.

...eine signifikante Reduktion des Risikos einer über 24 Wochen anhaltenden Progression der Behinderung um 54% (p < 0,001)... könnte z.B. meinen: Im Schnitt ohne Tys in 5 MS-Jahren zwei Male ein Behinderungsfortschritt, der länger bestehen blieb als 24 Wochen - jedoch nur ein Mal unter Tys-Behandlung.

Ob statistisch sauber nur vergleichbares Handling von Schüben mit oder ohne Korti verglichen wurden? Bekanntlich verkürzt Korti Schübe...

Für die Detektion von Krankheitsaktivität kommt dem MRT-Monitoring eine besondere Bedeutung zu. Wurden nur Schübe als solche gewertet, die sich auch in neuen MRT-Befunden 'fassen' ließen? Bekanntlich wirken sich Immuntherapeutika am wirksamsten aus im Sinne einer Reduktion des durch MRT 'objektivierbaren' Fortschreitens der Erkrankung...

Tys... ist der erste Wirkstoff, für den im Rahmen einer klinischen Studie das Therapieziel Freiheit von Krankheitsaktivität definiert wurde.2
- NEDA also. Hier jedenfalls gehen MRT-Befunde in die Bewertung ein.

...hat mit umfassenden Erfahrungen nach 10 Jahren praktischem Einsatz weiterhin einen hohen Stellenwert... (Hartung)

Ein Schelm, wer das nicht so hochglänzend nachvollziehen mag... :-(


LG, jerry

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Aus der Ärztezeitung

motorschiffbesitzer, (vor 3322 Tagen) @ jerry

Danke für die Antwort und

hmpf, das ist mir zu kompliziert. Nicht deine Antwort, sondern der Hintergrund.

Getreu mancher meiner Einlassungen der letzten Tage hier, stelle ich wieder fest:
Manche Informationen sind zuviel und Schaden eher!
Damit geht aber auch meine Übezeugung einher, dass man Sachen - die man nicht versteht - sein lassen sollte!

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Aus der Ärzteplattform 'esanum', nix 'Ärztezeitung'

jerry, (vor 3322 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Danke für die Antwort und

hmpf, das ist mir zu kompliziert.

Hallo MSB,


hab nur versucht, die Hochglanzpolitur der in der Ärzteplattform 'esanum' getroffenen Aussagen zu Tysabri statistisch korrekt zu entzaubern.

Das ergibt im Ergebnis für den langjährigen Einzelfall, also z.B. mich :-D , keine wirklich überzeugenden Argumente pro Therapie.

Schönen Sonntag noch!


LG, jerry

P.S.: über die Finanzierung bzw. Industrienähe von 'esanum' ist auf die Schnelle nix herauszukriegen.
Im Ärzteblatt 49 vom Dez.2013 schreibt Dr.Bodo Müller, Chefarzt der Gyn u Geburtshilfe im Vivantes-Klinikum Berlin-Hollersdorf, und Gründer von esanum:

Industrienähe auf Fachportalen ist ... nichts Schlechtes. :ok:

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Aus der Ärzteplattform 'esanum', nix 'Ärztezeitung'

IceUrmel, (vor 3322 Tagen) @ jerry

Hallo Jerry,

danke für die "Entzauberung" flowers

Im Ärzteblatt 49 vom Dez.2013 schreibt Dr.Bodo Müller, Chefarzt der Gyn u Geburtshilfe im Vivantes-Klinikum Berlin-Hollersdorf, und Gründer von esanum:

Industrienähe auf Fachportalen ist ... nichts Schlechtes. :ok:

:wuerg:

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Aus der industrienahen Ärzteplattform 'esanum', nix 'Ärztezeitung'

jerry, (vor 3322 Tagen) @ IceUrmel

Der Entzauberung zweiter Teil:

Schaut hier die Sonderpublikation / Beilage des Deutschen Ärzteblattes 8/16

Diese 'Sonderpublikationen/Beilagen' sind Werbematerialien, die einem angesehenen Blatt wie beispielsweise dem Deutschen Ärzteblatt beigefügt werden - im Grunde ganz ähnlich Inseraten, die aber durch Nutzung von Layout und Machart der Zeitschrift den LeserInnen nahelegen wollen, es handele sich um eine Veröffentlichung der beilegenden Zeitschrift bzw. Redaktion.

In diesem Fall steht vorn drauf 'Eine Sonderpublikation von (Logo) Deutscher Ärzteverlag - Im Auftrag von Biogen'.

Also pure Reklame... und nun vergleicht Inhalt und Aufmachung mit dem eben bei 'esanum.de' Gelesenen. Im Grunde null Unterschied - wenn man mal davon absieht, dass bei esanum der Werbecharakter nicht mehr gekennzeichnet ist. Sozusagen die diesmal gründliche Verschleierung des in der Sonderpublikation noch nicht vollständig Verschleierten :-D

Angeblich haben nur Ärzte und beinahe abgeschlossene Medizinstudenten Zutritt zu 'esanum'. Dann fragt Euch doch mal, warum Ihr Laien / ufoS-ForistInnen da so einfach reingucken könnt?

Neueinsteiger aus Arztkreisen - man plant(e) offenbar so eine Art soziales Netzwerk für Fachleute ;-) - erhalten oder erhielten zeitweilig als Dankeschön fürs Anmelden einen 10-EUR-Amazon-Gutschein, wie ich auch las. Den zahlt Herr Doktor Bodo Müller bestimmt locker aus seinem Portefeuille... :wink:


jerry

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Aus der industrienahen Ärzteplattform 'esanum', nix 'Ärztezeitung'

stellanova, (vor 3322 Tagen) @ jerry

Angeblich haben nur Ärzte und beinahe abgeschlossene Medizinstudenten Zutritt zu 'esanum'. Dann fragt Euch doch mal, warum Ihr Laien / ufoS-ForistInnen da so einfach reingucken könnt?

jerry

So einfach nicht. Man muss schon vorweisen, einen akademischen Grad zu haben,oder medizinisch beruflich involviert zu sein. Zumindest war es noch vor 2-3 Jahren so. Soweit ich weiß konnte man früher aber nicht verlinken.

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Aus der Ärztezeitung

agno, (vor 3321 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Danke!! :clap:

"...Die geschärfte Risikostratifizierung..."
"...individuelle Patientenführung im Therapieverlauf..."
"...Grundlage des zeitlich unbegrenzten Einsatzes von Natalizumab."

;-)

agno

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