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Langzeittherapie aus Patientensicht: Antidepressiva (Therapien)

agno, (vor 3296 Tagen)

http://www.neuro-depesche.de/nachrichten/die-langzeittherapie-aus-patientensicht/

"Zur Behandlung rezidivierender Depressionen werden Antidepressiva zunehmend über sehr lange Zeiträume verabreicht. Welche Wirkungen sich aus Patientensicht erzielen lassen, welche Nebenwirkungen auftreten und wie diese von den Betroffenen bewertet werden, wurde nun in Neuseeland untersucht.
Die Daten stammen aus einer anonymen Online- Befragung von 180 Patienten (79,4% Frauen), die über drei bis 15 Jahre Antidepressiva eigenommen hatten.
"

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Langzeittherapie aus Patientensicht: Antidepressiva

moritz, (vor 3296 Tagen) @ agno

ich halte antidepressiva für eine gute sache, wenn sie richtig eingesetzt werden.
es kommt leider oft vor, dass verständliche traurigkeit bei schweren chron. krankheiten fälschlicherweise als depression bezeichet wird und vorschnell medi gegeben werden.

meine erfahrung. ich habe öfters das rezept entgegengenommen, aber nicht eingelöst. es ist nicht gut für die arzt-pat.-beziehung,wenn der pat. nicht zu seiner non-cmpliance stehen kann. aber manchmal war ich die diskussionen leid und das war der einfachste weg.

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Langzeittherapie aus Patientensicht: Antidepressiva

agno, (vor 3296 Tagen) @ moritz

Ich hatte "nur" beobachtet, wie füllig einige Patienten unter Antidepressiva wurden.
Besonders beim MS-Gang halte ich das für sehr ungünstig.

"...Die fünf am häufigsten berichteten Nebenwirkungen umfassten Absetzeffekte wie Agitation, Insomnie und Stimmungsschwankungen (73,5%) sowie sexuelle Probleme (71,8%), Orgasmusschwierigkeiten (64,5%) und Gewichtszunahme (65,3%) sowie als unerwünschte psychische Effekte Gefühlsarmut (64,5%)..."

Ist der Erfolg nicht etwas sehr teuer erkauft?
Ist jeder Patient der Antidepressiva bekommt suizidgefährdet?

gruß agno

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Langzeittherapie aus Patientensicht: Antidepressiva

motorschiffbesitzer, (vor 3296 Tagen) @ agno

Ich hatte "nur" beobachtet, wie füllig einige Patienten unter Antidepressiva wurden.
Besonders beim MS-Gang halte ich das für sehr ungünstig.

Ich muss hier einen "kleinen Crossover" machen. Die Thematik MS und Depression wäre für mich im Vergleich ein "großer Crossover".

Ich fasse mal im Folgenden unfachmänisch und oberflächlich Depression, Burnout, ... unter "mentaler Störung" zusammen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass bei größerer mentaler Störung Existenzen/Leben zerstört werden halte ich für größer als bei MS. Insofern wird mein Standpunkt immer sein, dass man von einer positiven Grundeinstellung alles weitere angehen muss, damit was Unbelastetes für "jedermann" bei rauskommt.

Hier auf Nebenwirkungen zu achten und nicht auf sich selbst und seine Umwelt kann aber - vielleicht im Gegensatz zu medikamentösen MS-Therapien - ganz schön nach hinten losgehen.

Nun wird man das vielleicht nicht mehr rational entscheiden können. Naja, was willste machen.

"...Die fünf am häufigsten berichteten Nebenwirkungen umfassten Absetzeffekte wie Agitation, Insomnie und Stimmungsschwankungen (73,5%) sowie sexuelle Probleme (71,8%), Orgasmusschwierigkeiten (64,5%) und Gewichtszunahme (65,3%) sowie als unerwünschte psychische Effekte Gefühlsarmut (64,5%)..."

Ist der Erfolg nicht etwas sehr teuer erkauft?

Siehe oben!

Ist jeder Patient der Antidepressiva bekommt suizidgefährdet?

Ich denke nicht mehr als ohne.

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Psychische Nebenwirkungen der Steroidtherapie

agno, (vor 3296 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Du meinst, wenn ich mich bei antidepressiver Therapie auf MS beziehe, dann wäre das die kleine Hausnummer?
Bzw die Noncompliance Reaktion von Moritz sehr klug ist?
Scheint mir so.
Ist das Problem Hausgemacht?

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Psychische Nebenwirkungen der Steroidtherapie

motorschiffbesitzer, (vor 3296 Tagen) @ agno

Nein!

Das Problem kann so komplex und zerstörerisch sein, dass ich es nicht für fair halte es so anzudiskutieren.

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Psychische Nebenwirkungen der Steroidtherapie

agno, (vor 3295 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Nein!

Das Problem kann so komplex und zerstörerisch sein, dass ich es nicht für fair halte es so anzudiskutieren.

Schweigen ist auch nicht fair.
Wobei, die Wahrscheinlichkeit dass Hoffnung und Gefahr in der Diskussion ordentlich gewichtet werden, scheint mir nicht besonders groß.

"Zerstörerisch"?
Ich hoffe dass es bei MS egal ist, ob man falsch therapiert oder ob man falsch therapieverweigernd ist.
Wirklich gefährlich erscheint mir nur Hoffnungslosigkeit.
Und das nehme ich den angstgestützten Compliance-Verfechtern übel.

agno

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Psychische Nebenwirkungen der Steroidtherapie - Nebenwirkung? Eher neues Krankheitsbild!

motorschiffbesitzer, (vor 3295 Tagen) @ agno

Ich kann meine Gedanken dazu schlecht ausdrücken. Auf jeden Fall unterscheide ich die Erkrankung MS und "mentale Störung" (Bedeutung siehe oben). Beide Erkrankungen sind (zunächst) eigenständig für meinen Ausgangspunkt.

Wobei, die Wahrscheinlichkeit dass Hoffnung und Gefahr in der Diskussion ordentlich gewichtet werden, scheint mir nicht besonders groß.

Ist gar nicht so bei mir im Fokus. Aber wenn ich so drüber nachdenke - ja, wird wohl so sein.

Schweigen ist auch nicht fair.

Schweigen meine ich auch nicht, sondern verantwortungsvolles "sich dem Thema annähern".
Ich weiß noch genau wie ich in den ersten Jahren meiner MS - Karriere mit Hilfestellungen mir nahestehenden Personen ständig-penetrant bombadiert wurde. "Komm, wir nehmen dich mit zum Wandern". Eine sich ständig wiederholende Antwort meinerseits "Nein, ist nichts für mich!" hat nicht gefruchtet. Da mußten erst deutlich sichtbare Symptome her.

Auch gerne genommen "Ach du hast Migräne? Ja, Kopfschmerzen habe ich auch oft."

[Edit sagt]
Solche Sätze und Situationen stehen für mich für kein verantwortungsvolles "sich verhalten". Dafür sollte keine Plattform gestellt werden. Damit sich Leute nicht austoben und andere nicht ungewollt in Fettnäpfchen treten.
[/Edit hat gesprochen]

"Zerstörerisch"?
Ich hoffe dass es bei MS egal ist, ob man falsch therapiert oder ob man falsch therapieverweigernd ist.
Wirklich gefährlich erscheint mir nur Hoffnungslosigkeit.

Wie gesagt, ich unterscheide hier MS und mentale Störung ohne Zusammenhang und Wertigkeit. Auch möchte ich an dieser Stelle deutlich meine subjektive Meinung betonen.
Hoffnungslosigkeit ist bei MS m.E. den Umständen geschuldet.
Bei einer mentalen Störung ist es m.E. für mich ein Symptom.

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Psychische Nebenwirkungen der Steroidtherapie - Nebenwirkung? Eher neues Krankheitsbild!

agno, (vor 3295 Tagen) @ motorschiffbesitzer

...Hoffnungslosigkeit ist bei MS m.E. den Umständen geschuldet.

Imho nein!

Bei einer mentalen Störung ist es m.E. für mich ein Symptom.

hmm, ich kann das nicht beurteilen! Wer kann das korrekt beurteilen?
Wenns scheiße ist, dann darf man sich auch mal schlecht fühlen.
Ich persönlich bin der Meinung dass sehr oft mit Leidensverhinderung, das emotionale Wachstum des Menschen verhindert wird.
Nur, wer soll beurteilen was wem zugemutet wird?

Gruß agno

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Psychische Nebenwirkungen der Steroidtherapie - Nebenwirkung? Eher neues Krankheitsbild!

motorschiffbesitzer, (vor 3295 Tagen) @ agno

...Hoffnungslosigkeit ist bei MS m.E. den Umständen geschuldet.

Imho nein!

Bei einer mentalen Störung ist es m.E. für mich ein Symptom.


Wer kann das korrekt beurteilen?

Leute, die bei ein und demselben Subjekt täglich damit konfrontiert werden inkl. dem Verhalten wie es dazu kommt und wie es wieder weggeht - Medikamente und/oder Verhaltensweise.

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Psychische Nebenwirkungen der Steroidtherapie

Wulf-Eberhard, (vor 3295 Tagen) @ agno

Wirklich gefährlich erscheint mir nur Hoffnungslosigkeit.
Und das nehme ich den angstgestützten Compliance-Verfechtern übel.

agno

Wem nimmst Du was übeL - vielleicht weisst Du das?

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Langzeittherapie aus Patientensicht: Antidepressiva

motorschiffbesitzer, (vor 3296 Tagen) @ agno

"Zur Behandlung rezidivierender Depressionen werden Antidepressiva zunehmend über sehr lange Zeiträume verabreicht.

Als nicht direkt Betroffender stellen sich mir da zwei Fragen:

1. Ist die Diagnose richtig?
2. Hat man nur auf Medikamente (und Krankschreibung) als Therapie gesetzt?

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Langzeittherapie mit Psychopharmaka schädlich!

Edithelfriede, Nordhessen, (vor 3296 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Liebe phychisch Kranke

Gerade hatte ich mit jemanden gesprochen der als psychisch krank diagnostiziert war und er sagte mir das ihm kein Arzt und selbst starke Medikamente hätten helfen können.
Nebenwirkungen von Atosil und Eunerpan das mir mal von einem Vertretungsarzt verschrieben worden war und mir ein Neurologe und Psychiater sofort wieder weggenommen hatte hat mich gegenüber psychiatrischen Diagnosen noch ablehnder werden lassen.

Ärzte müssen etwas diagnostizieren und da oder wenn sie nicht wissen unter welcher Erkrankung der Patient leidet geben sie gern ein Phychopharmarezept.
Bei Patienten mit schwereren Erkrankungen wie MS, Krebs usw kann das echt lebenshefährlich sein und Langzeittherapien damit führen meist oder immer zu Schädigungen.
Bei einer Bekannten von mir haben Bestrahlung und hochdosierte Chemo bei ihrem Brustkrebs bewirkt das sie erwerbsunfähig wurde.

Welche "Heilmittel" helfen wirklich?
Wenn man Ärzte fragt was sie selbst nehmen oder Angehörigen geben würden kann das sehr spannend sein.

lg e

--
Angst die Hoffnung zu verlieren soll nicht mein Leben bestimmen!
Sommer 2o19 bewußtlos ins ins Krankenhaus war nach vier Wochen wieder heim unter Betreuung meiner Tochter.

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Langzeittherapie mit Psychopharmaka schädlich!

motorschiffbesitzer, (vor 3296 Tagen) @ Edithelfriede

Wenn man Ärzte fragt was sie selbst nehmen ...

Lieber nicht! Zumindest, wenn es dein Chirurg oder Zahnarzt ist. Die Antwort könnte nicht vertrauenserweckend sein.

Wenn man Ärzte fragt was sie ... Angehörigen geben würden kann das sehr spannend sein.

Hm, ungefragt hatte mir vor einiger Zeit eine KH-Neurologin die Frage auf Mitox bezogen beantwortet.
Dreimal darfst du raten, wie die Empfehlung ausgefallen ist.

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Langzeittherapie mit Psychopharmaka schädlich!

Wulf-Eberhard, (vor 3296 Tagen) @ motorschiffbesitzer

man kann das nicht verallgemeinern ....

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Langzeittherapie mit Psychopharmaka schädlich!

motorschiffbesitzer, (vor 3296 Tagen) @ Wulf-Eberhard

Was? Mein erstes Zitat?

War ja allgemein gestellt.;-)

Das Zweite und meine persönliche Einlassung?

Natürlich nicht!:-(

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Langzeittherapie mit Psychopharmaka schädlich!

Hitman, (vor 3296 Tagen) @ Edithelfriede

Bei einer Bekannten von mir haben Bestrahlung und hochdosierte Chemo bei ihrem Brustkrebs bewirkt das sie erwerbsunfähig wurde.

Was wäre sie ohne diese Therapien?

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Langzeittherapie mit Psychopharmaka schädlich!

Edithelfriede, Nordhessen, (vor 3295 Tagen) @ Hitman

Lieber Hitman,

Das ich von Medikamenten insgesamt nichts halte mit einer kleiner Einschränkung bei Un- und anderen Notfällen aber nur kurzfristig!
Speziell für Psychopharmaka glaube ich das der Schaden stets größer ist als der Nutzen!
Wenn man einem Suizidenten helfen möchte glaube ich das Gespräche über das was ihn bedrückt sinnvoller sind.
lg e

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Angst die Hoffnung zu verlieren soll nicht mein Leben bestimmen!
Sommer 2o19 bewußtlos ins ins Krankenhaus war nach vier Wochen wieder heim unter Betreuung meiner Tochter.

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