Ich persönlich interpretiere diesen Ansatz so, dass ein/eine Leser/in die eine oder andere Idee im Buch (vielleicht auch alle) als Startpunkt für persönliche Aktivitäten nehmen kann um sein/ihr Leben mit MS zu verbessern und weitere beschwerdefreie Jahre zu erleben. Ich kann aber nicht erkennen, das eine "Überwindung" der MS hiervorgeschlagen wird.
Hallo Marc, ich glaube, du liegst richtig mit deiner Interpretation des overcoming bei Jelinek als "es versuchen", vielleicht sogar sportliches Versuchen, oder auch als "sich nicht unterkriegen lassen".
Ich habe bei dem interessanten Thema noch etwas recherchiert (danke für deinen link) und bin auf folgende Interpretation gestoßen, die Jelinek anscheinend in seinem Vorwort beschreibt. Dort soll er schreiben, dass es für Neudiagnostizierte am Anfang der Erkrankung gute Gründe für die Hoffnung auf ein langes, gesundes Leben gibt. Diejenigen mit Behinderung hätten eine reale Chance, dass die Progression verlangsamt oder gestoppt wird. Für einige würden sich Symptome verbessern.
"Gute Gründe für die Hoffnung", "reale Chance", "für einige", all das klingt nicht nach Überwindung um jeden Preis und in jedem Fall. Er macht Hoffnung, ohne Wunder zu versprechen, also an dieser Stelle durchaus seriös. Übrigens wird das in der TCM teilweise auch so gesehen, sinngemäß. Jelinek steht mit seiner Auffassung also nicht alleine.