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Psychologie gegen Multiple Sklerose (Studie) (Therapien)

naseweis ⌂, in meinem Paradies, (vor 3133 Tagen) @ Boggy

> Eine Studie zeigt, dass mit psychologischer Hilfe weniger neue Krankheitsherde im Gehirn entstehen.

Stressvermeidung ist für Menschen mit Multipler Sklerose (MS) wichtig

das hätte ich auch ohne Studie unterschreiben,
rein aus eigenem Erleben.

- Und schließlich "Eine Nachuntersuchung 24 Monate später zeigte allerdings, dass die positive Wirkung nur für die Dauer der rund sechsmonatigen Therapiezeit
anhielt."
Was bedeutet das? Was hat tatsächlich gewirkt? Wirklich die "Stressbewältigungsverfahren"? Oder nicht vielleicht das regelmäßige Aufsuchen einer Gruppe (es war, wenn ich mich richtig erinnere, aus früheren Veröffentlichungen, eine Gruppen-Therapie)?

  • - Das zeitweilige Gefühl von Geborgenheit, von Aufgehobensein?
  • - ein fester Termin
  • - eine Aufgabe: "Geh dahin!"
  • - für manch eine(n) stellt es ja auch schon Stress dar, nicht (mehr) gebraucht zu werden, keine aktive Funktion mehr auszufüllen . . .
  • - in der Gruppen-Therapie die Einordnung von Geschehnissen
  • - und aber auch das unterschiedliche Erleben der Gruppenteilnehmer von bestimmten Situationen, damit (im Idealfall!) auch das Hinterfragen der eigenen Position


Man kann noch mehr Fragen stellen.

Ja, da bleibt sicher vieles offen, was aber die "Psychologie" als unterstützende Möglichkeit nicht per se abwertet.
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Ich erinnere mich an eine nette Geschichte aus unserer therapeutischen Selbsterfahrungsgruppe:

Die Hälfte der TLN waren zur Fortbildung in der Gruppe.
Zwei (1 Männlein,verheiratet 2 Kinder; 1 Weiblein, ledig auf der Suche) waren zusammen auf die Lindauer Psychotherapiewochen gefahren. DAS Event für die Branche.

Am Dienstag danach waren die Beiden etwas verdruckt.
Dann kam's auf, sie hatten sich nicht nur beruflich dort getroffen.

In der Gruppe wurde das ein heisses Thema. Eine Frau waren ganz empört über den Mann (verheiratet und dann sooooo ein Verhalten), eine andere klagte die Frau wg. Verführung an . . . .

Dann fragte eine andere mich (damals 33, verh. 2 Kinder) was ich denn dazu zu sagen hätte.
Ganz ehrlich, ich beneidete den Mann um die Nacht mit DER Frau.
Ich brachte das zum Ausdruck und bekam das volle Entsetzen ab.

"Was, DU?"
"katholisch, verheiratet, Kinder" das waren so die Schlagworte, die (besonders von zwei Frauen) auf mich einprassselten.

Ich hab's überlebt und mein (katholisch anerzogenes) Verhältnis zu Schuld und Sünde überarbeitet. Das war befreiend.
ein bisschen bin ich immer noch neidisch. :-D

PS: Wir treffen uns mit der Gruppe immer noch einmal im Jahr.
wir sind uns in den drei Jahren gemeinsamer 'Arbeit' durchaus ans Herz gewachsen.

Aber ich heute nicht mehr ... bin fix und alle ...

. . . na dann gehts halt morgen mit neuer Kraft weiter !

Ois Guade !:wink:

--
das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

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