ms seit 89 Diagnose 94 (Therapien)
Soll ich nach 27 Jahren noch mit Rebif anfangen..macht das Sinn??? Bin echt total traurig...
Meine Frage ist - wenn ich deinen Text lese - 27 Jahre mit keiner/wenig Problemzunahme- kann das Rebif besser?
Hallo Chris,
es tut mir leid für Dich, dass Du nach der langen Zeit wieder heftigere Probleme hast mit Deiner MS.
Und ein ganz klein wenig neidisch (nicht auf Deine momentane Situation, sondern die Zeit davor
) bin ich auch... war bei mir nicht so...
Dieser Neuro ist berechenbar: Hättest Du das Gleiche unter Rebif erlebt, würde er kommentieren, gut, dass Sie solch hochwirksame Therapie hatten.
Da Du jedoch keine Therapie hattest, ist Dein 'Russisch Roulette' schuld, also: welch unverschämtes Glück, was Du mehr als ein Vierteljahrhundert hattest, und Dein jetziges Pech? Das war zu erwarten...
Mein Vorschlag wäre, Dich nicht 'so billig' traurig machen zu lassen.
Nach 27 Jahren meiner MS wurde mir 1999 in der MS-Klinik dringend nahegelegt, was Dir jetzt nahegelegt wurde. Hab es nicht genommen - aus dem Rollatorstolperer wurde in der Folgezeit ein Aktivrolli- und Handbikefahrer, hab mich neun Jahre später berenten lassen.
Bin älter geworden, so manch Problem hat zugenommen, und dennoch würde ich heute, beim Blick 'aufs Ganze' sagen: gar nicht so schlecht.
Und bin überzeugt, dass mir im Falle, ich stünde unter Interferon, gesagt würde: Wie gut, dass Sie endlich vernünftig geworden sind...
Da ich jedoch nix nahm, würde kommentiert: Immer noch russisch Roulette, und mit Rollstuhl, Arbeitsunfähigkeit sowie Zunahme von manch Problematik haben Sie ja die Quittung bekommen.
Alles Gute für Dich
LG, jerry