Korrektur und Ergänzung: Rote-Hand-Brief zu Cladribin ! (Therapien)
Am Mittwoch abend erhielt ich eine Email von Merck Serono.
Zitat: "Ich bin von Kollegen auf diese Webseite aufmerksam gemacht worden. Ich fürchte, hier liegt ein Missverständnis vor: der zitierte Rote Hand Brief betrifft die beiden o.g. Medikamente (Litak/Leustatin) und nicht Mavenclad."
Bei genauerem Hinsehn auf die Quelle ist das wohl richtig:
Anmerkung: Die deutsche Apothekerzeitung schreibt dazu (u.a.):
"Der Rote-Hand-Brief zu Cladribin sensibilisiert Ärzte, bei Patienten mit neurologischen oder kognitiven Symptomen oder Verhaltensauffälligkeiten differenzialdiagnostisch an eine PML zu denken. In diesen Fällen müsse Cladribin abgesetzt werden. Janssen-Cilag und Lipomed aktualisieren und ergänzen derzeit die Fach- und Gebrauchsinformationen zu Leustatin® und Litak® um das Risiko einer PML.
Die informierenden Texte zu Mavenclad®, der oralen Variante bei Multipler Sklerose, enthalten diesen Hinweis bereits.(seit August 2017)
![[image]](https://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/RHB/images/rotehand.png)
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"watchful waiting" statt "hit hard and early" hat sich wieder mal bewährt.
Rote-Hand-Brief zu Cladribin (Litak®, Leustatin®):
Änderungen der Produktinformation wegen des Risikos einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML)
Datum 04.12.2017
Wirkstoff Cladribin
Informationen über das Risiko einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML) im Zusammenhang mit einer Cladribin-Therapie, die bis zu mehrere Jahre nach Behandlung mit Cladribin auftreten kann. Die Fach- und Gebrauchsinformationen für Angehörige von Gesundheitsberufen und Patienten werden zurzeit aktualisiert. Bei Verdacht auf eine PML dürfen die Patienten nicht weiter mit Cladribin behandelt werden.
mehr dazu bei der BfarM:
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das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)
Sisyphos hatte es auch nicht leicht
}
Zoe
That´s life...