- PML - Risiko steigt mit jeder Natalizumab-Infusion (Therapien)
Vom Krankheitsbezogenen Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) erschien folgende
PRESSEMITTEILUNG - PML
-
Risiko steigt mit jeder Natalizumab-Infusion
Neue Daten zur Risikostratifizierung
München, 28.November 2017
–
Das Risiko, unter Natalizumab eine virusinduzierte progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) zu entwickeln, steigt für Multiple-Sklerose-Patienten, die eine immunsuppressive Therapie benötigen, mit jeder Infusion des Medikaments. Dies zeigt eine retrospektive Datenanalyse, die im Fachmagazin „Lancet Neurology“ veröffentlicht wurde.
Die Publikation stellt ein neues Protokoll für eine individuelle Risikobewertung für die PML vor.
Ärzte sollten zukünftig kumulative Risikoabschätzungen für die zwar seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkung der MS-Therapie verwenden, raten das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN). Im Frühjahr hatten KKNMS und DGN auf die mathematischen und methodischen Schwächen der bisher in der klinischen Praxis angewandten Methoden zur PML-Risikostratifizierung hingewiesen und vor einer substanziellen Unterschätzung des Risikos für die mitunter tödlich verlaufenden Nebenwirkung gewarnt.
--
das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)
Sisyphos hatte es auch nicht leicht


