Die Lebenserwartung steigt, aber nicht die Lebensqualität? (Straßencafé)

W.W. @, Dienstag, 24.08.2021, 09:46 (vor 23 Tagen) @ fRAUb

Man könnte den Beitrag auch als Aufruf zum kollektiven Selbstmord missverstehen, wo Sie ja zwei Beiträge zuvor zudem noch die Überpopulation der Erde beklagt haben.

Also : worauf wollen Sie hinaus und sind Sie in der Lage dieses auch eindeutig und unmissverständlich zu formulieren?

Nein, es geht nicht um einen Aufruf zum kollektiven Selbstmord, und ja: Ich habe Schwierigkeiten, mich klar und unmissverständlich zu formulieren. Auch weil ich der Überzeugung bin, dass das, was man meint, sich im Gespräch immer deutlich abzeichnet. Was man man überlesen oder vergessen? Was falsch interpretiert? Und vermutlich leide ich auch darunter, dass zu viele Gedanken über mich herfallen.:-(

Tatsächlich halte ich unsere Erde für ein zerbrechliches Gebilde (heutzutage nennt man das wohl 'volatil'). Die Erde wird möglicherweise nur für einen Wimpernschlag der Ewigkeit bestehen und unsere Existenz wird angesichts der Ewigkeit kaum messbar sein.

Nach der vorherrschenden Lehre sind wir aus völlig unbekannten Gründen aus dem Chaos entstanden. Fast bin ich geneigt zu sagen: Ich halte die Schöpfungsgeschichte in der Bibel für logischer als die Urknalltheorie!

Dann entstand die warme Ursuppe des Ozeans und in ihm aus völlig unerfindlichen Gründen das Leben, wobei urzeitliche Gewitter eine Hauptrolle gespielt haben sollen. Das Leben produzierte im Laufe der Zeit als Abfallprodukt immer mehr Sauerstoff und wäre beinahe daran erstick, wenn nicht, ja wenn nicht die Sauerstoffatmung erfunden worden wäre...

Ich möchte das nicht umständlich ausführen, aber ich halte das Narrativ, das man über die Entwicklung unserer Erde und des Lebens auf ihr erzählt, für äußerst unglaubwürdig. Es mag mit den Tatsachen, die man sich nach und nach zusammengereimt hat, halbwegs übereinstimmen, aber die Kreation bleibt äußerst unwahrscheinlich. Das ist mein Zweifel am Darwinismus, obwohl ich ganz sicherlich kein christlicher Fundamentalist bin.

Das zu Gaia, zum Leben und zum Darwinismus. Das andere Thema, das Sie ansprechen, ist eine verfehlte Lebensweise und eine Überbetonung der Lebenserwartung. Auch das meine ich wahrzunehmen. Ich meine das aber nicht apokalyptisch, sondern als die Einsicht: Wenn wir besser wissen, wie es um uns bestellt ist, dann können wir besser Vorsorge treffen. Und wenn wir uns mit unserem anscheinenden Wissen vertun, renn wir ins Unheil.

Wohlgemerkt: Ich spreche nicht als Christ. So weit bin ich noch gar nicht. Aber ich denke: Ohne Weg sind wir blind!

W.W.

PS: Hoffentlich bleibt der Thread im 'Straßencafé! Man weiß ja nie, welche empfindsame Seele ich verletzt habe.


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