@Mimmi: Ich teile Ihre Ansichten nicht! (Allgemeines)

Mimmi, Freitag, 27.08.2021, 09:08 (vor 31 Tagen) @ W.W.

Habe mir gerade ein paar Rezensionen durchgelesen und das Buch nun bestellt.

z.B. "...

Gleich zu Beginn beharrt der Autor auf seinen drei alten Maximen:

1. Die MS verlaufe unbehandelt viel besser als in der Fachliteratur berichtet – was er nicht belegen kann, und was der Erfahrung nach über 25 Jahren medizinischer MS-Therapie widerspricht. Die Älteren von uns haben erlebt, wie die eigene MS verlaufen ist, solange sie noch nicht behandelt wurde. – Vor 30 Jahren verstarb nicht nur ein Weltstar wie Jacqueline du Pré mit 42 Jahren nach 14 Jahren unbehandelter MS.

Daraus ergibt sich höchstens, dass der Autor sein eigenes Elaborat nicht zur „Fachliteratur“ zählt. Eine realistische Einschätzung!.

2. Der MS-Verlauf könne in den ersten Krankheitsjahren vorhergesagt werden. – Wer MS hat, weiß, wie fehlbar Wahrsager sind, Ich saß zwei Jahre nach der Diagnose dauerhaft im Rollstuhl, obwohl mir ein Klinikarzt bei der Diagnose weis gemacht hatte, ich hätte eine „milde MS“ und bräuchte keine Therapie.

3. Der MS-Verlauf sei durch das Verhalten des Patienten beeinflussbar. – Das ist zutreffend: Mit der Anwendung geeigneter Medikamente lässt sich der Verlauf oft positiv beeinflussen, nicht anders als z.B. eine Hypertonie, die einen ohne medikamentöse Blutdrucksenkung ins Grab brächte (q.e.d.).

Trotz erklärter Ablehnung der Pharmaindustrie nennt der Autor einige längst nicht mehr patentgeschützte Präparate mit Handelsnamen statt mit dem Wirkstoffnamen, z.B. schreibt er „Sostril®“ (Glaxo dankt!) statt „Ranitidin(-hydrochlorid)“ (das es auch noch in weiteren Magenmitteln gibt).

Warum er manchmal die Stoffbezeichnung verwendet und manchmal den Handelsnamen, erschließt sich dem Leser nicht. Wie jeder Arzt dürfte er eine Rote Liste besitzen – warum schlägt er nicht einfach mal nach, wie der Wirkstoff heißt?

Übrigens wird der „Magenschutz“ bei der Schubtherapie lege artis gar nicht mit einem Antihistamin wie Ranitidin bewirkt, sondern mit einem Protonenpumpeninhibitor wie Omeprazol oder Pantoprazol."


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