Ökonomie und Ökologie – Ein Widerspruch? (Straßencafé)

W.W. @, Freitag, 10.09.2021, 13:06 (vor 15 Tagen) @ IceUrmel

Lieber W.W.,

ich glaube Sie irren sich - aber das hoffen Sie vermutlich selber.

Richtig, das hoffe ich selber!

Was mich zu diesem Gedanken und dieser Hoffnung treibt...? Eben nichts, was schon einmal passiert ist, sondern etwas viel Abstruseres: Dass der in den Naturwissenschaften vorherrschende Materialismus widerlegt werden könnte!

Ich merke, wie sehr ich zum Feind des Materialismus und dem mit ihm verbundenen Reduktionismus werde, aber wie Thomas Nagel fehlt mir im Augenblich die Idee, wie man den 'Geist' im Sinne des Deutschen Idealismus wiederbeleben könnte.

Ich denke an ein Gesicht von Schelling, das vermutlich niemand mehr kennen wird:

[Die Natur] muss sich unter Gesetze schmiegen,
ruhig zu meinen Füßen liegen.
Steckt zwar ein Riesengeist darinnen,
ist aber versteinert mit seinen Sinnen,
kann nicht aus dem engen Panzer heraus,
noch sprengen das eiserne Kerkerhaus,
obgleich er oft die Flügel regt,
sich gewaltig dehnt und bewegt,
in toten und lebend’gen Dingen
tut nach Bewusstsein mächtig ringen…

Ich weiß, das klingt ziemlich wunderlich!:-(

W.W.

PS: Ich meine, man wird dieses Problem erst lösen können, wenn man das Körper-Geist-Problem lösen kann! Aber ich höre schon den Einwand: "Das Körper-Geist-Problem ist ein 'Weltknoten', den kann man nicht lösen!"

Ich meine doch, wenn die Zeit reif ist. Im 20. Jahrhundert wurde auch die Zeit reif, um den Welle-Teilchen-Dualismus zu lösen (nämlich mit der Quantentheorie), jetzt sollten wir mit dem Körper-Geist-Problem einen neuen Anlauf nehmen.

Und übrigens bin ich auch der Ansicht, die Autoimmun-Hypothese der MS könne eine Teilwahrheit sein, aber der wahre Jakob ist sie nicht!!!


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