Schatzkiste und Marterpfahl: Das eigene Vorstellungsvermögen (Straßencafé)

W.W. @, Dienstag, 14.09.2021, 12:27 (vor 11 Tagen) @ agno

imho sollte man sich vor Weltvorsellungen schützen, die einem selbst in eine Sackgasse oder in eine hilflos-unangenehme Position, manövrieren.

Ich weiß zwar nicht gena, was du meinst, ich denke aber, dass es damals (vor langer, langer Zeit) die sich widersprechenden Überlegungen gab:
Sollen wir uns für den Krieg rüsten, um ihn zu vermeiden?
Oder sollen wir Pazifisten sein und alle Waffen und Waffenexporte abschaffen?

In dieser Zeit erschien EINSTEINs Brief an FREUD (1932?): 'Warum Krieg?' Und in diesem Zusammenhang entstand - meiner Erinnerung nach - die Rede vom 'Todestrieb', der möglicherweise viele von uns (auch mich!) beeinflusst hat.

Für mich ist die Frage nach wie vor nicht zu beantworten. Aber wir müssen uns unserem Vorstellungsvermögen stellen, egal, ob es ein Marterpfahl oder eine Schatztruhe ist!

Ich bin nicht sicher, ob der Pazifismus der richtige Weg ist, obwohl ich nicht mehr an einen Todestrieb glaube. Der 'Trieb', der uns wahrscheinlich beherrscht, ist (in meiner simplen Denkart), das zu suchen, was uns Freude macht, und das zu meiden, was Angst und Schrecken verbreitet.

Herr von B. ist wohl eindeutig für Soldaten, bewaffnete Drohnen, Auslandeinsätze der Bundeswehr, Waffen und Waffenexporte. Ich lehne das ab, kann ihm aber keinen Vorwurf machen.

Wolfgang

PS: Auch als Antwort auf 'Rette die Welt, mach nix!' Wir müssen etwas tun, auch wenn wir uns unsicher sind. Es gibt eine feige Unentschlossenheit, die gern als Stoizismus missdeutet wird.


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