nach Weihnachten: Buchtipp (Straßencafé)

tournesol @, Donnerstag, 30.12.2021, 23:17 (vor 226 Tagen) @ Michael27

Ich erinnere mich, dass wir damals versucht haben, mit Hilfe von Murmeln bzw. Bonbons zu einer Lösung zu kommen, aber mich verwirrt das nur, damals wie heute, wo es eine für mich viel einfachere Erklärung ohne Murmeln und Mathe gibt.


Welche??? Ich habe sie nicht gefunden.

Wolfgang


Das kann ich zwar nicht ganz glauben, aber ich falle drauf rein und gebe diese einfache nicht-mathematische Erklärung:

Die beiden Gläser sind gleich groß und enthalten zu Beginn gleich viel reinen Weißwein (das eine Glas) und Rotwein (das andere Glas). Wenn man jetzt eine bestimmte Menge (z.B. eben einen Teelöffel voll) vom einen ins andere Glas und dann die gleiche Menge (aber möglicherweise/höchstwahrscheinlich in einem anderen Mischungsverhältnis und nicht wieder purer Weißwein) wieder zurückgibt, ist auch danach in beiden Gläsern gleich viel Wein. Was im Glas 1 an Weißwein fehlt, befindet sich in Glas 2 - und da beide Gläser dieselbe Menge an Inhalt haben, muss dieser fehlende Inhalt in Glas 1 durch Rotwein ersetzt sein (etwas anderes gibt es ja nicht - oder wie die Lateiner so schön sagen "tertium non datur").

Achtung: die fehlende Menge Weißwein in Glas 1 nach den beiden Löffel-Aktionen muss nicht der volle Teelöffel sein, sondern kann auch beliebig viel weniger sein, wenn irgendeine Mischung aus Glas 2 zurückgekommen ist !

Deshalb ist das Verhältnis Weißwein zu Rotwein in Glas 1 identisch mit dem Verhältnis Rotwein zu Weißwein in Glas 2.

Mündlich und mit Blickkontakt kann man das sehr einfach erklären. Schriftlich wird es etwas länglich - aber hoffentlich trotzdem verständlich. Ein Musterbeispiel für den "gesunden Menschenverstand".

Michael

So ähnlich habe ich mir das als Schülerin auch erklärt. Man gibt 1 Löffel Rotwein ins Weißweinglas und dann 1 Löffel minus X Weißwein vom Weißwein- ins Rotweinglas (X=Rotwein aus der Mischung auf dem Löffel). Im Rotweinglas ist dann 1 Löffel minus X Weißwein und umgekehrt genauso.

Mit den Murmeln kann ich mir das nicht vorstellen.

P.S. Mein Mann (promov. Mathematiker) könnte das sicher mathematisch genau berechnen und beweisen. Das kann ich nicht, ich bin eher für den gesunden Menschenverstand zuständig. Manchmal kommt man damit weiter, da nicht alles berechenbar ist und es nicht immer nur eine richtige Lösung gibt. Und manchmal ist es nicht leicht mit zwei so unterschiedlichen Sichtweisen.


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