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Wovor haben Sie solche Angst? (Straßencafé)

agno @, Mittwoch, 09.11.2022, 20:37 (vor 19 Tagen) @ Boggy

Jetzt kommt wieder diese reflexartige Scheu vor dem Verkaufen.
Wovor haben Sie solche Angst?


Nun ja, man könnte an dieser Stelle auch zu einer reflektierten Analyse der kapitalistischen Gesellschaft übergehen,
die gemäß marxistischer Theorie durchdrungen ist von der Warenstruktur,
wo also die "Ware" zur vorherrschenden Kategorie wird, über das Verhältnis von Gebrauchswert und Tauschwert,
und alle gesellschaftlichen Bereiche durchdringt, selbst die zwischenmenschlichen Beziehungen. ;-)

(Wenn ich das alles noch richtig in Erinnerung habe ... :-( )

Gruß
Boggy
:-D

:-) Ja :-) Das wäre die intelektuelle Beschreibung.
In der Zeit meiner Pupertät wurde "understatement" idealisiert. Wir hatten grenzenlose Verachtung für Menschen die in "Verkäufermentalität" mit Schlips und Anzug, mehr scheinen wollten als sie geben konnten. Ich glaube dass mein alter Papa ein gutes Duzend Schimpfwörter für diese "Kaste" hat. Insofern kann ich mich in Wolfgangs "unwohl sein" gut einfühlen.
aber, wir schweifen ab. Es geht um Wolfgangs lange Geschichte(n). Da wäre in meinem Empfinden eher das Gegenteil Thema. Nett sein, heißt auch seine Mitmenschen nicht unnötig belasten. Dann bekommen nette Menschen auch mal Zeit geschenkt. Man hört sich, gelegentlich, voller Interesse, lange Geschichten an.
agno

P.S.: Oliver Sacks meint, dass jedes Leben eine Geschichte braucht:
"22. Wir haben für jeden von uns eine Geschichte des Lebens, deren Kontinuität, deren Sinn unser eigenes Leben ist

Während unseres ganzen Lebens bilden wir ein Selbstbild, das uns durch unser ganzes Leben begleitet."

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Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...


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