"Die Maske... ausser Form... (Straßencafé)

fRAUb, Donnerstag, 23.03.2023, 05:53 (vor 434 Tagen) @ Boggy

Nun ist das vorbei und werde ich es tun, bei nächster Gelegenheit?
Das frage ich mich vorsichtig und bin sehr gespannt.


Ich habe mir Tapferkeit verordnet, anstelle von mich irgendwie blöd fühlen, oder als markierter und markanter Außenseiter in einer Gruppe der Überlegenen, die auf dem neuesten Stand der Entwicklung sind - Boggy allein unter Maskenlosen => Training für eine andere Form der Resilienz, Anderssein aushalten zum eigenen Wohle.

Bin auch gespannt, wo und wie lange ich das aushalte/durchhalte.

Jedenfalls habe ich es bisher geschafft, meine Maske aufzusetzen, wenn ein Paketbote kommt. Die neigen nämlich inzwischen wieder dazu, das Paket direkt zu überreichen, und einige wollen auch wieder eine Unterschrift und beugen sich freundlich mit ihrem Gerät vor. Manchmal mit einem Schmunzeln im Gesicht, wenn sie vom maskierten Boggy unter seiner Maske freundlich-gespannt angeschaut werden.

Aber bei deren unzähligen Nahkontakten pro Tag will ich nix riskieren ...

Gruß
Boggy

Das muss jede/r selbst wissen ubd für sich selbst entscheiden.

Von uns ist niemand immunsuprimiert. Ich könnte jetzt schreiben : eher im Gegenteil, aber das kennst du ja selbst.

Wir waren alle froh, dass es die Maskenpflicht gab und haben uns auch dran gehalten. Nicht weil wir super treue staatsdiener gewesen wären, sondern weil uns das vernünftig erschien.

Ich selbst hatte sie zunächst auch öfter getragen als ich musste.

Nachdem wir uns oder ich mich der Maske entledigt hatte, ereilte uns eine heftige Erkältung nach der anderen.

Das lag gewiss nicht nur an der Maske sondern zu Teilen gewiss auch an der Isolation in die wir uns begeben hatten, trotzdem ist es auch nicht schön im Nachgang ständig krank zu sein.

Wir haben alles so genommen, wie es kam. Sind geimpft, geboostert und haben uns trotzdem infiziert. Im übrigen war mein Mann, der strengste von uns, der in einer Gesundheitseinrichtung arbeitet, derjenige, der es mit nach Hause brachte. Meiner MS geht's durch die Pandemie übrigens keineswegs besser. Eher im Gegenteil.

Frustriert mich das jetzt? In gewisser Weise schon. Weil ich alle 4 Wochen wieder von vorne damit beginnen kann das, was ich mir an Fähigkeiten erarbeitet hatte wieder neu aufzubauen.

Mein, bzw unser immunsystem ist außer Form. Das geht nun schon über ein Jahr so und ich finde es anstrengend. Und das sehr.

Aber : typischer fRAUb Satz :" hilft ja nix."
Da müssen wir jetzt durch.
Ein immunsystem, das nichts zu tun hat, macht auch nur faxen. Die brauch ich auch nicht.

Ich plädiere nicht dafür, dass du die Maske abziehst. Das ist situations abhängig mitunter die beste Entscheidung, die du treffen kannst und die dir persönlich auch soziale Teilhabe ermöglicht.

Und : ich finde es gut, dass wir alle diese Erfahrung gemacht haben (hä?)

Ja. Tatsächlich. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass unter den derzeitigen Bedingungen (Klimawandel und si weiter) besonders fiese Viren irgendwo auf der Welt auftauchen, ist keineswegs geringer geworden.

Wenn mal wieder den weg zu uns findet, wissen wir was zu tun ist.

Ja. Masken schützen. Definitiv.

Aber ein immunsystem, das ausser Form und dem einfach nur langweilig ist, ist auch nicht schön.

Wir haben beschlossen, dem immunsystem was zu tun zu geben. Ich erinnere mich noch genau an das Gespräch mit meinem Mann. Das ist jetzt fast ein Jahr her und es war eine sehr bewusste Entscheidung.

Liebe Grüße und mach das so, wie es sich für dich richtig anfühlt,

fRAUb


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