MS, Gene und die Nord-Süd-Frage (Allgemeines)

Boggy, Donnerstag, 11.01.2024, 11:52 (vor 54 Tagen)

Frisch entdeckt:

"Alte Steppenhirten brachten höheres MS-Risiko nach Nordeuropa.

Studie über alte DNA zeigt, dass Yamnaya-Völker aus der Bronzezeit Genvarianten verbreiteten, die das Risiko für Multiple Sklerose erhöhen"

Quelle:
https://www.theguardian.com/2024/jan/10/ancient-steppe-herders-brought-higher-risk-of-ms

Und weiter:
"Uralte DNA hilft zu erklären, warum Nordeuropäer ein höheres Risiko für Multiple Sklerose haben als andere Abstammungen: Die Krankheit ist ein genetisches Erbe von reitenden Viehhirten, die vor etwa 5.000 Jahren in die Region einwanderten.

Die Ergebnisse stammen aus einem umfangreichen Projekt, bei dem moderne DNA mit der aus den Zähnen und Knochen alter Menschen gewonnenen DNA verglichen wird, so dass die Wissenschaftler die prähistorische Migration und die damit verbundenen Krankheitsgene zurückverfolgen können.
(...)

Die Nutzung der neuen Genbank zur Erforschung von MS war ein logischer erster Schritt. Denn obwohl MS jede Bevölkerung treffen kann, tritt sie am häufigsten bei weißen Nachfahren von Nordeuropäern auf, und die Wissenschaftler konnten bisher nicht erklären, warum.
(...)

Die Ergebnisse bieten endlich eine Erklärung für das Nord-Süd-Gefälle bei MS in Europa, aber es sind weitere Arbeiten erforderlich, um den Zusammenhang zu bestätigen, warnte die Genetikexpertin Samira Asgari von der New Yorker Mount Sinai School of Medicine, die nicht an der Forschung beteiligt war, in einem begleitenden Kommentar."

Gruß
Boggy

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Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.


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