Afghanistan (Allgemeines)

fRAUb, Dienstag, 17.08.2021, 08:29 (vor 30 Tagen)

... schockierende ende Bilder

Summasummarum ist das die Krönung einer Entwicklung, die sich schon lange und besonders auch in der Medizin abgezeichnet hat : ein Menschenleben zählt nichts mehr.

Wir sind zu Fall- Nummern, Fallzahlen auf einer Karteikarte geworden.
Menschen, die sich von außen an startende Flugzeuge klammern, sind der Auswuchs, bzw die Spitze des Eisbergs einer Entwicklung, die seit Jahren schon stattfindet.

Eine burokratisierte Welt.

Man müsste gegensteuern, doch ich weiß nicht wie?!

Wo fängt man an? Vielleicht dort wo alles seinen Anfang nahm, in der Medizin? Als Patienten zu Klienten wurden, um irgendwann als Karteileiche in den unendlichen weiten des Archivs ihre letzte Ruhestätte zu finden?

Was in Afghanistan passiert ist, wird uns auf die Füße fallen. Ich bin mir relativ sicher.
Wir sollten das ruder herumreißen und gegensteuern. Zügig. Sonst enden wir in , wo wir in einer Katastrophe, deren Ausmaße unvorstellbar sein könnten.

Bye,
fRAUb

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Afghanistan

agno @, Dienstag, 17.08.2021, 12:33 (vor 30 Tagen) @ fRAUb

Habe ich eine Meinung?

Ich hatte mit einer jungen Frau geredet, bevor diese nach Afganistan ziehen musste. Sie weinte bitterlich.

Derjenige der hilft leidet, wem nicht geholfen wird sowiso.
Man sieht einen leiden und den anderen auch.

Selbst hänge ich in einem seltsamen Zwischenraum. Dankbar wenn ich keine Not habe und nur wenig Hilfe brauche. Es scheint mir für mich, aus dieser Position unangemessen, wie Napoleon den Zeigefinger auszustrecken und zur Schlacht zu rufen.

Gruß agno

P.S.: Auf das Leben der Anderen, als passiver Beobachter, schauen. Das fühlt sich seltsam an.

--
Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

Afghanistan

fRAUb, Dienstag, 17.08.2021, 14:59 (vor 30 Tagen) @ agno

Menschlichkeit ist keine Schlacht.

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Afghanistan

Zoe @, tieef im Weeeeesten, Dienstag, 17.08.2021, 12:47 (vor 30 Tagen) @ fRAUb

Was sage ich dem jungen Afghaner, der 2016 kam und seit März bei uns lebt, zum "Trost"?
Seine Eltern sind im Rentenalter und drei Familien von Geschwistern wohnen in der Nähe von Kabul.
(Die Eltern haben mit ihren neun Kindern bereits zwölf Jahre im Leben als rechtlose Flüchtlinge im Iran hinter sich...).

Zoe

(habe gerade viel Alltag um die Ohren...)

--
Still sitzend, nichts tuend, kommt der Frühling und das Gras wächst von allein.
Zhuangzi (chin. Philosoph und Dichter 365 - 290 v. Chr.)

Afghanistan

fRAUb, Dienstag, 17.08.2021, 14:52 (vor 30 Tagen) @ Zoe

Was sage ich dem jungen Afghaner, der 2016 kam und seit März bei uns lebt, zum "Trost"?
Seine Eltern sind im Rentenalter und drei Familien von Geschwistern wohnen in der Nähe von Kabul.
(Die Eltern haben mit ihren neun Kindern bereits zwölf Jahre im Leben als rechtlose Flüchtlinge im Iran hinter sich...).

Zoe

(habe gerade viel Alltag um die Ohren...)

Derlei berichte relativieren vieles.

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