Nebel (Straßencafé)

Boggy, Sonntag, 14.11.2021, 15:35 (vor 24 Tagen)

Ein Haiku zum November:


"Durch den Nebeldunst
schreitet einer auf uns zu -
Wer mag das wohl sein?"


Shiki (1866 1902)

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Nebel

kirstenna @, Sonntag, 14.11.2021, 16:01 (vor 24 Tagen) @ Boggy

Nö, ne?

Nebel

Boggy, Sonntag, 14.11.2021, 16:27 (vor 24 Tagen) @ kirstenna

Nö, ne?

Aber ja!

Ja, wo laufen sie denn??

(neues Fenster/Tab)

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

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Nebel

agno @, Sonntag, 14.11.2021, 19:43 (vor 24 Tagen) @ Boggy

Nebel von hinten gelesen, ist Leben.
Buchstäblich eben, schon immer gewesen.

agno

--
Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

Nebel

Boggy, Sonntag, 14.11.2021, 20:08 (vor 24 Tagen) @ agno

Nebel von hinten gelesen, ist Leben.
Buchstäblich eben, schon immer gewesen.


So kam aus dem Nebel das Leben hervor,

Staunen

Novembergeist

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Nebel

kirstenna @, Sonntag, 14.11.2021, 21:59 (vor 24 Tagen) @ Boggy

wenns vorne juckt und hinten beißt

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Nebel

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Montag, 15.11.2021, 01:20 (vor 24 Tagen) @ Boggy

Ein Haiku zum November:


"Durch den Nebeldunst
schreitet einer auf uns zu -

-> Wer mag das wohl sein?"

[/b][/color]


Das kann ja nur Hermann sein:

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.

Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.

Seltsam, Im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.

November 1905

--
das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

Nebel

fRAUb, Montag, 15.11.2021, 06:48 (vor 24 Tagen) @ naseweis

Eieiei.
Das ist ja tiefster November - blues.

Als ich neulich abends draußen war, zur spastik - Reduktion (ihr wisst schon) und die von den letzten strahlen der untergehenden Sonne etwas orange eingefärbte Hochnebel- Decke betrachtete, dachte ich, dass ich genau diese Jahreszeit liebe und immer geliebt habe.
Der Hochnebel, war für mich immer wie eine Decke, die mich umschloss und offensichtlich ist das alte Gefühl noch immer vorhanden.
Ich habe diese Zeit immer geliebt. Abends, mit der letzten Hunderunde. Es hatte etwas heimeliges, für mich jedenfalls.

Vielleicht liegt's auch daran, dass wir um diese Jahreszeit immer sehr hochtourig laufen. Da genießt man jede Auszeit und lässt sich die nicht von ein bisschen Nebel verderben...

LG

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Nebel ist Ödland! Edguy: Wir brauchen keine Helden!

agno @, Montag, 15.11.2021, 08:27 (vor 23 Tagen) @ naseweis

"Der Herrmann"
:clap:
und weil der Herrmann nicht glücklich macht.

Edguy
...
Wir fallen - fallen um aufzusteigen
Schmerz ist der Wegweiser aus dem Ödland
Wir brauchen keinen Helden
Wir fallen - fallen um aufzusteigen
Kein Scharlatan, der dir das Licht zeigt
Wir brauchen keinen Helden

Entwürdigung ist der Anführer
...

--
Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

Nebel ist Ödland! Edguy: Wir brauchen keine Helden!

fRAUb, Dienstag, 16.11.2021, 07:15 (vor 23 Tagen) @ agno

"Der Herrmann"
:clap:
und weil der Herrmann nicht glücklich macht.

Edguy
...
Wir fallen - fallen um aufzusteigen
Schmerz ist der Wegweiser aus dem Ödland
Wir brauchen keinen Helden
Wir fallen - fallen um aufzusteigen
Kein Scharlatan, der dir das Licht zeigt
Wir brauchen keinen Helden

Entwürdigung ist der Anführer
...

Passt gerade eher zu dem, was so passiert.

Nun denne! Kopf voran in die Dekadenz! Man kann so'n Land auch tot verhandeln. Während dieser Zeit muss wenigstens keiner die Verantwortung übernehmen!

Dies übrigens, zum Schaden aller!

Ich hätte mir das gut überlegt, mit der FDP in Verhandlungen zu gehen!
Wenn's einen politischen Not-Aus Knopf gibt, ist es jetzt an der Zeit ihn zu betätigen!
Grob geschätzt, gebe ich dem Gesundheitssystem noch 1-2 Wochen, bevor ALLES (!) zusammen bricht.

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hmm, weil...

agno @, Dienstag, 16.11.2021, 15:29 (vor 22 Tagen) @ fRAUb

hmm...
Eigentlich wollte ich darauf hinaus, dass mich die Worte von Hermann Hesse jedes mal bis in die Seele berühren.
Aber fröhlich macht das nicht bzw achte ich darauf solches was mich herunter zieht, auch wenn es wunderschön ist, zu rationieren. Eventuell mal auch etwas "aufrichtendes", auch wenn es nicht ganz passt, dazwischen nehmen. (Bloch?)
agno

--
Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

hmm, weil...

fRAUb, Mittwoch, 17.11.2021, 19:22 (vor 21 Tagen) @ agno

Nun gut.
Immerhin soll es jetzt einen Haufen Medikamente geben, die man gegen corona einsetzen können soll.
Nur... Warum merkt man nichts von der Erfolgsstory?

Ich glaub, dass uns das alles noch lange beschäftigen wird und die Kuh noch lange nicht vom Eis ist
Alles, was ich vom Gesundheitswesen wahrneme ist, dass alles am Anschlag läuft. Von corona intensiv, bis runter in die Hausarzt Praxen und pflegedienste.

Alles. Es ist schrecklich.

Nebel-November-Kritik in der deutschen Lyrik

Karo, Montag, 15.11.2021, 13:02 (vor 23 Tagen) @ Boggy

Diese wunderbare Nebel-November-Kritik hat Heinrich Heine geschrieben:

Deutschland. Ein Wintermärchen

Im traurigen Monat November war’s,
Die Tage wurden trüber,
Der Wind riß von den Bäumen das Laub,
Da reist’ ich nach Deutschland hinüber.

Und als ich an die Grenze kam,
Da fühlt ich ein stärkeres Klopfen
In meiner Brust, ich glaube sogar
Die Augen begunnen zu tropfen.

Und als ich die deutsche Sprache vernahm,
Da ward mir seltsam zu Muthe;
Ich meinte nicht anders, als ob das Herz
Recht angenehm verblute.

[etc. pp.]

Nebel-November-Kritik in der deutschen Lyrik

Boggy, Montag, 15.11.2021, 14:13 (vor 23 Tagen) @ Karo

Diese wunderbare Nebel-November-Kritik hat Heinrich Heine geschrieben:

Deutschland. Ein Wintermärchen

Im traurigen Monat November war’s,
Die Tage wurden trüber,
Der Wind riß von den Bäumen das Laub,
Da reist’ ich nach Deutschland hinüber.

[etc. pp.]

Und so fand Herr Heine einen märchenhaften Weg aus dem November-Blues ... =>
;-)

Ein neues Lied, ein besseres Lied,
O Freunde, will ich Euch dichten!
Wir wollen hier auf Erden schon
Das Himmelreich errichten.

(...)

Ein neues Lied, ein besseres Lied,
Es klingt wie Flöten und Geigen!
Das Miserere ist vorbey,
Die Sterbeglocken schweigen.

Die Jungfer Europa ist verlobt
Mit dem schönen Geniusse
Der Freiheit, sie liegen einander im Arm,
Sie schwelgen im ersten Kusse.


(Fortsetzung folgte; further studies ... ;-) )

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Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

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