Zeichnet uns eine Krankheit wie ein Kainsmal? (Allgemeines)

W.W. @, Dienstag, 17.05.2022, 09:51 (vor 39 Tagen)

Agno hatte gefragt - und ich habe es nicht vergessen -, was es bedeuten würde, wenn sie MS eine Alterserscheinung wäre? Gleichzeitig fragt er, ob es neue Behandlungsrichtlinien für die MS gäbe? Ich, der ich alt und ein Murmeltier bin, antworte in aller Vorsicht und versuchsweise:

Stellen wir uns vor, die MS würde uns ereilen, wie manche das Alter mal früher, mal später ereilt. Und dass man sogar sagen könnte, mit 50 sei man für sein Gesicht und sein Aussehen verantwortlich, weil sich sozusagen ein ganzes Leben in dem, was ein Mensch darstellt, ausdrückt, könnte das nicht auch für die chronischen Krankheiten gelten, die einen mehr oder weniger befallen?

Könnte die Arteriosklerose also eher eine Alterserscheinung als eine Krankheit sein. Oder die Demenz? Oder der Krebs? Wir könnten also nach Ursachen für Krankheiten suchen, wo es gar keine gibt.

Müssen wir nicht akzeptieren lernen, dass unser Leben nicht spurlos an uns vorübergeht? Aber wir könnten auch darauf setzen, dass wir durch Sport, Vitamine, Brainjogging, Frischzellen, neue Organe oder Liften unsere Jugend erhalten, während eigentlich doch jedermann sieht, wie alt wir geworden sind? (Das trifft natürlich auf Madonna nicht zu.)

Ich meine also, es könnte eine interessante Sichtweise sein, wenn wir die MS weniger als Krankheit denn als Begleiterscheinung des Lebens nähmen. Zeichnet uns eine Krankheit, die ein Kainsmal? Ich sagte 'weniger', nicht ganz und gar!

W.W.

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@agno: si tacuisses, philosophus mansisses

agno @, Dienstag, 17.05.2022, 10:00 (vor 39 Tagen) @ W.W.

seufz https://www.cicero.de/kultur/fuenf-schlechte-schweiger/52968
Es ist eine der großen Lebensaufgaben, einerseits Absicherung und Erfüllung zu finden, andererseits sich nicht mehr aufzuladen, als man bewältigen kann.
Im Versagen dieses Bemühens eine MS-Folge als Kainsmal zu konstruieren, wäre nicht ganz nett.
und
Ja, ohne einen konkreten Zusammenhang zu konstruieren; Wenn man sieht wie eine junge Mutter ihr Kind füttert und wenn in der Pflege der alte Mensch seinen Brei bekommt, dann hat der Schicksalsgott einen perversen Humor.
Aber da war auch noch eine ernste Grundsatzfrage: Diese ganzen MS-Probleme, die sich mit den Jahrzehnten aus einem Individualismus immer mehr annähern, haben die irgendwann Ähnlichkeiten bzw sogar Gemeinsamkeiten mit den Problemen die sich in der Alterspflege ergeben?
agno

--
Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

@agno: si tacuisses, philosophus mansisses

fRAUb, Dienstag, 17.05.2022, 11:33 (vor 39 Tagen) @ agno

Aber da war auch noch eine ernste Grundsatzfrage: Diese ganzen MS-Probleme, die sich mit den Jahrzehnten aus einem Individualismus immer mehr annähern, haben die irgendwann Ähnlichkeiten bzw sogar Gemeinsamkeiten mit den Problemen die sich in der Alterspflege ergeben?
agno

Nö.

Na gut.
Beim Rauchen erwischt.

Ich würde gerne damit aufhören. Macht mal weiter.

fRAUb

uff !

Boggy, Dienstag, 17.05.2022, 12:29 (vor 39 Tagen) @ W.W.

Kann es hier eigentlich noch bizarrer und absurder werden .... ?

Wie reagiert wohl ein neu MS-Diagnostizierter oder eine Neu-Diagnostizierte, wenn er/sie tatsächlich mehr oder weniger zufällig hier aufschlägt, und das liest?

Etwa so => "Äh, was ?? " ....
und: "Nix wie weg ! ..."

Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

uff !

Faxe @, Dienstag, 17.05.2022, 12:46 (vor 39 Tagen) @ Boggy

Hm, d.h. viele, oft länger diagnostizierte, Mitglieder dürfen in einem Forum nicht schreiben was sie bewegt weil es wenige Frischlinge eventuell abschrecken könnte?

Die kommen nach einiger Zeit eh zurück. :kiff:

--
"Skynet begins to learn at a geometric rate. It becomes self-aware at 2:14 AM, Eastern time, August 29th. "

uff !

sole, Dienstag, 17.05.2022, 12:56 (vor 39 Tagen) @ Faxe

Hm, d.h. viele, oft länger diagnostizierte, Mitglieder dürfen in einem Forum nicht schreiben was sie bewegt weil es wenige Frischlinge eventuell abschrecken könnte?

Die kommen nach einiger Zeit eh zurück. :kiff:

also der Beitrag über den sich Boggy echauffierte, kam doch nicht von einem länger diagnostizierten Mitglied, sondern von einem vielschreibenden OHNE MS ??

ich kann mich auch irren (schreib dieses Mitglied über Jahre hinweg unter jeden Beitrag)
Jetzt fällt diese Selbsterkenntnis weg. :crying:

uff !

Boggy, Dienstag, 17.05.2022, 13:17 (vor 39 Tagen) @ Faxe

Hm, d.h. viele, oft länger diagnostizierte, Mitglieder dürfen in einem Forum nicht schreiben was sie bewegt weil es wenige Frischlinge eventuell abschrecken könnte?

Nein, das habe ich so nicht gemeint.
Wenn ich es so gemeint hätte, hättest Du natürlich Recht.
Selbstverständlich darf hier jedes Mitlgied schreiben, was ihn oder sie bewegt.

Ich befürchte, ich muß nochmal deutlich und gründlich in mich gehen, und genauer anschauen, was mich bewegt.

Erster Ansatz:
Ich glaube, ich halte so was einfach nicht mehr aus; dieses aus meiner Sicht immer absurder werdende Salbadern über MS, in das sich WW mit agnos Hilfe begibt.

Man könnte vielleicht sagen: meine Nerven liegen ein wenig blank.

So was geht einfach nicht mehr für mich => :
"Ich meine also, es könnte eine interessante Sichtweise sein, wenn wir die MS weniger als Krankheit denn als Begleiterscheinung des Lebens nähmen. Zeichnet uns eine Krankheit, die ein Kainsmal? Ich sagte 'weniger', nicht ganz und gar!"

Ja, Faxe, Du hast Recht.
Das darf auch ein nicht-MS-kranker-Teilnehmer dieses Forums schreiben, wenn es ihn "bewegt".
Und ich muß nicht darauf reagieren. (Das bleibt aber zumimdest innerlich nicht aus, wenn ich es gelesen habe.)

Ich glaube (ernsthaft), ich muß mich neu positionieren zu diesem Forum und zu dem Geschehen hier.

Gruß
Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

uff !

Faxe @, Dienstag, 17.05.2022, 16:26 (vor 39 Tagen) @ Boggy

Ich glaube, ich halte so was einfach nicht mehr aus; dieses aus meiner Sicht immer absurder werdende Salbadern über MS, in das sich WW mit agnos Hilfe begibt.

word :kiff:

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Freies Wort wenn es nicht richtig böse ist! & Grundrecht ...

agno @, Dienstag, 17.05.2022, 13:04 (vor 39 Tagen) @ Boggy

Lieber Boggy
Ich bin für ein Grundrecht auf Basisbeklopptheit. Da muss ich mich wahrscheinlich auch dazu zählen. Ich bin für freies Wort, wenn es nicht richtig böse ist! Das ist meine persönliche Meinung!
agno

--
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Freies Wort wenn es nicht richtig böse ist! & Grundrecht ...

W.W. @, Dienstag, 17.05.2022, 14:01 (vor 39 Tagen) @ agno

Lieber Agno,

das ist eine sehr rühmliche Einstellung!:-)

Wolfgang

PS: Es könnte sein, dass zu scharf zwischen Krankheit und Nicht-Krankheit unterschieden wird. s scheint mir etwas dazwischen zu liegen, was nicht eindeutig 'krank' und nicht eindeutig 'nicht-krank' zu sein scheint. Alterserscheinungen könnten dazu gehören.

Auf den Punkt gebracht: Ich bin nicht sicher, ob die Arteriosklerose eine 'Krankheit' ist!

Das beste Mittel gegen Arteriosklerose ist die Lebensweise!

W.W. @, Dienstag, 17.05.2022, 15:48 (vor 39 Tagen) @ W.W.

Ich meine, es gibt auch eine 'Krankheit', die zwischen 'Krankheit' und 'Nicht-Krankheit' steht: Es ist das metabolische Syndrom, die Kombination von Übergewicht, Diabetes, Arteriosklerose und Hypertonie.

Es wäre unsinnig, ein Medikament gegen das metabolische Syndrom zu entwickeln, weil es ein ungesundes Ernährungsverhalten fördern würde.

In ähnlicher Weise könnte es falsch sein, ein Medikament gegen Arteriosklerose zu finden. Das beste Mittel gegen Arteriosklerose ist eine gesunde Lebensweise!!!

W.W.

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Ähnliches heilt

quasimodo, Dienstag, 17.05.2022, 15:57 (vor 39 Tagen) @ W.W.

Die Namensähnlichkeit zwischen MS und Metabolisches Syndrom ist aber nur Zufall und keine unbedingte Abhängigkeit

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Die Weihsche Prohibition droht

agno @, Dienstag, 17.05.2022, 18:53 (vor 39 Tagen) @ W.W.

Sollte Wolfgang, nächstes mal das Gesundheitsministerium übernehmen, dann wird er alles verbieten was schaden könnte.
Alkohol, Zucker, Zigaretten, Stress, nervige Ehefrauen, Überstunden...
Gruß agn:-D

--
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Die Weihsche Prohibition droht

W.W. @, Mittwoch, 18.05.2022, 10:03 (vor 38 Tagen) @ agno

Ich muss Abbitte leisten: Pharmaindustrie und Lebensstil sind doch ein viel größerer Gegensatz, als ich dachte. Ich dachte den Unterschied zu einfach, indem er nämlich das Künstliche (Medikamente) gegen das Natürliche (gesunde Lebensweise) stelle.

Aber es ist mehr, was ich übersehen habe! Es geht darum, dass der Lindwurm mit dem Schwert erschlagen werden will - und nicht durch gute Ratschläge. Man will kämpfen - und nicht nur das tun, was Mutter und Großmutter predigen. Man will in einen Krieg ziehen, wie die Ukraine sich gegen Russland verteidigt. Alles andere ist fad und erweckt den peinlichen Eindruck, Krankheiten könnten so etwas wie eine göttliche Erziehungsmaßnahme sein. MS-Betroffene wollen ihre Krankheit bekämpfen und sich ihr nicht beugen!

Ich habe das unterschätzt, sehe jetzt aber, wie großartig der Widerstand der Ukrainer gegen Putin ankommt. Ist die MS nicht auch etwas Übermächtiges, gegen das man kämpfen muss? Würden die Ukrainer auch so heldenhaft dastehen, wenn sie von Anfang an ihre verzweifelte Unterlegenheit eingesehen und bei sich selbst die Schuld gesucht hätten?

Vermutlich habe ich mich immer wieder geweigert, die Krankheit als einen Gegner anzusehen und bin deshalb auf eine kitschig-romantische Ebene geraten?:confused: Aber ich spüre immer noch den Widerstand in mir, Krankheit als das Böse zu sehen. Manchmal weist sie uns ja auch auf etwas hin...

Ich merke, die Gedanken sind zu schwierig für mich!:-( Und ich merke auch, dass meine Haltung der MS gegenüber dringend überdacht werden muss.:confused: Möglicherweise habe ich sie zu positiv eingeschätzt. Damit muss ich Boggy, UWE, Mimi, Sole, fRAUb und Naseweis Recht geben.:-(

W.W.

Die Weihsche Prohibition droht

fRAUb, Mittwoch, 18.05.2022, 10:33 (vor 38 Tagen) @ W.W.

Nein.
Ich seehe es genau anders herum.
Sie kämpfen!

Und zwar darum, dass Sie recht behalten wollen.

Sie dürfen mir meine raucherei ruhig vorwerfen. Dem habe ich nichts entgegen zu setzen!
Ich kann nur anmerken, dass ich immer weniger als 10 Stk/Tag geraucht habe.

Das. Und genau das, ist der Grund warum jeder Arzt mir bisher auf meine Anfrage zum Rauchstopp nicht helfen wollte.
Selbst Sie, erachteten die Anzahl von 6/Tag nicht als schlimm.

Das fand ich damals schon beschissen (von Ihnen. Jawoll! Das musste mal gesagt werden!)

Mittlerweile, rauche ich oft sogar schon 7 Stk/Tag.

Ich glaube, in der Retrospektive, dass Sie mich damals bei meiner Anfrage nicht unterstützt haben, weil Sie sehr genau um den MS - Verlauf wissen und einen Grund dafür brauchten, Ihre Einstellung zur MS exemplarisch an mir zu rechtfertigen!

Aber da... Hab ich keinen Bock drauf!

Die Weihsche Prohibition droht

W.W. @, Mittwoch, 18.05.2022, 10:48 (vor 38 Tagen) @ fRAUb

Nach wie vor würde ich keinem Menschen einen Vorwurf daraus machen, wenn er 6 (oder manchmal 7) Zigaretten am Tag raucht. Obwohl das sicherlich nicht gesund ist. Dennoch: Ich habe den Kampfwillen der MS-Betroffenen unterschätzt: Sie wollen etwas für ihre Gesundheit tun, und sich nicht nur guten Ratschlägen beugen!

Ich komme darauf zurück, weil ich immer noch Schwierigkeiten habe, die MS als einen Feind, eines genetischen Fehlers oder eines dummen Zufalls einzuordnen. Jeder, der betroffen ist, muss das verurteilen!:-( Aber mir scheint das metabolische Syndrom ein gutes Beispiel dafür zu sein, meine Einstellung zu begründen. Ich glaube, viel MS-Betroffene wollen Medikamente! Ich habe das unterschätzt.:-( :-( :-(

W.W.

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Die Weihsche Prohibition droht

agno @, Mittwoch, 18.05.2022, 11:59 (vor 38 Tagen) @ W.W.

Nach wie vor würde ich keinem Menschen einen Vorwurf daraus machen, wenn er 6 (oder manchmal 7) Zigaretten am Tag raucht. Obwohl das sicherlich nicht gesund ist. Dennoch: Ich habe den Kampfwillen der MS-Betroffenen unterschätzt: Sie wollen etwas für ihre Gesundheit tun, und sich nicht nur guten Ratschlägen beugen!

Ich komme darauf zurück, weil ich immer noch Schwierigkeiten habe, die MS als einen Feind, eines genetischen Fehlers oder eines dummen Zufalls einzuordnen. Jeder, der betroffen ist, muss das verurteilen!:-( Aber mir scheint das metabolische Syndrom ein gutes Beispiel dafür zu sein, meine Einstellung zu begründen. Ich glaube, viel MS-Betroffene wollen Medikamente! Ich habe das unterschätzt.:-( :-( :-(

W.W.

Nein! Du verdrehst Deine Argumentation und landest wieder auf Anfang :-(
Mal schauen, wann ich die Zeit finde diesen Zopf auseinander zu klamüsern.
agno

--
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Die Natur weist dir den richtigen Weg!

W.W. @, Mittwoch, 18.05.2022, 13:06 (vor 38 Tagen) @ agno

Nein! Du verdrehst Deine Argumentation und landest wieder auf Anfang :-(
Mal schauen, wann ich die Zeit finde diesen Zopf auseinander zu klamüsern.

Mag sein!? Im Laufe der Jahre war es so, dass ich zunächst auf die Naturheilkunde schwor (bei Bruker), dann auf die Psychoanalyse und schließlich auf Popper!

Alles kommt mir im Nachhinein falsch vor!:-( Es blieb ein tiefer Zweifel, den ich auch heute noch in mir trage, und der sich als romantischer Glaube an die natürliche Lebensweise äußert: 'Wenn du deiner Natur folgst, wird es gut werden!' Das klingt zugegebenermaßen sehr naiv!

Vielleicht habe ich so dazu beigetragen, den 'Zopf' zu entwirren.

Wolfgang

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Ein Guru weist dir den richtigen Weg???

agno @, Mittwoch, 18.05.2022, 15:07 (vor 38 Tagen) @ W.W.

Irgendjemand will dir immer den richtigen Weg weisen. Im Endeffekt bist du immer allein. Aber nicht hoffnungslos.
agno

--
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Ein Guru weist dir den richtigen Weg???

W.W. @, Mittwoch, 18.05.2022, 15:15 (vor 38 Tagen) @ agno

Nein, die Antwort wird umso besser, je länger man darüber nachdenkt.

Wolfgang

Ein Guru weist dir den richtigen Weg???

fRAUb, Mittwoch, 18.05.2022, 16:16 (vor 38 Tagen) @ W.W.

Nein, die Antwort wird umso besser, je länger man darüber nachdenkt.

Wolfgang

Na, da zahlt sich die sprichwörtlich beschriebene lange Leitung doch mal aus!

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Ein Guru weist dir den richtigen Weg???

agno @, Mittwoch, 18.05.2022, 18:11 (vor 38 Tagen) @ W.W.

Nein, die Antwort wird umso besser, je länger man darüber nachdenkt.

Wolfgang

Eines meiner Probleme, bei einer angemessenen Antwort an Dich, ist die Anzahl der passenden Steilvorlagen, welche von einer zielführenden Analytik ablenken. :-D
Die Engelchen-Teufelchen-Auswahl: Spass haben oder Sinn suchen?
*öhhhhmmm* meditiert der agno-Yogi

--
Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

Naja, naja...

fRAUb, Mittwoch, 18.05.2022, 16:13 (vor 38 Tagen) @ W.W.

Nach wie vor würde ich keinem Menschen einen Vorwurf daraus machen, wenn er 6 (oder manchmal 7) Zigaretten am Tag raucht. Obwohl das sicherlich nicht gesund ist. Dennoch: Ich habe den Kampfwillen der MS-Betroffenen unterschätzt: Sie wollen etwas für ihre Gesundheit tun, und sich nicht nur guten Ratschlägen beugen!

Naja, naja.

Die Wahrheit ist, dass ich von den Zigaretten ja einen benefit habe, hinsichtlich meiner Spastizität (also Linderung) und die Neurologen der Meinung sind, dass Medikamente gegen die spastik mehr Schaden anrichten würden, da ich keine eineinhalb Päckchen rauche.

Ja. Ohne Zigaretten habe ich mehr spastik. Andererseits, rauben sie mir die Kraft. Es ist ein Teufelskreis. Ich kann nur versuchen die Menge längerfristig zu reduzieren.


Schwierig, das.

Grundsätzlich aber ist es ja so, dass das mein Leben ist. Und nur ich kann es leben, nicht sie.
Sie kennen das, vom zusammenleben mit ihrer Frau. Da stößt auch nicht alles, was ihre Frau für gut für Sie hält, auf ihre Zustimmung.
Das hat wenig mit Spätpubertärer Rebellion zu tun, sondern damit, dass ihr Leben, ihr Leben ist.

Ich glaube, an der Stelle liegt eher der Hase im Pfeffer.

Die Weihsche Prohibition droht

fRAUb, Mittwoch, 18.05.2022, 23:26 (vor 38 Tagen) @ W.W.

Ich muss Abbitte leisten: Pharmaindustrie und Lebensstil sind doch ein viel größerer Gegensatz, als ich dachte. Ich dachte den Unterschied zu einfach, indem er nämlich das Künstliche (Medikamente) gegen das Natürliche (gesunde Lebensweise) stelle.

Aber es ist mehr, was ich übersehen habe! Es geht darum, dass der Lindwurm mit dem Schwert erschlagen werden will - und nicht durch gute Ratschläge. Man will kämpfen - und nicht nur das tun, was Mutter und Großmutter predigen. Man will in einen Krieg ziehen, wie die Ukraine sich gegen Russland verteidigt. Alles andere ist fad und erweckt den peinlichen Eindruck, Krankheiten könnten so etwas wie eine göttliche Erziehungsmaßnahme sein. MS-Betroffene wollen ihre Krankheit bekämpfen und sich ihr nicht beugen!

So ein absoluter Quatsch!
Vielleicht wollen MS Betroffene einfach nur ein Leben leben. Und zwar so, wie sich MS Betroffene das vorstellen.


Ich habe das unterschätzt,

Nein. Sie haben das nicht unterschätzt. Sie haben es vielmehr in keinster Weise in Betracht gezogen.

sehe jetzt aber, wie großartig der Widerstand der Ukrainer gegen Putin ankommt. Ist die MS nicht auch etwas Übermächtiges, gegen das man kämpfen muss? Würden die Ukrainer auch so heldenhaft dastehen, wenn sie von Anfang an ihre verzweifelte Unterlegenheit eingesehen und bei sich selbst die Schuld gesucht hätten?

So. Gut. Die Frage ist, welche Wahl die Ukrainer hatten, wo sie ja ihr Land nicht verlassen durften und kämpfen mussten.
Aber das ist ein anderes Thema.

Vermutlich habe ich mich immer wieder geweigert, die Krankheit als einen Gegner anzusehen und bin deshalb auf eine kitschig-romantische Ebene geraten?:confused: Aber ich spüre immer noch den Widerstand in mir, Krankheit als das Böse zu sehen. Manchmal weist sie uns ja auch auf etwas hin...

Freies Wort wenn es nicht richtig böse ist! & Grundrecht ...

fRAUb, Dienstag, 17.05.2022, 15:53 (vor 39 Tagen) @ W.W.

Lieber Agno,

das ist eine sehr rühmliche Einstellung!:-)

Wolfgang

PS: Es könnte sein, dass zu scharf zwischen Krankheit und Nicht-Krankheit unterschieden wird. s scheint mir etwas dazwischen zu liegen, was nicht eindeutig 'krank' und nicht eindeutig 'nicht-krank' zu sein scheint. Alterserscheinungen könnten dazu gehören.

Gegenargument:

Ich hab meine MS Diagnose mit 17 Jahren bekommen.
Da lag ich noch unter den ersten Alterungsprozessen (vermindertes zellwachstum usw) von 21 Jahren.

Auch zeigte das damals angefertigte MRT keine Spätpubertären flausen in meinem Kopf, sondern ganz eindeutig entmarkungen, die von einer demyelisierenden Erkrankung, wie bsp MS herrührten. Da ich zusätzlich über eine Gerinnungsstörung verfüge, ist das mit einem Schlaganfall eher unwahrscheinlich.

So. Und jetzt kommen Sie!

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Frei von

quasimodo, Dienstag, 17.05.2022, 16:01 (vor 39 Tagen) @ fRAUb

Spätpubertären Flausen !

Im MRT?

Das braucht ein spezielles Kontrastmittel und sehr erfahrene Radiologen, die selber Töchter haben

Frei von

fRAUb, Dienstag, 17.05.2022, 16:18 (vor 39 Tagen) @ quasimodo

Lieber Quasimodo,

ich bin der Auffassung, es geht WW um was anderes.

Nämlich um die Suche nach Verbündeten, die die Erfahrungen des gesundheitlichen Zustands, in dem er sich befindet teilen können.

Und dagegen grenze ich mich eindeutig ab. Mich hat es sehr jung erwischt und ja, sowas blödes wie MS taugt, wenn sie einen sehr jung befällt, in der Tat dazu, einem das Leben zu versauen.

Dies möchte ich hier festgehalten haben und es ist etwas ganz anderes, wenn jemand erst sehr spät im Leben mit einer Erkrankung konfrontiert wird. Dann kann man über Alterserscheinungen nachdenken.

Dann begibt man sich, zwecks Austausch aber auch besser zum lokalen Seniorennachmittag oder so.

Freundlicher Hinweis von

fRAUb

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Frei von Blubberblasen

quasimodo, Dienstag, 17.05.2022, 16:24 (vor 39 Tagen) @ fRAUb

Mir voll egal um was ww so rumblubbert.

Ich fand das Bild von "spätpubertären Flausen" im MRT sichtbar einfach nur geil.

#mademyday wie naseweis so gern schreibt

Frei von Blubberblasen

fRAUb, Dienstag, 17.05.2022, 18:48 (vor 39 Tagen) @ quasimodo

Mir voll egal um was ww so rumblubbert.

Das finde ich jetzt nicht.
Im Gegenteil, ich persönlich halte es sogar für wichtig und sinnvoll, dass er sich mit seiner eigenen Situation auseinder setzt.

Nur, ist dies hier ein MS forum und meine MS, die mich mit 17 Jahren ereilte, hat mit dem Alter nix zu tun. In keinster Weise. Und ich verbitte mir, dass jemand die Auswirkungen meiner Erkrankung als Alterserscheinung abtut. Ungefähr nach dem Motto : das ist das Alter, da kann man nichts tun, musst du akzeptieren... Und so weiter...
Was gibt das? Eine Rechtfertigung für die eigene Theorie?

Da halt ichs lieber agno : was habe ich davon länger zu laufen und dafür früher zu sterben?

Das erscheint mir persönlich realistischer.

Oder geht es darum, die im Alter nachlassende Leistungsfähigkeit mit der MS Fatigue zu vergleichen? Ich gehe davon aus, dass das nicht vergleichbar ist. In keinster Weise.

Das stört mich. Die MS Symptome, haben mit Alterserscheinungen nichts gemein.


Ich fand das Bild von "spätpubertären Flausen" im MRT sichtbar einfach nur geil.

#mademyday wie naseweis so gern schreibt

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