Die Unbeherrschtheit: ein verstecktes Symptom der MS? (Allgemeines)

W.W. @, Mittwoch, 05.04.2023, 18:49 (vor 467 Tagen)

Ich glaube, es wird oft nicht direkt angesprochen, aber es ist neben dem Fatigue-Syndrom häufig vorhanden: eine Hirnleistungsverminderung, die durch durch eine partielles Diskonnektion des Gehirns durch Herde beruht und sich dadurch äußerst, dass man leichter 'ausrastet', eine Unbeherrschtheit!

Wolfgang

Die Unbeherrschtheit: ein verstecktes Symptom der MS?

W.W. @, Mittwoch, 05.04.2023, 19:58 (vor 467 Tagen) @ W.W.

Ich glaube, meine hirnorganisch bedingte 'Unbeherrschheit' ist dieselbe wie die von einigen MS-Betroffenen, nur dass meine von vielen kleinen Schlaganfällen kommt (mein Gehirn ist ein ein Sieb!:-()) und die von MS-Patienten von vielen Herden herrührt.

Gemeinsam könnte beiden sein, dass man eine Überforderung herannahen sieht wie ein Welle, die sich der Hafenmauer nähert. Man will das Meer beruhigen, aber das ist natürlich sinnlos, und dann hat sie die Mauer überspült.

Ich glaube, man kann nichts dagegen tun, nur die Situationen meiden, in denen eine Überlastung droht, aber das ist ja immerhin schon etwas.:-)

Wolfgang

Die Unbeherrschtheit: ein verstecktes Symptom der MS?

fRAUb, Donnerstag, 06.04.2023, 09:22 (vor 466 Tagen) @ W.W.

Es gibt einen Fachbegriff dafür :

Mangelnde Impulskontrolle.

Bei mir ist nach Jahren MS eher das Gegenteil der Fall.

Tja. Das kann auch eine MS - Folge sein.

Im übrigen rauche ich noch immer meine 6 Zigaretten.


Wenn's mir zuviel wird, geh ich 10 Minuten vor die Tür.

Wenn ich zurück komme, hab ich wieder einen Plan.

So ist das eben.

Die Unbeherrschtheit: ein verstecktes Symptom der MS?

W.W. @, Donnerstag, 06.04.2023, 10:26 (vor 466 Tagen) @ W.W.

Ich vermute, die Unbeherrschtheit wird leicht mit einer Neurose oder einem Charakterfehler verwechselt, so, wie das Fatigue-Syndrom leicht mit Faulheit verwechselt wird.

Das Wenigste über unser Gehirn ist bekannt, z.B. nicht, wie viele komplexe Mechanismen ineinandergreifen müssen, dass jemand beherrscht und ruhig erscheint, oder warum andere 'leicht aus der Haut fahren'.

Ich glaube(!), dass, wenn unser Gehirn weniger Leitungsbahnen zur Verfügung hat, dass es leichter 'ausrastet', was kein Charakterfehler ist, sondern Ausdruck einer Hirnleistungsschwäche.

Ich könnte mir sogar vorstellen, dass viele, die 'leicht ausrasten', dies 'psychologisieren, und nicht merken, dass dies etwas mit ihrer verminderten Hirnleistungsfähigkeit zu tun hat.

Wolfgang

Die Unbeherrschtheit: ein verstecktes Symptom der MS?

fRAUb, Donnerstag, 06.04.2023, 11:09 (vor 466 Tagen) @ W.W.

Ich vermute, die Unbeherrschtheit wird leicht mit einer Neurose oder einem Charakterfehler verwechselt, so, wie das Fatigue-Syndrom leicht mit Faulheit verwechselt wird.

Das Wenigste über unser Gehirn ist bekannt, z.B. nicht, wie viele komplexe Mechanismen ineinandergreifen müssen, dass jemand beherrscht und ruhig erscheint, oder warum andere 'leicht aus der Haut fahren'.

Ich glaube(!), dass, wenn unser Gehirn weniger Leitungsbahnen zur Verfügung hat, dass es leichter 'ausrastet', was kein Charakterfehler ist, sondern Ausdruck einer Hirnleistungsschwäche.

Ich könnte mir sogar vorstellen, dass viele, die 'leicht ausrasten', dies 'psychologisieren, und nicht merken, dass dies etwas mit ihrer verminderten Hirnleistungsfähigkeit zu tun hat.

Wolfgang

Mag alles sein. Was aber in keinster Weise geht ist, den alten die Unbeherrschtheit durchgehen zu lassen, aber sich gleichzeitig über die morderinnen von Luise beschweren.


Es gibt in meinen Augen keine Entschuldigung dafür. Das ist ein unentschuldbares no - go!

Die Unbeherrschtheit: ein verstecktes Symptom der MS?

W.W. @, Donnerstag, 06.04.2023, 13:16 (vor 466 Tagen) @ fRAUb

Mag alles sein. Was aber in keinster Weise geht ist, den alten die Unbeherrschtheit durchgehen zu lassen, aber sich gleichzeitig über die morderinnen von Luise beschweren.

Ich verstehe nicht, was Sie meinen!.?

Wolfgang

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Die Unbeherrschtheit: ein verstecktes Symptom der MS?

agno @, Donnerstag, 06.04.2023, 14:35 (vor 466 Tagen) @ W.W.

Die scheinbare Unbeherrschtheit zum MS-Thema zu machen, empfinde ich als extrem übergriffig. Dass diese "MS-Empfindlichkeit" sogar teilweise in der MS-Literatur vermerkt ist, macht die Sache nicht besser.
Da kommen gesunde Klugscheißer daher und erzählen dem netten MSler was dieser zu tun hat.
Dass dieser MSler den ganzen Tag nix anderes tut als zu überlegen wie er die Probleme mit seinen eingeschränkten Fähigkeiten lösen kann, darüber redet niemand.

Zuerst wird mit der Behinderung die Rangordnung festgemacht.
Dann wird überlegt wie der MSler am wenigsten Mühe für seine Mitmenschen macht.
Und dann wird ein Scheiß erzählt, den der MSler schon zu Beginn, wegen passt nicht, verworfen hat.
Wenn der dann die Rangordnung nicht akzeptiert und das einschränkende Kommunikationsritual durchbricht, dann kommt man mitleidig mit hirnorganischen Begründungen???

bah, hat Oliver Kahn auch Löcher im Hirn?
Oder einfach nur eine Meinung, etwas Temperament und einen Arsch in der Hose?

agn:-D

--
Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

Die Unbeherrschtheit: ein verstecktes Symptom der MS?

Boggy, Donnerstag, 06.04.2023, 15:36 (vor 466 Tagen) @ W.W.

Die Unbeherrschtheit: ein verstecktes Symptom der MS?
Ich vermute, die Unbeherrschtheit wird leicht mit einer Neurose oder einem Charakterfehler verwechselt, so, wie das Fatigue-Syndrom leicht mit Faulheit verwechselt wird.
Ich glaube(!), dass, wenn unser Gehirn weniger Leitungsbahnen zur Verfügung hat, dass es leichter 'ausrastet', was kein Charakterfehler ist, sondern Ausdruck einer Hirnleistungsschwäche.
Ich könnte mir sogar vorstellen, dass viele, die 'leicht ausrasten', dies 'psychologisieren, und nicht merken, dass dies etwas mit ihrer verminderten Hirnleistungsfähigkeit zu tun hat.

Wenn Sie sich dafür einsetzen, den Auswirkungen von organischen Schädigungen nicht psychologische Ursachen anzudichten bzw. diese nicht zu einem "psychologisch-psychotherapeutischen Problem" zu machen, dann bin ich ganz bei Ihnen.

Was die MS und eine von Ihnen angesprochene "Unbeherrschtheit" als mögliches "verstecktes Symptom der MS" angeht, so wäre der erste Schritt wohl zu überprüfen, ob es überhaupt zutrifft, daß an MS erkrankte Menschen "unbeherrschter" sind als durchschnittlich gesunde.
Das müßte empirisch geschehen, und dürfte schwierig werden.

Wenn überhaupt, und Ihre Annahme aufgreifend, würde das ja erst, oder nur, bei einem bestimmten Ausmaß an bestimmten Schädigungen eintreten.

Ich würde allgemein davon ausgehen, daß anhaltende Überlastungen und Überforderungen bei allen Menschen dazu führen, daß sie schneller gereizt und impulsiv reagieren.
Ich komme als MSler inzwischen mit meinem MS-geschädigten Gehirn - in Verbindung mit allgmeiner körperlicher Schwäche und Erschöpfung - schneller und öfter in geistige Überforderungssituationen, da die Schädigungen zu verlangsamtem Denken und Konzentrationsproblemen führen.
EINE mgögliche Reaktion (neben anderen!) ist tatsächlich eine stärkere Gereiztheit, und die Neigung, dann impulsiv und nicht überlegt genug zu reagieren.

Die Frage, was davon "organisch" und damit "zwangsläufig" - und nicht beeinflußbar durch mich ist, ist eine offene. Das hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Z.B. ob ich die Überforderung und ihr Ausmaß abschätzen kann, oder ob sie mich "überfällt" - das gibt es.

Ich gehe damit auf unterschiedliche Weise um.
Das jetzt im einzelnen weiter auszuführen, ist mir zuviel an "Arbeit". Und würde mich in eine Überforderungssituation bringen, die ich gerad nicht möchte.

In diesem Sinne ...

Gruß
Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Die Unbeherrschtheit: ein verstecktes Symptom der MS?

W.W. @, Donnerstag, 06.04.2023, 16:16 (vor 466 Tagen) @ Boggy

Wenn Sie sich dafür einsetzen, den Auswirkungen von organischen Schädigungen nicht psychologische Ursachen anzudichten bzw. diese nicht zu einem "psychologisch-psychotherapeutischen Problem" zu machen, dann bin ich ganz bei Ihnen.

Ja, darum ging es mir! Wenn wir müde sind, sollte man sich hüten, es der Faulheit anzulasten, und wenn wir 'leicht explodieren', sollten wir nicht con mangelndem Selbstwertgefühl sprechen.

Und das andere? Ja, ich glaube, zu viel Stress kann zu einem erhöhten Blutdruck führen und dieser zu Arteriosklerose und Schlaganfall und Herzinfarkt. Viel häufiger als wir denken, hat das objektiv Sichtbare seelische Gründe, aber die Vorsorge besteht vermutlich nicht darin, nach Traumata in der Kindheit zu fahnden.

Wolfgang

PS: Die meisten Psychologen sind wohl der Ansicht, sie würden das Unglück der Menschen verringern, ich meine eher, sie vermehren es. Nein, das kann man empirisch nicht belegen!

Die Unbeherrschtheit: ein verstecktes Symptom der MS?

fRAUb, Freitag, 07.04.2023, 14:02 (vor 465 Tagen) @ W.W.

Wenn Sie sich dafür einsetzen, den Auswirkungen von organischen Schädigungen nicht psychologische Ursachen anzudichten bzw. diese nicht zu einem "psychologisch-psychotherapeutischen Problem" zu machen, dann bin ich ganz bei Ihnen.


Ja, darum ging es mir! Wenn wir müde sind, sollte man sich hüten, es der Faulheit anzulasten, und wenn wir 'leicht explodieren', sollten wir nicht con mangelndem Selbstwertgefühl sprechen.

Und das andere? Ja, ich glaube, zu viel Stress kann zu einem erhöhten Blutdruck führen und dieser zu Arteriosklerose und Schlaganfall und Herzinfarkt. Viel häufiger als wir denken, hat das objektiv Sichtbare seelische Gründe, aber die Vorsorge besteht vermutlich nicht darin, nach Traumata in der Kindheit zu fahnden.

Wolfgang

PS: Die meisten Psychologen sind wohl der Ansicht, sie würden das Unglück der Menschen verringern, ich meine eher, sie vermehren es. Nein, das kann man empirisch nicht belegen!

Das kann ich so definitiv nicht stehen lassen. Und sei es nur aus Verbundenheit.

Wie auch immer, ich betrachte Ihre Denkweise als zu kurz gegriffen.
Auch wenn Ihnen das nicht in den Kram passt.
Was wir hinsichtlich epigenetik bisher herausgefunden haben, gibt meines Erachtens, sehr wohl Hinweise darauf, dass Traumata, bzw die dadurch bedingte (Ver) schaltung der Gene, sich körperlich nieder schlagen können.

:herzle: - liche Grüße an dieser Stelle und schöne (geruhsame) Feiertage wünscht

fRAUb

Die Unbeherrschtheit: ein verstecktes Symptom der MS?

Boggy, Freitag, 07.04.2023, 14:42 (vor 465 Tagen) @ fRAUb

Auch wenn Ihnen das nicht in den Kram passt.
Was wir hinsichtlich epigenetik bisher herausgefunden haben, gibt meines Erachtens, sehr wohl Hinweise darauf, dass Traumata, bzw die dadurch bedingte (Ver) schaltung der Gene, sich körperlich nieder schlagen können.

Das muß ich jetzt doch mal kurz einwerfen.
"Trauma" hat sich zu einem inflationär benutzen, hohlen, unscharf und fast beliebig definierten Begriff entwickelt, so daß er ziemlich unbrauchbar geworden ist; es sei denn, man sagt genau dazu in welchem Kontext und mit welchem konkreten Inhalt er benutzt wird; so daß auch eine Überprüfung stattfinden kann.
Ähnlich zur "Epigenetik", wo sich imho, das, was wissenschaftlich wirklich gesichert ist (und das ist nicht viel) mit unüberprüfbaren Behauptungen und Ideologiebildung mischt
Beides ist mir ausgesprochen suspekt.
Und ich halte kritischen Abstand.

Gruß
Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

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Die Unbeherrschtheit: ein verstecktes Symptom der MS?

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Freitag, 07.04.2023, 14:49 (vor 465 Tagen) @ Boggy

.
Ja und es ist noch zu klären,ob Persönlichkeitsveränderungen von der Krankheit oder der Medikation kommen.

Zu den Risiken und Nebenwirkungen von diesem neuen .mab. steht in der von mir verlinkten Quelle (und direkt in meinem Beitrag:


"Personen wird geraten, ihren Arzt zu informieren, wenn sie neue oder sich verschlechternde neurologische Symptome wie Schwäche auf einer Körperseite, Koordinationsverlust in Armen und Beinen, Sehstörungen, Veränderungen im Denken und Gedächtnis oder Verwirrtheit und Persönlichkeitsveränderungen feststellen."

--
das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

Die Unbeherrschtheit: ein verstecktes Symptom der MS?

Boggy, Freitag, 07.04.2023, 15:07 (vor 465 Tagen) @ naseweis

Ja und es ist noch zu klären,ob Persönlichkeitsveränderungen von der Krankheit oder der Medikation kommen.

Ich würde soweit gehen, daß ich meine zunehmende Neigung, in bestimmten Situationen stärker gereizt und impulsiver zu reagieren als früher, NICHT als eine "Persönlichkeitsveränderung" bezeichnen würde.

Nicht meine "Persönlichkeit" hat sich verändert, sondern mein inneres "Intrumentarium", mein "Handwerkszeug", das ich brauche, um bestimmte Situationen angemessen zu bewältigen, ist nicht mehr ausreichend funktionsfähig.
Da is was kaputt, was ich eigentlich brauche. Deshalb holperts manchmal mehr als wünschenswert.
Man muß sich halt nach Ersatz umsehen, und hoffentlich findet man was. Is nich garantiert.

Gruß
Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Die Unbeherrschtheit: ein verstecktes Symptom der MS?

W.W. @, Freitag, 07.04.2023, 15:53 (vor 465 Tagen) @ Boggy

Ich würde soweit gehen, daß ich meine zunehmende Neigung, in bestimmten Situationen stärker gereizt und impulsiver zu reagieren als früher, NICHT als eine "Persönlichkeitsveränderung" bezeichnen würde.

Nicht meine "Persönlichkeit" hat sich verändert, sondern mein inneres "Intrumentarium", mein "Handwerkszeug", das ich brauche, um bestimmte Situationen angemessen zu bewältigen, ist nicht mehr ausreichend funktionsfähig.
Da is was kaputt, was ich eigentlich brauche. Deshalb holperts manchmal mehr als wünschenswert.


Es wird wohl immer schwerer, ein hirnorganische Veränderung, von einer medikamentösen Nebenwirkung oder der angemessenen Reaktion auf eine veränderte Lebenssituation zu unterscheiden!

Wolfgang

Die Unbeherrschtheit: ein verstecktes Symptom der MS?

fRAUb, Freitag, 07.04.2023, 16:25 (vor 465 Tagen) @ W.W.

Es wird wohl immer schwerer, ein hirnorganische Veränderung, von einer medikamentösen Nebenwirkung oder der angemessenen Reaktion auf eine veränderte Lebenssituation zu unterscheiden!

Wolfgang

Also... Es tut mir leid, aber ich finde "ausrasten" in keinster Weise angemessen.

Ich habe grundsätzlich eine andere Lebensphilosophie und Strategie und die beinhaltet viele kleine Punkte aus denen ich etwas lebensbereicherndes ziehen kann.

Und das, trotz der Tatsache, dass ich im Rollstuhl sitze.

Die Unbeherrschtheit: ein verstecktes Symptom der MS?

Boggy, Freitag, 07.04.2023, 16:35 (vor 465 Tagen) @ fRAUb

Also... Es tut mir leid, aber ich finde "ausrasten" in keinster Weise angemessen.

Nur zur Kärung: ich habe an keiner Stelle von "ausrasten" gesprochen. Das ist ja schon ein sehr abwertender Begriff für ein bestimmtes Verhalten, das man auch anders erleben/bewerten kann.

Der Ausgangspunkt war WWs Formulierung "Unbeherrschtheit".
Ich habe das für mich spezifiziert als "gereizt" und/oder "impulsiv".

Das wird mir nun etwas schräg.
Ich bin somit hier raus.

Gruß
Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Die Unbeherrschtheit: ein verstecktes Symptom der MS?

fRAUb, Freitag, 07.04.2023, 15:10 (vor 465 Tagen) @ Boggy

Auch wenn Ihnen das nicht in den Kram passt.
Was wir hinsichtlich epigenetik bisher herausgefunden haben, gibt meines Erachtens, sehr wohl Hinweise darauf, dass Traumata, bzw die dadurch bedingte (Ver) schaltung der Gene, sich körperlich nieder schlagen können.


Das muß ich jetzt doch mal kurz einwerfen.
"Trauma" hat sich zu einem inflationär benutzen, hohlen, unscharf und fast beliebig definierten Begriff entwickelt, so daß er ziemlich unbrauchbar geworden ist; es sei denn, man sagt genau dazu in welchem Kontext und mit welchem konkreten Inhalt er benutzt wird; so daß auch eine Überprüfung stattfinden kann.
Ähnlich zur "Epigenetik", wo sich imho, das, was wissenschaftlich wirklich gesichert ist (und das ist nicht viel) mit unüberprüfbaren Behauptungen und Ideologiebildung mischt
Beides ist mir ausgesprochen suspekt.
Und ich halte kritischen Abstand.

Gruß
Boggy

Na dann...

https://www.mpg.de/11821815/mpiib_jb_2017

Die Studie aus Frankreich zu den epigenetischen Folgen des Anschlags auf das Bataclan, finde ich gerade nicht, resp mir fehlt die Zeit zum Suchen.

Liebe Grüße

Die Unbeherrschtheit: ein verstecktes Symptom der MS?

Boggy, Freitag, 07.04.2023, 15:21 (vor 465 Tagen) @ fRAUb

Die Studie aus Frankreich zu den epigenetischen Folgen des Anschlags auf das Bataclan, finde ich gerade nicht, resp mir fehlt die Zeit zum Suchen.

Es besteht die Gefahr, daß wir u.U. beginnen, aneinander vorbeizureden.
Ich will hier nicht näher einsteigen.
Wens interessiert, kann ja mal bei Google "Epigenetik" udn "Kritik" eingeben.
Da findet man so einiges.

Ebenfalls liebe Grüße

Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Die Unbeherrschtheit: ein verstecktes Symptom der MS?

fRAUb, Freitag, 07.04.2023, 17:38 (vor 465 Tagen) @ Boggy

Die Studie aus Frankreich zu den epigenetischen Folgen des Anschlags auf das Bataclan, finde ich gerade nicht, resp mir fehlt die Zeit zum Suchen.


Es besteht die Gefahr, daß wir u.U. beginnen, aneinander vorbeizureden.
Ich will hier nicht näher einsteigen.
Wens interessiert, kann ja mal bei Google "Epigenetik" udn "Kritik" eingeben.
Da findet man so einiges.

Ebenfalls liebe Grüße

Boggy

Nein. Du nicht.
Aber WW:

http://ms-ufos.org/index.php?id=79532

Alles klar?!

Die Unbeherrschtheit: ein verstecktes Symptom der MS?

W.W. @, Freitag, 07.04.2023, 18:26 (vor 465 Tagen) @ fRAUb

Der Grund für mein Posting war wohl, dass ich an mir selbst feststelle, dass ich manchmal 'ausraste', und es wohl tausend Möglichkeiten gibt, das zu psychologisieren, während es im Grunde darauf beruhen könnte, dass mein Gehirn nicht mehr so leistungsfähig ist wie früher. So, wie ich mich manchmal im Ausdruck vertue.:-(

Wolfgang

Die Unbeherrschtheit: ein verstecktes Symptom der MS?

fRAUb, Samstag, 08.04.2023, 06:42 (vor 464 Tagen) @ W.W.

Der Grund für mein Posting war wohl, dass ich an mir selbst feststelle, dass ich manchmal 'ausraste', und es wohl tausend Möglichkeiten gibt, das zu psychologisieren, während es im Grunde darauf beruhen könnte, dass mein Gehirn nicht mehr so leistungsfähig ist wie früher. So, wie ich mich manchmal im Ausdruck vertue.:-(

Wolfgang

Das ist nicht gut. Definitiv nicht. Allerdings weiß man auch, dass Patient*innen im Zuge der Krankheitsbewältigung so reagieren können. Vor allem hat das ihre pflegeperson nicht verdient.
Ich hoffe dass ihre Frau Unterstützung hat.

Ich bin ja auch pflegebedürftig. An manchen Tagen sogar sehr.

Mein Leitmotto, habe ich mal hier im forum gefunden. Es lautet "you can't stop the waves, but you can learn to surf".

Heißt soviel wie, ich kann die Erschöpfungs-zustände nicht aufhalten, aber ich kann lernen damit umzugehen.

Das kann man an niemand anderen abgeben. Das muss man schon selbst machen.

Aber "ausrasten" ist unfair und ungerecht gegenüber der pflegeperson und geht gar nicht.

Das muss Ihnen klar sein.
Wenn Sie das nicht einsehen müssen Sie ins Pflegeheim.
Auch das muss Ihnen klar sein.

Es gibt keinen Freibrief aus der Eigenverantwortung.

Die Unbeherrschtheit: ein verstecktes Symptom der MS?

W.W. @, Samstag, 08.04.2023, 10:33 (vor 464 Tagen) @ fRAUb

Das ist nicht gut. Definitiv nicht. Allerdings weiß man auch, dass Patient*innen im Zuge der Krankheitsbewältigung so reagieren können. Vor allem hat das ihre pflegeperson nicht verdient.
Ich hoffe dass ihre Frau Unterstützung hat.

Ich bin ja auch pflegebedürftig. An manchen Tagen sogar sehr.

Mein Leitmotto, habe ich mal hier im forum gefunden. Es lautet "you can't stop the waves, but you can learn to surf".

Heißt soviel wie, ich kann die Erschöpfungs-zustände nicht aufhalten, aber ich kann lernen damit umzugehen.

Das kann man an niemand anderen abgeben. Das muss man schon selbst machen.

Aber "ausrasten" ist unfair und ungerecht gegenüber der pflegeperson und geht gar nicht.

Das muss Ihnen klar sein.
Wenn Sie das nicht einsehen müssen Sie ins Pflegeheim.
Auch das muss Ihnen klar sein.

Es gibt keinen Freibrief aus der Eigenverantwortung.

Darum habe ich ja geschrieben! Ich hoffte nur, anderen könnte es ähnlich gehen...:confused:

Wolfgang

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