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Mann ohne Gehirn besucht Krankenhaus. Was bedeutet das für MS? (Allgemeines)

agno @, Freitag, 21.04.2023, 21:38 (vor 460 Tagen)

https://scilogs.spektrum.de/hirn-und-weg/neuroplastizitaet-gedankenlesen-und-menschen-o...
"Südfrankreich im Jahr 2007. Ein 44-jähriger Mann besucht das Krankenhaus, weil ihn eine leichte Schwäche im linken Bein plagt. Als die Ärzte Bilder seiner Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) sehen, wird schnell klar, dass dieser Mann viel größere Probleme hat: ihm fehlen fast 90% seines Gehirns"

Was bedeutet das für die MS, die MS-Therapie, allgemein für ein Leben mit MS????
Anstelle einer Therapie zum Verwaltungsbeamten umschulen?
fragt sich agno

--
Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

Planlos geht der Plan los : 1000 Dank @agno

fRAUb, Samstag, 22.04.2023, 06:41 (vor 460 Tagen) @ agno

Lieber agno, 1000 Dank an dich, für deinen Hinweis auf die Neuroplastizität.

Ich habe ein konkretes Ziel. Das gleichzeitig ein Versprechen an den finnischen Nachbarn ist, von dem er (und seine Frau) aber nichts wissen.

Ich wusste nicht, wie ich es umsetzen kann, bis du heute morgen deinen Beitrag gepostet hast. Natürlich!

So fügt sich alles zusammen. Jetzt kommt noch eine dritte Komponente ins Spiel (meine Mutter und mein Stiefvater), deren Plan ebenfalls zeitnah umgesetzt werden muss und dann heißt es für mich :

Let's go!
Planlos geht der Plan los, denn der Weg ist das Ziel.

Danke, agno! :herzle:

Mann ohne Gehirn besucht Krankenhaus. Was bedeutet das für MS?

MO @, Zürich, Samstag, 22.04.2023, 11:10 (vor 459 Tagen) @ agno

Was bedeutet das für die MS, die MS-Therapie, allgemein für ein Leben mit MS????

Das Ganze verdeutlicht die Brutalität von MS: mit 10% gesundem Hirn kann man unauffällig leben wohingegen 100% MS-krankes Hirn ein selbständiges Leben verunmöglicht.

--
Ich liebe den Herbst, dank seinen kühleren Temperaturen erwacht mein Geist.

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Mann ohne Gehirn besucht Krankenhaus. Was bedeutet das für MS?

agno @, Samstag, 22.04.2023, 11:37 (vor 459 Tagen) @ MO

Was bedeutet das für die MS, die MS-Therapie, allgemein für ein Leben mit MS????


Das Ganze verdeutlicht die Brutalität von MS: mit 10% gesundem Hirn kann man unauffällig leben wohingegen 100% MS-krankes Hirn ein selbständiges Leben verunmöglicht.

Danke für deine Antwort!
Ich finde es spannend, wenn zwei Menschen den selben Artikel lesen und daraus gegensätzliche Schlussfolgerungen ziehen.

Ich dachte dass es doch spannend ist, was an normalem Leben möglich ist, wenn man schon ab der Kindheit lernt, sich mit wenigen Ressourcen effizient zu organisieren.
& dass eine gesellschaftliche Integration fast automatisch funktioniert, wenn Betroffene für ihre Mitmenschen gleichförmig-berechenbar bleiben.

und damit schließt sich der Kreis zum zweiten Teil (Gedankenlesen) des Artikels. Dass jeder Gedanken seine eigene Struktur hat und dass sich diese Struktur von Gehirn zu Gehirn unterscheidet.

lG agno

--
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ohne Gehirn ...

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Samstag, 22.04.2023, 12:51 (vor 459 Tagen) @ agno

.
Es gibt viele Hirnlose. :crying:

Im Regelfall braucht's gar kein MRT um das zu erkennen.

--
das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

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leben ohne das Gehirn zu strapazieren: Krankheit oder Weisheit?

agno @, Samstag, 22.04.2023, 13:36 (vor 459 Tagen) @ naseweis

rofl
Soweit ich mich erinnere, gab es bei Serienuntersuchungen relativ wenige Menschen ohne Gehirn allerdings soll es einen größeren Anteil geben, der seine Möglichkeiten nicht ausschöpft. Seltsamerweise habe ich nicht das Gefühl dass jene (Unterleister) darunter leiden.
liebe Grüße in den Frühling

--
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ohne das Gehirn zu strapazieren

sole, Samstag, 22.04.2023, 15:02 (vor 459 Tagen) @ agno

Seltsamerweise habe ich nicht das Gefühl dass jene (Unterleister) darunter leiden.
liebe Grüße in den Frühling

Das Umfeld leidet eventuell mehr,wenn es hirnlose Mitmenschen hat

Z.B. E-Roller-Falschparker
[image]

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Paris hat richtig entschieden

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Samstag, 22.04.2023, 15:14 (vor 459 Tagen) @ sole

.
Vive la France!

[image]

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/paris-e-scooter-verbot-101.html

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das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

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anregen zum nachdenken zu einer Umfrage ohne Hirn

agno @, Samstag, 22.04.2023, 18:49 (vor 459 Tagen) @ naseweis

Ich würde regelmäßige Trecker-Oldtimertreffen anregen :-D
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Fuenftes-Oldtimer-T...
Das "Dampfross" sieht aus wie ein Problemlöser :-D

ähm... kleiner Bogen zurück zu MO´s Anregung eine Mini-Umfrage:
https://www.beobachter.ch/gesellschaft/forschung-es-geht-auch-fast-ohne-hirn
Ist die Entdeckung der Möglichkeit, ohne Hirn unauffällig zu leben, für den MSler
a. depremierend oder
b. hoffnungsbringend oder
c. nix von alledem, sondern einfach nur skuril?

gruß agno

P.S.: Die Recherche zum Thema ist etwas skuril
Die Forscher meinen anders als die ersten Quellen :confused:
https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/themen-entdecken/theologie-und-religion/sy...
https://www.deutschlandfunk.de/ohne-hirn-ist-alles-nichts-100.html
"Wenn alle geistigen Fähigkeiten durch neuronale Aktivitäten determiniert, also ursächlich bestimmt sind, so manche Hirnforscher, dann sei Willensfreiheit eine Schimäre. Der Magdeburger Philosoph Michael Pauen unterstrich dagegen in Bad Godesberg, dass Freiheit vor allem die Fähigkeit sei, über sich selbst zu bestimmen. Dies aber würde durch die Behauptung der Hirnforscher, dass es keinen Geist, keine Überzeugung und keinen Wunsch ohne Gehirn gäbe, keineswegs in Frage gestellt."

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zum nachdenken anregen?

tournesol @, Samstag, 22.04.2023, 19:28 (vor 459 Tagen) @ agno

ähm... kleiner Bogen zurück zu MO´s Anregung eine Mini-Umfrage:
https://www.beobachter.ch/gesellschaft/forschung-es-geht-auch-fast-ohne-hirn
Ist die Entdeckung der Möglichkeit, ohne Hirn unauffällig zu leben, für den MSler
a. depremierend oder
b. hoffnungsbringend oder
c. nix von aedem, sondern einfach nur skuril?

Für fRAUb ist es offensichtlich hoffnungsbringend, für mich irrelevant.

zum nachdenken anregen?

fRAUb, Sonntag, 23.04.2023, 05:34 (vor 459 Tagen) @ tournesol

ähm... kleiner Bogen zurück zu MO´s Anregung eine Mini-Umfrage:
https://www.beobachter.ch/gesellschaft/forschung-es-geht-auch-fast-ohne-hirn
Ist die Entdeckung der Möglichkeit, ohne Hirn unauffällig zu leben, für den MSler
a. depremierend oder
b. hoffnungsbringend oder
c. nix von aedem, sondern einfach nur skuril?


Für fRAUb ist es offensichtlich hoffnungsbringend, für mich irrelevant.

Ja. Weil ich mich über einen längeren Zeitraum mit der neuroplastizität beschäftigt hatte - und mir das damals viel geholfen hatte.


Ich bin nur in den letzten Jahren nicht mehr dazu gekommen, bzw hab's irgendwann einfach vergessen.

Gut, dass agno das mit seinem Beitrag wieder in Erinnerung gerufen hat.

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zum nachdenken anregen?

agno @, Sonntag, 23.04.2023, 09:56 (vor 458 Tagen) @ fRAUb

Ja. Weil ich mich über einen längeren Zeitraum mit der neuroplastizität beschäftigt hatte - und mir das damals viel geholfen hatte.


Ich bin nur in den letzten Jahren nicht mehr dazu gekommen, bzw hab's irgendwann einfach vergessen.

Gut, dass agno das mit seinem Beitrag wieder in Erinnerung gerufen hat.

Nunja, mich persönlich inspirieren diese medizinischen Fachbegriffe eher weniger :-( Wobei ich der Überzeugung bin, dass individuelle Zugänge nicht wertend sind. ;-)

Inspirierend waren für mich die alten und gebrechlichen Menschen, die ihr Leben wuppen. Das bringt mich manchmal auf den Gedanken, dass ich als MSler vorwiegend unter "Wohlstandsverlust & Perspektivenknickvermutungen" leide. :-P

agno

--
Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

zum nachdenken anregen?

tournesol @, Sonntag, 23.04.2023, 11:25 (vor 458 Tagen) @ agno


Inspirierend waren für mich die alten und gebrechlichen Menschen, die ihr Leben wuppen. Das bringt mich manchmal auf den Gedanken, dass ich als MSler vorwiegend unter "Wohlstandsverlust & Perspektivenknickvermutungen" leide. :-P

agno

Immerhin können diese alten und gebrechlichen Menschen ihr Leben noch wuppen.

Was ist, wenn das nicht mehr geht und man als noch gar nicht so alter, aber gebrechlicher Mensch sein, auch vorher schon eingeschränktes, Leben eben nicht mehr wuppen kann und im Pflegeheim landet?

Das ist hart und hat nichts mit "Wohlstandsverlust und Perspektivenknickvermutung" zu tun.
Welche Perspektive hat dieser Mensch, helfen da Artikel über Menschen ohne Gehirn? Kann überhaupt irgendetwas helfen oder Hoffnung und Lebensmut geben?

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zum nachdenken anregen?

agno @, Sonntag, 23.04.2023, 11:33 (vor 458 Tagen) @ tournesol

Immerhin können diese alten und gebrechen Menschen ihr Leben noch wuppen.

Was ist, wenn das nicht mehr geht und man als noch gar nicht so alter, aber gebrechlicher Mensch sein, auch vorher schon eingeschränktes, Leben eben nicht mehr wuppen kann und im Pflegeheim landet?

Das ist hart und hat nichts mit "Wohlstandsverlust und Perspektivenknickvermutung" zu tun.
Welche Perspektive hat dieser Mensch, helfen da Artikel über Menschen ohne Gehirn? Kann überhaupt irgendetwas helfen oder Hoffnung und Lebensmut geben?

Du hast ja recht, aber....
Ursprünglich begann der Thread damit dass ich fragte, ob die Möglichkeit eines guten Leben mit nur wenig Hirnmasse, eine Bedeutung für die MS hat.
Für fRAUb ist es die Hoffnung. Ich profitiere eher von realen Beispielen. Im Endeffekt geht es um einen virtuellen Hebel, mit dem man sich wieder ins normal-chaotische Leben wuchtet. (denke ich)
Das negiert nicht die Möglichkeit dass es schief gehen kann. Ist auch kein hysterisches Scheinoptimismuslächeln.
agno

--
Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

zum nachdenken anregen?

fRAUb, Sonntag, 23.04.2023, 13:45 (vor 458 Tagen) @ agno

Immerhin können diese alten und gebrechen Menschen ihr Leben noch wuppen.

Was ist, wenn das nicht mehr geht und man als noch gar nicht so alter, aber gebrechlicher Mensch sein, auch vorher schon eingeschränktes, Leben eben nicht mehr wuppen kann und im Pflegeheim landet?

Das ist hart und hat nichts mit "Wohlstandsverlust und Perspektivenknickvermutung" zu tun.
Welche Perspektive hat dieser Mensch, helfen da Artikel über Menschen ohne Gehirn? Kann überhaupt irgendetwas helfen oder Hoffnung und Lebensmut geben?


Du hast ja recht, aber....
Ursprünglich begann der Thread damit dass ich fragte, ob die Möglichkeit eines guten Leben mit nur wenig Hirnmasse, eine Bedeutung für die MS hat.
Für fRAUb ist es die Hoffnung. Ich profitiere eher von realen Beispielen. Im Endeffekt geht es um einen virtuellen Hebel, mit dem man sich wieder ins normal-chaotische Leben wuchtet. (denke ich)
Das negiert nicht die Möglichkeit dass es schief gehen kann. Ist auch kein hysterisches Scheinoptimismuslächeln.
agno

Nein. Ist es nicht.
Mir hatte neuroplastizität einstmals sehr geholfen. Zumindest konnte ich über die schiene zwei Jahre lang nicht mehr rauchen.

Neuroplastizität ist eine Vorstellung von... Und dem Weg dorthin. Ich glaub, dass es irrelevant ist, ob man jemals ankommt. Wichtig ist den ersten Schritt auf den Weg dorthin zu tun. Das ist meine Erfahrung mit meinem eigenen neuroplastizitäts-experiment.

Man macht sich auf den Weg und von dem Moment an, wo man ihn geht, kann alles passieren.

Das war schon eine gute Erfahrung, damals.

Neuroplastizität ist, die alten, ausgetretenen Wege im Gehirn, die täglichen Routinen zu verlassen und neue Wege zu gehen.

Das nicht genutzte Potenzial der geistigen Leistungsfähigkeit entpuppt sich dabei als Dickicht im Dschungel auf dem man sich einen Weg frei schlägt.

Ach, ist vielleicht auch egal.

Jedenfalls bedanke ich mich nochmal sehr für den Beitrag.

Er hat mir gezeigt, dass ich das tohuwabohu um mich herum auch mal vergessen - und mich wieder mehr auf mich besinnen muss. Danke, dafür!

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zum Nachdenken anregen?

Zoe @, tieef im Weeeeesten, Sonntag, 23.04.2023, 18:26 (vor 458 Tagen) @ agno

Eine Kollegin (Mitte Fünfzig) hat mir einmal anvertraut, dass sie eine vorgeburtliche Gehirnblutung hatte und daher von Anfang an ihr Leben mit einem "halben Gehirn" lebt.. Sie ist sichtbar eingeschränkt in ihren Bewegungen, arbeitet aber teilzeit in einem recht anspruchvollen Beruf. Manchmal wird sie von einigen Kollegen belächelt, aber die haben ja keine Ahnung, was sie ausgleichen muss! Ich weiß kaum Details über ihre Situation, aber bewundere ihre Energie und Fröhlichkeit. Sie benötigt entsprechend ihrer Behinderung regelmäßige Physiotherapie.
Denken wir darüber nach, dass manches von außen problemloser wirkt als es ist.
Als ich mich vergangene Woche so richtig schlecht fühlte, "tröstete" eine junge Kollegin gut mütig, dass man mir das nicht ansieht... Ich hoffe es untergräbt nicht meine Glaubwürdigkeit...
Frühlingsgrüße in die Runde!
Zoe:wink:

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Still sitzend, nichts tuend, kommt der Frühling und das Gras wächst von allein.
Zhuangzi (chin. Philosoph und Dichter 365 - 290 v. Chr.)

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nachdenken darüber, dass manches von außen problemlos scheint.

agno @, Montag, 24.04.2023, 10:38 (vor 457 Tagen) @ Zoe

Danke flowers
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Frühlingsgrüße zurück
agno

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Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

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