An der Himmelspforte (Allgemeines)

Marc, (vor 3507 Tagen) @ W.W.

Wenn ich jetzt an die Himmelspforte treten müsste, und Petrus würde mich fragen, ob ich meine, ob alle diese Medikamente das Leid der MS-Betroffenen vermindert hätten..

In meinen Vorstellungen glaube ich nicht, dass Gott ihre Meinung zu immunmodulatorischen Therapien hören will.
Eher zunächst: "..was sie in ihrem Leben gemacht haben?" Und danach wohl: "..ob sie ihren Patienten auch geholfen haben?

In dem Augenblick könnte die Antwort eines ihrer Kollegen durchaus lauten: "Ich bin sicher dass ich ihnen geholfen habe weil ich viele Basistherapien verschrieben habe und ich auch überzeugt bin, dass diese ihnen geholfen haben."
Wie sie schon geschrieben haben, wäre das natürlich nicht ihre Antwort gewesen.

Ich behaupte jetzt mal, dass sie auch gewiss nicht alleine mit dieser Antwort wären. Zudem behaupte ich, daß eigentlich sehr wenige ihrer Kollegen anders als sie gedacht hätten - selbst wenn hier solches oft berichtet wird.
Warum bin ich zuversichtlich? Weil eigentlich jedem normaldenkenden wissenschaftlich ausgebildeten Menschen der Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität klar sein sollte.

Kausalitäten gibt es bei einer noch unerforschten Krankheit keine. Empirisch basierte Empfehlungen schon.
Eine Reduzierung von Patientengesprächen bei der MS auf "Nehmen sie diese oder jene Therapie damit es ihnen besser geht." würde also eine Kausalität vermuten lassen, die die Intelligenz beider Gesprächspartner stark in Frage stellen würde.

Ich will nicht ausschliessen, dass es solche Gespräche gibt oder gab. Ich denke nur, dass diese deutlich nuancierter verlaufen. Und viele auch deutlich individueller auf den Patienten zugeschnitten sind. Ich mag da Idealist sein. Zumindest habe ich es bisher nicht anders erlebt.

wenn ich Sie recht verstehe, läuft Ihr Beitrag auf die Frage hinaus, wie ich zur immunmodulatorischen oder immunsuppressorischen MS stehe

Ihre Einstellung hierzu mann man eigentlich aus ihren vielen Beiträgen erahnen. Danke, das sie sich nochmals die Mühe gemacht haben, diese etwas zu illustrieren. Glauben sie aber wirklich, dass "da draussen" immunmodulatorische bzw. immunsuppressive Therapien als das Ende der Fahnenstange gehandelt werden? Für bestimmte Pharmakonzerne, die aktuell damit Geld verdienen vielleicht. Aber doch nicht für die wirklichem Forscher. Oder?

Persönlich sehe ich diese Therapien ebenfalls bestenfalls als temporäre Lösung. Irgendwie so als ob - aus unerklärlichen Gründen - ein Feuer im Körper ausbricht, auf welches sich das Immunsystem - quasi als Feuerwehr - stürzt, leider eben zu stark. Was machen die gängigen Therapien dann? Einfach den Druck im Schlauch verringern oder den Löschschaum verdünnen. Das kann natürlich helfen, um die Kollateralschäden zu veringern, löscht das eigentliche Feuer aber nicht. Das kann dann ein Leben lang weiter brennen...

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