das Ende der abhängigen Lohnarbeit (Allgemeines)
Freie Zeiteinteilung ist aber bei mir der erzwungenen Krafteinteilung gewichen.
Von der Lohnknechtschaft in die Schwäche- und Behinderungsknechtschaft.
Exakt so gehts mir auch.
Es ist nicht so, dass mir die abhängige Lohnarbeit stets nur Verdruß bereitet hätte.
Ich hatte eine Karriere gestartet in meinem Wunschberuf. Ich war nicht verbissen, aber habe ganz schön rangeklotzt. Natürlich wars oft auch Stress, aber unterm Strich hatte ich Freude an meinem Beruf.
Dann kam die berufliche Krise, die etliche Monate dauerte. Sie weitete sich aus, wurde ein bißchen zum Teufelskreis. Hier zeigten sich schon die ersten deutlichen gesundheitlichen Störungen. Der (schwarze?) Psychosomatiker würde sagen, ja, die ersten Anzeichen, so sollte es nicht weitergehen. In dieser Krise ging es mir bescheiden, ich erwähnte es bereits.
Dann hebelte mich ein Mega-Schub da hinaus. Eine weitere Karriere mit so einer Erkrankung an der Backe war fraglich. Den Stress durch die berufliche Krise war ich so erst mal los. Aber es platzten auch Lebensträume, und natürlich stellte sich auch die Frage, wie es finanziell weitergeht.
Jetzt bin ich nicht mehr berufstätig. Es waren einfach zu viele und auch harte Schübe bei mir. Sollte sich mein gesundheitlicher Zustand stabilisieren, schließe ich nicht aus, wieder mal einen (kleinen) Job zu machen. Sag niemals nie.
Mit dem Beruf ist es wie mit einer Ehe. Läuft es gut, so ist es eine Unterstützung in vielerlei Hinsicht. Wenn die Probleme zu groß werden, kann es zur persönlichen Hölle werden und einen kaputt machen.