Eintrittskarte im "Psycho"-Club mit Emotionen & überschießenden Autoimmunprozessen? (Therapien)
Man könnte sagen, es passe nicht so richtig, aber ich finge, es passt doch.
Eben unterhielt ich mich im Café Vetter mit meinem Freund. Er berichtete von einem Nachbarn (etwa 70 Jahre), der seit Monaten in eine Depression verfallen sein. (Mein Freund ist Psychiater von altem Schrot und Korn und glaubt an "echte" Depressionen, die früher auch endogene Depressionen genannt wurden.)
Der Nachbar war Ingenieur bei der Bundesbahn und immer 150%ig. Er sei vor einigen Monaten, nachdem er noch freiwillig in Teilzeit weitergearbeitet habe, pensioniert worden. Er habe ihn ab und zu um Rat gefragt, wenn er ein technisches Problem gehabt habe, aber sein Nachbar habe spürbar empfindlich darauf reagiert, wenn er seinen Rat nicht voll und ganz umgesetzt habe, darum habe er ihn immer seltener gefragt.
Seine beiden Söhne hätten auf dem Grundstück rechts und links vom Vater eigene Häuser für sich und ihre Familien gebaut, seien aber vor 1 bzw. 2 Jahren woanders hin gezogen. Seine Frau sei eigentlich sehr nett, aber noch vom alten Typ und habe sich aber daran gewöhnt, dass ihr Mann rechthaberisch sei. Jetzt habe sie sich auch wegen der Depression ihres Mannes mehr und mehr zurückgezogen.
Das war die Geschichte, und wir sprachen über Krankheitsentitäten und endogene Depression, die nach der Lehrmeinung keine wirkliche Ursache haben.
Ich finde ja, man muss kein großer Psychotherapeut sein, um zu sehen, was los ist. Der Psychotherapeut, der ihn aktuell behandelt, ist der Ansicht, er leide unter episodischen Depressionen, weil sei Zwillimngsbruder bei der Geburt gestorben sei.
W.W.