Acetylcholin Neurotransmitter zur Skelettmuskulatur (Allgemeines)

Wiggi, (vor 3766 Tagen) @ Philipp

Kennst du die Therapie von Birgitta Brunes, einer schwedischen Ärztin, die unter anderem auch mit Neurotransmittern bei MS arbeitet?

Sie bezieht sich auf Kerstin Berne-Fromell, die 1987 in der Zeitschrift Medical Hypotheses folgenden Artikel vorlegte: Is multiple sclerosis the equivalent of Parkinson's disease for Noradrenaline?"

Die Theorie ist, dass jemand mit MS durch Stress und ungewöhnlich hohe Arbeitsbelastung in einem Zustand der Erschöpfung landet, die der Körper nicht mehr bewältigen kann. Die wechselnden Symptome, die entstehen, beruhen laut Berne-Fromell auf einem Noradrenalinmangel. Später kam sie zu der Schlussfolgerung, dass auch die Signalsubstanzen Dopamin und Acetylcholin aus dem Gleichgewicht geraten sind.

Vor allem scheint es auf die Balance zwischen Noradrenalin und Acetylcholin anzukommen. Wenn der Noradrenalspiegel sinkt und der Acetylcholinspiegel im Verhältnis zu hoch wird, kommt es zu Symptomen wie Müdigkeit, Muskelschwäche, Depression, dazu Wadenkrämpfe, Ziehen der Sehnen, Muskelzuckungen, zu viel Speichel im Mund, Schwitzen, Wärmeempfindlichkeit, verschwommenes Sehen etc. etc.

Wenn Acetylcholin im Verhältnis zu gering ist, kommt es zu anderen, teils entgegengesetzten Symptomen wie Mundtrockenheit, Schluckschwierigkeitenn, Verstopfung, Schwierigkeiten, sich zu entspannen, beschleunigter Puls etc.

Dazu kommen noch die anderen Neurotransmitter, wie Dopamin und Serotonin. Alle müssen in Balance sein.

Ich muss ihr Buch noch mal lesen, jetzt erscheint es mir wieder in einem neuen Licht. Könnte sehr interessant sein. So viel ich weiß, hat Brunes selbst MS. Ich habe lange nichts von ihr gehört. Zu ihrer Therapie noch Psychotherapie und Entgiftung.

Bevor ich mehr sage, lese ich erst mal das Buch.

Wiggi

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