Natalizumab und äh ... "Motto" (Therapien)

IceUrmel, (vor 3307 Tagen) @ Boggy

Hallo Boggy,

ich war von dem Motto auch irritiert, bin aber dann zu dem Schluss gekommen, dass es für frisch Diagnostizierte und/oder Leicht(er)betroffene gar nicht schlecht ist.

Wenn ich daran denke, wie viele Menschen glauben mit MS sei das Leben vorbei ist dieser Blickwinkel nicht so übel. Und für jeden ein gleichermaßen zutreffendes Motto zu finden halte ich angesichts der vielen unterschiedlichen Ausprägungen dieser Erkrankung für fast unmöglich.

Den Artikel habe ich gelesen und kann nur sagen: Prost Mahlzeit!

Da stimmt mal wieder gar nichts in Bezug auf die PML-Problematik. Neben dem von Dir zitierten Zeilen finde ich dies äußerst bemerkenswert: „Ebenfalls kritisch sehen die Autoren die strikte Risikobewertung auf Grundlage der Behandlungsdauer.

Der praxisübliche Algorithmus führe demnach zusätzlich dazu, dass das PML-Risiko unterschätzt werde. Denn er definiert für Patienten, die 48 Monate lang mit Natalizumab behandelt werden, ein genauso hohes Risiko wie für Patienten nach 25-monatiger Behandlung. „Dies ist jedoch aus zweierlei Hinsicht nicht richtig: Erstens steigt das statistische PML-Risiko mit jeder zusätzlichen Infusion sukzessive an. Zweitens wurden die Studiendaten 2012 nicht korrekt ausgelesen, weil Patienten, die die Therapie beispielsweise nur bis zum 26. Monat erhielten, so betrachtet wurden, als hätten sie diese über den gesamten beobachteten Zeitraum von 48 Monaten erhalten“, so Prof. Dr. Nicholas Schwab von der Neurologischen Klinik der Universität Münster, Studienleiter und Erstautor des Artikels.

Das kumulative Risiko sei daher ausschlaggebend. Darüber hinaus inkludierten derzeitige Risikoberechnungen auch Kurzzeitpatienten. Diese haben jedoch generell ein geringeres PML-Risiko und verzerrten so die Statistik zugunsten einer insgesamt niedrigeren Risikobewertung.“

Klarer Fall von vorsätzlicher Schönung, aber das kennen wir ja.

Liebe Grüße

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