Abschluß (Therapien)
Die Probleme entstehen auf den konkreteren Ebenen "darunter". Wenn über konkrete Einflüsse von konkreten psychischen Prozessen auf konkrete körperliche Vorgänge (und umgekehrt) Aussagen gemacht werden sollen; über die möglichen Wirkungen und Wechselwirkungen.
Lieber Boggy, für meinen Geschmack verkomplizierst du die Sache unnötig.
Liebe Nalini, nein, die Sache ist kompliziert, höchst komplex, und zwar genau dann, wenn die tatsächliche, alltägliche Lebenswelt von Menschen in ihrem Umfeld in den Blick genommen wird. Erst dort wird ein Schuh draus.
Wohlgemerkt, für meinen Geschmack, andere mögen dies anders sehen. Man kann für ein Modell immer noch mehr Ebenen fordern, Unterebenen, Zwischenebenen,
Aber es geht hier nicht um ein Modell; sondern um die tatsächliche, alltägliche Lebenswelt von Menschen in ihrem Umfeld.
In ganz konkreten Lebens- und Erkrankungssituationen mit ganz kokreten, unterschiedlichen Erkrankungen. Und was man gesichert darüber aussagen kann, und wie hilfreich das tatsächlich ist, oder nicht.
Schubert spricht für mich eine klare Sprache, und seine Aussagen sind für mich spontan plausibel. Ich traue ihm gewisse intellektuelle Fähigkeiten zu, denn immerhin präsentiert er sich nicht als Wunderheiler, sondern arbeitet als Professor Dr. Dr. an der Uni Innsbruck.
Weder eine klare Sprache noch eine Professur sind für mich Garant für irgendwas.
Was seine psychoneuroimmunologische Forschung betrifft, das kann ich nicht beurteilen. Dazu müßte ich mich ja tiefer einarbeiten, was ich nicht will.
So so tzz tzz, nicht damit auseinandersetzen wollen, aber urteilen ... Vorurteile?!?![]()
Bitte vollständig zitieren:
... Wir kommen dabei wieder auf die so oft hier diskutierte Frage der Zuverlässigkeit von Studien, und welche Aussagen man berechtigter Weise daraus ableiten kann, und welche nicht usw.
Das ist von ganz entscheidender Bedeutung.
Weder Herr Schubert noch seine Forschung und seine Aussagen sind geeignet, mich meine kostbaren Kräft dafür verbrauchen zu lassen ... Und nur auf Herrn Schubert zu schauen, wäre obendrein wohl zu kurz gegriffen. Man muß z.B. auch der Frage nachgehen, was ist in bezug auf seine Publikationen strittig. usw.
Daß Stress und psychische Belastungen negativ aufs Immunsystem wirken, ist fast schon eine Allerweltsaussage.
Die entscheidende Frage ist, was für Schlüsse werden daraus gezogen,
und was für Schlüsse können daraus überhaupt gezogen werden?
Was macht ein einzelner Mensch in einer komplexen Lebenssituation, in der er viele Faktoren, die sein Leben beeinflussen, gar nicht unter Kontrolle hat, und auch gar nicht haben kann?!
Zu Herrn Schubert in Therapie gehen?
Ich fürchte, wir müssen das einfach mal so stehen lassen, in friedlicher Koexistenz
Aber sicher, ganz friedlich ...
Gruß
Boggy
P.S. Grundsätzlich sind alle Studien, die harte, medizinische Daten mit der Psyche und psychischem Geschehen verbinden, mit äußerst kritischer Distanz und Achtsamkeit zu betrachten. Weil die "Psyche" sich eben nicht "hart" messen läßt. Die ganze Problematik eröffnet sich, wenn wir uns die Probleme der Psychotherapieforschung ansehen.
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Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.