Datensammlung zur MS (Allgemeines)
Naja, EdithE,
die (meist kleinen) Sickerblutungen ---> Eisenablagerungen im ZNS brauchen eine Grundlage, nämlich die entzündeten kleinen Venen, die dadurch offenbar "brüchig" und - unter bestimmten Bedingungen - "undicht" werden.
Die Grundlage für die Entzündung ist bei G.Steiner zu finden:
1928: http://link.springer.com/article/10.1007%2FBF01660136#page-1
1931: http://link.springer.com/book/10.1007%2F978-3-662-28529-9
http://www.amazon.de/Krankheitserreger-Gewebsbefund-bei-Multipler-Sklerose/dp/3662270501
1962: http://link.springer.com/book/10.1007%2F978-3-642-87571-7
(Das war jetzt eine "Welturaufführung": 3 wichtige G.Steiner-Quellen über 34 Jahre mit Links an einem Platz.)
Ich habe ja den Verdacht, daß Husten eine weitere Ursache ist: Dadurch gibt es einen Durckanstieg in den Venen, der sich als Welle sicherlich rückwärts bis ins ZNS fortsetzt und dann eine stark geschädigte kleine Vene zum "Platzen" bringen könnte.
Rauchen ist nachweislich schädlich hinsichtlich MS: ob dabei Raucherhusten eine wesentliche Rolle spielt? (Erkältungen / grippale Infekte können MS-Schübe auslösen: evtl. - auch - durch Hustenstöße?)
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Generell: bei den Neurologen scheint die Rolle von Eisen im ZNS bei der MS und der Neurodegeneration noch gar nicht "angekommen" zu sein - die wissen davon wohl GAR NICHTS. (Ich kann mir - interessehalber - den "Luxus" leisten, mich in bestimmte Teilgebiete der Forschung zu vertiefen, zumal ich als Schüler ein Jahr in den USA war und seither mein Englisch immer weiter in Richtung med. Fachsprache erweitert habe.)
Der ?Naturwissenschaftler Prof. Hans Lassmann / Wien ist der einzige mir bekannte deutschsprachige Neuropathologe, der sich für die Rolle von Eisen bei der MS interessiert. (Aber das geht alles in die Richtung Molekular- und Zellbiologie, SEHR weit weg von der Klinik, von denkbaren praktischen Anwendungen zum Nutzen der MS-Kranken.)
Ich fürchte, Gutachter in einem Med.-Schadensprozess würden die Haus- und Fachärzte immer entlasten / entschuldigen: solche "speziellen" Dinge könnten die nicht wissen, das könne man nicht von ihren verlangen. (Meine Spekulation, ich habe auf dem Gebiet keine Erfahrung.)
Aber wie soll sich an diesem Zustand je etwas ändern? Ich habe vor 2..3 Monaten an die DMSG (bzw. AMSEL, die es weiterleitete) geschrieben, sie sollten Daten zum Eisenstoffwechsel in ihre große MS-Patientendatenbank aufnehmen: Das wurde brüsk, in ziemlich unfreundlichem Ton zurückgewiesen (statt vielleicht zu antworten, ich könne / solle das mit dem Beiratsmitglied XYZ diskutieren...).
Nein: Sie lassen keine Bereitschaft erkennen, in Sachen MS-Ursachenklärung auch nur kleine Schritte nach vorn zu machen.
chen-man