Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?) (Allgemeines)

Boggy, (vor 2989 Tagen)

Ich möchte mein persönliches (vorläufiges), stark zusammengefaßtes, Fazit ziehen.
Zu den Themen MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?) (man könnte auch "Lebensbedingungen" sagen), und zu Stress (?) oder mögliche psychischen Faktoren (?):

Es handelt sich dabei nur um Randbedingungen der Krankheit!

Diese Randbedingungen sind NICHT URSÄCHLICH für die MS.

Das Hauptargument: Wären sie ursächlich für die MS, dann müßten so viel mehr Menschen MS haben;
denn viele Millionen von Menschen haben eine ähnliche Ernährung, leben in derselben Zivilisation, unter ähnlichen Lebensbedingungen, unterliegen ähnlichem Stress oder haben ähnliche psychische Strukturen ausgebildet.

Es kann also z.B. nicht sein, daß "falsche" Ernährung (was immer das auch sein mag) die Ursache für MS ist, wenn Millionen von Menschen sich in ähnlicher Weise ernähren, aber nur rund 200 000 an MS erkranken.

Ich sehe hier einen Hype um Ernährung und "Lebensstil" usw., aus welchen persönlichen Interessen, Glaubensüberzeugungen und Ideologien das auch immer geschieht.
Eine ungerechtfertigte Überbetonung und Übertreibung von etwas, das nach meiner Einschätzung eher Randbedingungen von Krankheit/MS sein könnten.
Es ist nach meiner Einschätzung eine bewußte oder unbewußte Irreführung, diese Themen in der Diskussion um Ursachen der MS dermaßen zu betonen.
Es gibt eine Einseitigkeit und Voreingenommenheit durch persönliche Interessen, Glaubensüberzeugungen und Ideologien, die die Forschungen prägen, ebenso wie die Diskussionen. Die Vorläufigkeit und Ungesicherheit von Ergebnissen kommt dabei nicht mehr ausreichend zum Tragen. Oft wird sie sogar noch verschleiert und verdeckt.
Das gilt ebenfalls für die Einseitigkeit der Blickrichtung. Ernährung, Lebensstil, Psyche etc. werden zu den üblichen Verdächtigen.
Das bisher Gesagte betrifft die Ursachen.

Ob wir,
und wenn ja,
wieweit wir, den Verlauf der MS, wenn wir sie einmal haben, durch unterschiedliche Maßnahmen, tatsächlich beeinflussen können - lindern, stabilisieren, usw., ist für mich eine offene Frage.
Und alles, was ich kenne, läuft unter genau demselben Thema: Vorläufigkeit und Ungesicherheit, bei gleichzeitigen Überbetonungen, Voreingenommenheiten, und Verengungen des Blickfelds.
Und manchmal auch unter dem Thema der Irreführung und der Manipulation aus persönlichen oder anderen Interessen, Glaubensüberzeugungen und Ideologien heraus.

Einen Weg mit der MS zu finden, ist nicht leicht. Und wir alle tun unser Bestes, weil wir leben wollen.

Gruß
Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

Karo, (vor 2989 Tagen) @ Boggy

Klick mal hier, Boggy:

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/positives-denken-kann-krebs-nicht-heilen-a-11...

Ehrlich, ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll, wenn ich Überschriften wie Positives Denken kann Krebs nicht besiegen lese. Da werden tatsächlich noch Studien aufgelegt, die dann zu dem ganz erstaunlichen Ergebnis kommen, dass positives Denken zwar das Wohlbefinden beeinflussen kann, nicht aber den Krankheitsverlauf.

Der soziale Zwang zum Positivdenken kann natürlich Stress bedeuten, ähnlich ist das auch bei MS.

Lebensstildebatten hat es auch schon im 18. Jahrhundert gegeben, siehe die Zeitschrift Der unterhaltende Arzt, die ich neulich verlinkt habe. Damals zählten halt "Coffee" und "italiänisches Eis" zu den üblichen Verdächtigen, war für Körpersäfte und Tugend sehr gefährlich. Und natürlich die Romanliteratur (Suchtpotenzial, aber nur für lesende Frauen).

Der Terminus "Zivilisationskrankheit" scheint eine interessante Geschichte zu haben, der ich gerne nachgehen würde, wenn ich Zeit und Kraft hätte: "Erstmals verwendet wurde der im ausgehenden 19. Jahrhundert entstandene Begriff der Zivilisationskrankheit als Bezeichnung für die Neurasthenie vom New Yorker Neurologen George M. Beard." https://de.wikipedia.org/wiki/Zivilisationskrankheit

Neurasthenie war so eine Modediagnose mit tausend Gesichtern, viele Männer haben sich im Ersten Weltkrieg wegen Neurathenie kriegsdienstuntauglich schreiben lassen.

flowers

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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

Boggy, (vor 2989 Tagen) @ Karo

Danke, Karo!
Ein erhellender (Aufklärung at its best ;-) ) Beitrag und eine ebensolche Eränzung.
Das freut den alten Boggy. :-)
flowers
Gute Grüße
flowers

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

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Civilisationskrankheit ...

Karo, (vor 2989 Tagen) @ Boggy

Danke, Karo!
Ein erhellender (Aufklärung at its best ;-) ) Beitrag und eine ebensolche Eränzung.
Das freut den alten Boggy. :-)
flowers
Gute Grüße
flowers

Als ob ich's nicht geahnt hätte: Zivilisationskrankheiten gibt es nicht erst seit der Erfindung der Neurasthenie (Beard, 1880), sondern schon deutlich früher.

Ich habe eben mal Civilisationskrankheit gegoogelt ...

Ich höre jetzt aber auf damit ... man muss auch loslassen können ...

:-)

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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

Floyd, Hannover, (vor 2989 Tagen) @ Boggy

So sehe ich das auch, Ursachen sind das alles nicht.
Es werden MS-Symptome ggf. dadurch eskaliert.
Solange die MS-Ursache nicht geklärt ist bleibt MS nicht behandelbar, bestenfalls können Randbereiche oder Symptome verringert werden.
:kerze:

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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

Boggy, (vor 2989 Tagen) @ Floyd

Danke Dir!
Freue mich über unsere Übereinstimmung.
:-)
Gruß
Boggy
flowers

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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

agno, (vor 2989 Tagen) @ Boggy

Lieber Boogy
Fazit???
Was ist nun mit Japan?

Möglichkeit 1: Weniger emotionaler Stress?
Möglichkeit 2: Andere Ernährung?
Möglichkeit 3: Falsche Zahlen?
Möglichkeit 4: MS versteckt sich hinter der katastrophalen Selbstmordrate?

fragt sich agno

--
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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

Boggy, (vor 2989 Tagen) @ agno

Lieber Boogy
Fazit???

Lieber agno,
"persönliches (vorläufiges), stark zusammengefaßtes, Fazit", s.o.

Was ist nun mit Japan?

Ich weiß es nicht. Und ich halte die Frage für nicht geklärt.

Gruß
Boggy

--
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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

motorschiffbesitzer, (vor 2989 Tagen) @ agno

katastrophalen Selbstmordrate?

Was ist eine katastrophale Selbstmordrate? Hoch oder gering?;-)

--
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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

agno, (vor 2988 Tagen) @ motorschiffbesitzer

katastrophalen Selbstmordrate?

Was ist katastrophal?

https://sumikai.com/japan/gesellschaft/suizid-in-japan-ruecklaeufige-selbstmordrate-dan...
...Verhältnis der Selbstmorde zu je Hunderttausend Menschen.
Litauen 30,8 Menschen auf Platz 1,
Südkorea (28,5)
Surinam (24,2)
Unter den großen Volkwirtschaften führt Russland mit 21,8.
Deutschland 12,6...

Sorry, das verändert die MS-Statistik nicht.
Gruß agno

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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

Jakobine, (vor 2989 Tagen) @ Floyd

Hallo,
ich sehe ich das ähnlich, die Ernährung ist seit einiger Zeit ein Hype und bei manchen, könnte man meinen, ein Religionsersatz. Auch denken die Kranken, das wäre eine Stellschraube, an der man drehen könnte, um sich besser zu fühlen. Wenn es klappt, auch über den Placebo-Effekt, ist das völlig in Ordnung.
Allerdings was die Darmgesundheit betrifft, viele der Darmbakterien sind noch nicht erforscht, hat die Ernährung sicher Einfluss auf das Wohlbefinden. Ob sie auf die MS und ihren Verlauf Einfluss hat, kann ich nicht beurteilen, da ich keine Ernährugsumstellung praktiziert habe. Ich versuche mich eingermaßen "gesund" zu ernähren (Mischkost, wenn es geht mediteran). Alles andere überlasse ich anderen, das kann ich in meinem Freundeskreis gut beobachten.
Auch ist die Lebensstildebatte meines Wissens auch modisch, ich will nicht sagen, dass sie früher nicht da war, aber das Thema "Wellness und Gesundheit" wurde wie so vieles aus Amerika importiert und danach hatte die deutsche Tourismusbranche wieder mal ein neues Geschäftsfeld und andere auch. Die Qualität der Welness-Angebote läßt in der Regel zu wünschen übrig, aber die Kassen klingeln (Ich konnte den Bereich beforschen).
Da wir uns vor der Zilvilation mit all ihren Kosequenzen nicht schützen können, ist immer noch die Frage warum es die einen erwischt und die anderen nicht? Grüße Jakobine

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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

Faxe, (vor 2989 Tagen) @ Boggy

Das Hauptargument: Wären sie ursächlich für die MS, dann müßten so viel mehr Menschen MS haben;
denn viele Millionen von Menschen haben eine ähnliche Ernährung, leben in derselben Zivilisation, unter ähnlichen Lebensbedingungen, unterliegen ähnlichem Stress oder haben ähnliche psychische Strukturen ausgebildet.

Nicht jeder Körper reagiert gleich empfindlich auf schlechte Bedingungen.

Du machst es dir viel zu einfach mit deiner "alle oder keiner" Einstellung.

Dann müsste jeder Raucher Lungenkrebs haben und jeder Trinker an Leberversagen sterben.

Fakt ist, es werden immer mehr Diagnosen MS gestellt. Die Diagnostik wird immer besser und die Umwelt immer schlimmer (Stress, Hektik, Gifte, Ernährung, usw.).

Die Mischung aus beiden ist die Ursache der Zivilisationskrankheit MS. Da Diagnostik nicht Ursache sein kann weil ich erst bei Ausfällen/Symptomen damit beginne bleibt nur das andere.

Dazu kommt das ich im Laufe der Jahre langsam immer kranker werde obwohl ich nicht so bescheuert bin und ständig ins MRT renne sondern Ärzte lieber meide.

--
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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

motorschiffbesitzer, (vor 2989 Tagen) @ Faxe

Zivilisationskrankheit MS

Ist die "Zivilisationspopulation" so klein, dass man bei der MS ruhigen Gewissens von Zivilisationskrankheit (ähnlich Übergewicht) reden kann?

Ich glaube nein!

--
Syntax error on line 1492

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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

Boggy, (vor 2989 Tagen) @ Faxe

Das Hauptargument: Wären sie ursächlich für die MS, dann müßten so viel mehr Menschen MS haben;
denn viele Millionen von Menschen haben eine ähnliche Ernährung, leben in derselben Zivilisation, unter ähnlichen Lebensbedingungen, unterliegen ähnlichem Stress oder haben ähnliche psychische Strukturen ausgebildet.


Nicht jeder Körper reagiert gleich empfindlich auf schlechte Bedingungen.

Ja, natürlich. Das ist ja der Punkt: es sind Randbedingungen, zusätzliche Bedingungen, die die Enstehung von MS eventuell begünstigen; aber nur, wenn die Ursache vorhanden ist.


Du machst es dir viel zu einfach mit deiner "alle oder keiner" Einstellung.

Dann müsste jeder Raucher Lungenkrebs haben und jeder Trinker an Leberversagen sterben.

Nein, nein. Das ist ein Mßverständnis. s.o.

Du bekommst die Grippe nur, wenn Du das Virus mitkriegst (Ursache); wie die Grippe dann verläuft, hängt von den Randbedingungen / zusätzlich begünstigenden Bedingungen ab. Du kannst ein noch so schlechtes Immunssystem haben, solange Du kein Virus mitbekommst (Ursache), bekommst Du auch keine Grippe.

Dazu kommt das ich im Laufe der Jahre langsam immer kranker werde obwohl ich nicht so bescheuert bin und ständig ins MRT renne sondern Ärzte lieber meide.

Nun, mir geht es ja ähnlich. Über die Jahre hat sich meine MS langsam aber sicher weiter verschlechtert.

Alles Gute!
Gruß
Boggy
flowers

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Ade!

Boggy, (vor 2989 Tagen) @ Boggy

Ich muß mich nun erstmal verabschieden, und mich zurückziehen.
An alle, auch die, die vielleicht noch Beiträge schreiben wollen, mein herzliches Danke.
flowers
Gruß
Boggy

--
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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

IceUrmel, (vor 2989 Tagen) @ Boggy

Lieber Boggy und @ all,

auch wenn mich manchmal der Ärger packt, sobald ich die ewig gleichen Thesen lese, bin ich der Meinung es ist legitim sich eine Erklärung zurechtzulegen, wenn es das Leben mit einer Erkrankung tatsächlich irgendwie leichter macht.

Dies betrifft allerdings nur die Erkrankten selbst, die sich so ihr Narrativ schaffen (danke Karo!) und auch nur wenn es sie nicht von Maßnahmen abhält, die nachweislich eine Gesundung fördern würden.

Äußern Mediziner, Wissenschaftler oder andere der Unvoreingenommenheit Verpflichtete eine völlig unbewiesene Hypothese und verteidigen diese vehement gegen jedwedes Argument hat das für mich eine andere Qualität - insbesondere dann, wenn diese These dann auch noch für allgemeingültig erklärt wird.

Wo ersteres die Patienten menschlich erscheinen lässt und vielleicht höchstens etwas nervig ist, gerät bei letzterem eine gefährliche Komponente hinzu. Die Vorbildfunktion respektive der Glaubwürdigkeitscharakter, den viele Menschen Medizinern, Wissenschaftlern etc. qua Titel oder „Amt“ zumessen. Aus gutem Grund wird für dubiose Produkte gern mit „Weißkittel“ geworben.

Und spätestens hier ist dann auch für mich Schluss mit lustig. Von Menschen, die es besser wissen müssten, erwarte ich, dass sie sich auch dementsprechend verhalten. Tun sie es nicht, sollte man ihnen argumentativ immer wieder entgegentreten, so wie Du, lieber Boggy, nicht müde wirst es zu tun.

Selbstverständlich kann man der Meinung sein, dass negativer Stress, Überlastung, Ernährung etc. pp. Auswirkungen auf das Krankheitsgeschehen haben und ich empfehle jedem, auszuprobieren, ob er/sie bei Lebensstiländerungen Besserungen feststellen kann.

Warum soll man denn nicht experimentieren? Ich selbst habe das in der Vergangenheit zig Mal getan und werde dies wann immer ich es für richtig halte wieder tun.

Aber den Anspruch der Allgemeingültigkeit nur aufgrund einer (wenn auch festen) Überzeugung zu erheben, erfüllt für mich den Tatbestand der Scharlatanerie. Und darauf reagiere ich allergisch.

LG

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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

Faxe, (vor 2988 Tagen) @ IceUrmel

auch wenn mich manchmal der Ärger packt, sobald ich die ewig gleichen Thesen lese, bin ich der Meinung es ist legitim sich eine Erklärung zurechtzulegen, wenn es das Leben mit einer Erkrankung tatsächlich irgendwie leichter macht.

Sag doch bitte gleich deutlich dass du alle Theorien die nicht deinem Bild entsprechend für Ausreden und Schönrederei hältst mit der sich Andersdenkende die Welt gestalten.

Dies betrifft allerdings nur die Erkrankten selbst, die sich so ihr Narrativ schaffen (danke Karo!) und auch nur wenn es sie nicht von Maßnahmen abhält, die nachweislich eine Gesundung fördern würden.

Nö, jeder, auch Ärzte dürfen eine Meinung haben und die vertreten. Es obliegt dem Leser/Zuhörer zu entscheiden ob er es glaubt oder ablehnt.

Äußern Mediziner, Wissenschaftler oder andere der Unvoreingenommenheit Verpflichtete eine völlig unbewiesene Hypothese und verteidigen diese vehement gegen jedwedes Argument hat das für mich eine andere Qualität - insbesondere dann, wenn diese These dann auch noch für allgemeingültig erklärt wird.

Ok, dir wäre es lieber diese Mitmenschen würden sich an Leitlinien halten und nicht selber denken? Eine Runde BT für alle oder?

Wo ersteres die Patienten menschlich erscheinen lässt und vielleicht höchstens etwas nervig ist, gerät bei letzterem eine gefährliche Komponente hinzu. Die Vorbildfunktion respektive der Glaubwürdigkeitscharakter, den viele Menschen Medizinern, Wissenschaftlern etc. qua Titel oder „Amt“ zumessen. Aus gutem Grund wird für dubiose Produkte gern mit „Weißkittel“ geworben.

Wenn es dich nervt andere Meinungen zu lesen tu es einfach nicht.

Und spätestens hier ist dann auch für mich Schluss mit lustig. Von Menschen, die es besser wissen müssten, erwarte ich, dass sie sich auch dementsprechend verhalten. Tun sie es nicht, sollte man ihnen argumentativ immer wieder entgegentreten, so wie Du, lieber Boggy, nicht müde wirst es zu tun.

Bedeutet das jetzt wenn ich hier eine andere Meinung vertrete hab ich keine Ahnung und kann es ja nicht besser wissen?

Selbstverständlich kann man der Meinung sein, dass negativer Stress, Überlastung, Ernährung etc. pp. Auswirkungen auf das Krankheitsgeschehen haben und ich empfehle jedem, auszuprobieren, ob er/sie bei Lebensstiländerungen Besserungen feststellen kann.

Ja, kann man, muss man aber nicht. Da stimme ich mal zu.

Aber den Anspruch der Allgemeingültigkeit nur aufgrund einer (wenn auch festen) Überzeugung zu erheben, erfüllt für mich den Tatbestand der Scharlatanerie. Und darauf reagiere ich allergisch.

Wer hat diesen Anspruch wo erhoben in diesem Forum?

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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

IceUrmel, (vor 2988 Tagen) @ Faxe

Hallo Faxe,

also der Reihe nach:

1. Wenn ich alle Theorien die nicht meinem Bild entsprechen für Ausreden und Schönrederei hielte mit der sich Andersdenkende die Welt gestalten, würde ich das auch so sagen.

2. Nicht die eigene Meinung ist Gegenstand meines Einwands, sondern der Umstand, dass Meinung als Gesetzmäßigkeit verkauft wird.

3. Dein Bespiel Leitlinien passt perfekt in meine Argumentation, da dort auf oftmals fragwürdiger methodischer Grundlage verordnet wird und nicht entsprechend objektiver wissenschaftlicher Erkenntnisse (z.B. nur vermeintliche Evidenz, da unliebsame Studien in Schubladen verschwinden etc.).

4. Nicht andere Meinungen nerven mich (obwohl manchmal schon ;-) ), es ist oftmals eine Annahme, die wie eine Monstranz vor sich hergetragen wird und die alles bestimmt. Klar könnte man das überlesen und/oder nicht drauf eingehen, was ich auch häufig tue, aber manchmal gibt es einen „Drive“, den ich nicht näher erklären kann und ich fühle mich bemüßigt meinen Senf dazu zu geben. Dann kann man ins Gespräch kommen und gucken, wohin das so führt. Machen wir ja auch grade.

5. Und nein, wenn Du eine andere Meinung hast, bedeutet das selbstverständlich nicht, dass Du keine Ahnung hast (wovon überhaupt?) oder es nicht besser weißt (obwohl, das könnte schon mal sein, oder? :-P ), sondern, dass Du eben eine andere Meinung hast.

6. Wer wann und ob überhaupt jemand in diesem Forum den Anspruch auf Allgemeingültigkeit einer zweifelhaften These erhoben hat, kann jedeR für sich selbst ergründen. Wenn ich ein Problem mit jemandem oder mit einer Haltung habe, dann spreche ich ihn oder sie darauf an (wie in der Vergangenheit bereits öfter geschehen). Äußere ich mich zu einem Themenkomplex so ist dieser Kontext gemeint.

Ich wünsche Dir noch einen schönen Sonntagabend!

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Faxe, (vor 2987 Tagen) @ IceUrmel

1. Wenn ich alle Theorien die nicht meinem Bild entsprechen für Ausreden und Schönrederei hielte mit der sich Andersdenkende die Welt gestalten, würde ich das auch so sagen.

Dann hatte ich das falsch verstanden.

2. Nicht die eigene Meinung ist Gegenstand meines Einwands, sondern der Umstand, dass Meinung als Gesetzmäßigkeit verkauft wird.

Ach so, verstehe.

3. Dein Bespiel Leitlinien passt perfekt in meine Argumentation, da dort auf oftmals fragwürdiger methodischer Grundlage verordnet wird und nicht entsprechend objektiver wissenschaftlicher Erkenntnisse (z.B. nur vermeintliche Evidenz, da unliebsame Studien in Schubladen verschwinden etc.).

Ja, ein tolles Beispiel. :-)

4. Nicht andere Meinungen nerven mich (obwohl manchmal schon ;-) ), es ist oftmals eine Annahme, die wie eine Monstranz vor sich hergetragen wird und die alles bestimmt. Klar könnte man das überlesen und/oder nicht drauf eingehen, was ich auch häufig tue, aber manchmal gibt es einen „Drive“, den ich nicht näher erklären kann und ich fühle mich bemüßigt meinen Senf dazu zu geben. Dann kann man ins Gespräch kommen und gucken, wohin das so führt. Machen wir ja auch grade.

Geht mir auch oft so und wir machen das ganz gut finde ich.

5. Und nein, wenn Du eine andere Meinung hast, bedeutet das selbstverständlich nicht, dass Du keine Ahnung hast (wovon überhaupt?) oder es nicht besser weißt (obwohl, das könnte schon mal sein, oder? :-P ), sondern, dass Du eben eine andere Meinung hast.

lächel

6. Wer wann und ob überhaupt jemand in diesem Forum den Anspruch auf Allgemeingültigkeit einer zweifelhaften These erhoben hat, kann jedeR für sich selbst ergründen. Wenn ich ein Problem mit jemandem oder mit einer Haltung habe, dann spreche ich ihn oder sie darauf an (wie in der Vergangenheit bereits öfter geschehen). Äußere ich mich zu einem Themenkomplex so ist dieser Kontext gemeint.

Ach so.

Ich wünsche Dir noch einen schönen Sonntagabend!

Ich dir auch.

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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

W.W., (vor 2987 Tagen) @ Boggy

Es tut mir leid, dass ich erst jetzt dazu komme, auf ihr Posting einzugehen.

Über Randbedingungen
Vor 30 Jahren war ich ein begeisterter Popper-Anhänger, und ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, wie man seinen Ansichten widersprechen könnte. Da viele diese Haltung auch heute noch teilen, möchte ich sie kurz charakterisieren:

Mit Kant ist er der Ansicht, dass wir die wahre Welt, die hinter der Erscheinungswelt steht, nicht erkennen können. Das Äußerste, was wir leisten können, ist, eine Hypothese zu widerlegen. Trotzdem ist er der Ansicht, dass es Kriterien gibt, die bessere Theorie von der schlechteren zu unterscheiden. Er vertritt also die Auffassung, dass trotz aller Skepsis die Wissenschaft ein rationales Unternehmen ist und dass es so etwas wie einen Fortschritt in der Wissenschaft gibt, dass z.B. Newton der Wahrheit näher kommt als Aristoteles, und Einstein näher als Newton.

Für Popper gibt es kein unumstößliches Wissen, es bleibt immer „ein kritisches Raten; ein Netz von Hypothesen; ein Gewebe von Vermutungen.“ Trotzdem ist er der optimistischen Ansicht, dass die Wissenschaft sich immer mehr der Wahrheit nähert.

Das war lange Zeit auch meine Überzeugung. Leider wurde ich später durch Thomas S. Kuhn und Paul Feyerabend sehr verunsichert. Trotzdem bleibe ich dabei, dass der Poppersche Weg der beste ist, sich in der Wissenschaft zu orientieren. Wenn ich die gängige MS-Theorie kritisiere, hat das viel mit Popper (und weniger etwas mit Kopernikus) zu tun.

Wie gesagt, Poppers Hypothese schien mir unwiderlegbar zu sein, doch dann hat sie Thomas S. Kuhn 1962 ganz einfach wiederlegt. Im Zentrum stehen dabei die von Ihnen erwähnten Randbedingungen. Anders gesagt: Popper ging von der unbegründeten Annahme aus, dass Wissenschaftler sich alle Mühe geben, ihre eigenen Theorie zu widerlegen, während Kuhn meinte, es sei wesentlich realistischer davon auszugehen, dass sie genau das Gegenteil tun: Wenn es Tatsachen oder experimentelle Ergebnisse gibt, die eine Hypothese in Frage widerlegen, dass muss man die Hypothese nicht in den Papierkorb werfen, sondern oft genügt es, wenn man die Randbedingungen ändert. (Das ist übrigens ein wichtiger Punkt, bei dem Statistiker im Dienst der Pharmaindustrie eine wichtige Rolle spielen, wenn widerspenstige Ergebnisse geschönt werden müssen.)

Noch einfacher gesagt: Wenn ein experimentelles Ergebnis gegen eine Hypothese spricht, dann kann die Hypothese falsch sein, aber es wäre auch möglich, dass man nur die Randbedingungen ändern muss.

Zu den Randbedingungen bei der MS?

Es ist ein wohlfeiles Argument, wenn man seinem Gegner vorwirft, es sei schwierig, mit ihm zu diskutieren, denn der kenne noch nicht einmal den Unterschied zwischen "Ursache" und "auslösender Ursache". Ich muss gestehen, diese Kritik trifft auf mich zu: Ich habe Schwierigkeiten mit dieser Unterscheidung. Richtig klar geworden ist mir das, als es früher um die Framingham-Studie und Risikofaktoren für die Arteriosklerose ging.

Niemand kennt die "Ursache" der Arteriosklerose, aber wir sind ziemlich sicher, die "Risikofaktoren" identifiziert zu haben. Wäre es nicht denkbar, dass wir auch bei der MS die eigentliche Ursache nicht kennen, aber dennoch Risikofaktoren vermeiden können?

W.W.

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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

fRAUb, (vor 2987 Tagen) @ W.W.

Ich glaube inzwischen, lieber WW, Sie sind in der Verbreitung Ihrer Hypothese keinen Deut besser, als die konventionelle Schulmedizin und suchen sich die frisch betroffenen heraus, bei denen Sie, gemäß dem natürlichen Verlauf - NATÜRLICH - die höchsten Erfolgsquoten haben.

So.

Eigentlich, wollte ich noch eine bitter enttäuschte Nachricht schreiben. Da sehe ich 2 Tauben im Garten sitzen und zum Fenster herein blicken. Wie Kleinigkeiten doch den Blickwinkel verändern....

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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

W.W., (vor 2987 Tagen) @ fRAUb

Ja, das ist ein wichtiges Argument, gegen das ich mich auch nicht wehren kann.

Ich habe es versucht, indem ich so formuliert habe:

Nachtrag und die versprochenen Fallbeispiele
Der Teil, der jetzt kommt, ist mir besonders schwergefallen, und ich habe einen ärztlichen Freund um Rat gefragt. Er meinte, er stehe zwar meiner Ansicht, die MS sei eine „psychosomatische“ Krankheit, skeptisch gegenüber, aber vielleicht würde es ihm leichter fallen, sie zu akzeptieren, wenn ich einfach einmal alle meine MS-Fälle, die ich in einem bestimmten Zeitraum (z.B. im Jahr 2017) beraten hätte, mit den von mir vermuteten auslösenden Situationen auflisten würde.

Dann würde man doch sehen, ob meine Grundhypothese überhaupt stimmen würde, ob also wirklich die Mehrzahl der MS-Erkrankungen oder MS-Schübe nachvollziehbare seelische Belastungen aufgewiesen hätten denn zunächst einmal sei das doch nur eine Vermutung von mir und müsse erst durch eine Analyse bestätigt werden.

Zum zweiten wäre es sicherlich für viele Betroffene sehr wichtig, ob sie sich in den geschilderten Fällen wiederfinden würden und wie weit ich den Begriff "seelische Belastungen" gedehnt hätte, und drittens könne man dann leicht ermessen, wes Geistes Kind ich wäre.

Er meinte, wenn ich mir Mühe geben würde, könnte ich die Daten hinreichend anonymisieren, ohne dass wesentliche Inhalte verloren gingen. Aus einer Harfenistin würde dann eben eine Klavierspielerin und aus einer Lokomotivführerin eine Kranfahrerin und aus drei Geschwistern vier machen.

Ich habe eingewandt, dass dabei die Lebendigkeit der Schilderung Schaden nehmen könnte, aber er ist der Ansicht, das müsse ich in Kauf nehmen, denn mein Grundanliegen sei aus seiner Sicht akzeptabel. Tatsächlich behandle ich ja auch gar keine Patienten mehr regulär, weil ich ja berentet bin. Und alles Material, was ich habe, statistisch aufzuarbeiten? Das schaffe ich nicht, und außerdem wäre ein solches Unterfangen voller Ungenauigkeiten und Fallstricke. Trotzdem sehe ich auch jetzt noch eine Reihe von MS-Betroffenen, die aus ganz Deutschland kommen.

Ich muss an dieser Stelle kurz erwähnen, wie ich das mache. Ich nehme mir 1-2 Stunden für sie Zeit (und die Verwandten, die sie mitbringen - und eventuell sogar ihren Hund!), untersuche sie grob, schaue mir ihre MRT-Bilder an, und wir sprechen das ganze Krankheitsgeschehen durch, wobei mich besonders die auslösenden Situationen für die MS insgesamt und die einzelnen Schübe interessieren.

All das findet unter zwei Bedingungen statt: dass sie mich erstens nicht bezahlen wollen und mir zweitens keine Geschenke mitbringen. Über die Treffen mache ich mir Notizen, so dass ich Bescheid weiß, wenn sie mich immer wieder mal anrufen, was sie eigentlich immer tun.

Es müsste also nun - meint mein Freund , der selbst ein gestandener Arzt ist - für mich ein Leichtes sein, alle MS-Patienten, die ich 2017 gesehen habe, mit ihren auslösenden Situationen aufzulisten. Dann könnte man entscheiden, ob etwas an meiner Annahme dran sei, dass die MS nur in belastenden Situationen auftritt.

Ich gebe ihm völlig Recht, aber die Mühe ist enorm - und natürlich auch die Möglichkeiten, bewusst oder unbewusst diese Daten zu entstellen. Dennoch will ich heute damit anfangen, es zu tun und bitte um Geduld, wenn es mir nicht ganz leicht von der Hand gehen sollte und möglicherweise holprig und umständlich wirkt.

Die Fälle:

Fall 1
35-jährige Sopranistin aus Leipzig. Der Ehemann ist Pianist, und die beiden gehen zusammen auf Konzertreisen. Keine Kinder.
2004 1. Sehnerventzündung. Die Auslösung war möglicherweise der Tod ihres Hundes.
2005 2. Sehnerventzündung
2008 Taubheit des Kleinfingers
2009 nach Sauna rechte Körperhälfte taub
2010 starb ihr Vater, der ebenfalls MS hatte. Wegen Angstzuständen musste sie in der Psychiatrie behandelt werden. Sie hatte Angst, dass Bakterien und Viren ihre Stimme zerstören würden. Die Ehe der Eltern wurde wohl geschieden, als sie 4 Jahre alt war. Der Vater war Pfarrer, und ein jähzorniger Mensch. Sie habe ihn geliebt und gefürchtet und vergleicht ihn mit Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Der Vater starb 2010 an den Folgen einer Hirnblutung. Die Geschwister entschieden, dass die lebenserhaltenden Apparate abgestellt wurden. Aktuell hat sie wieder Gefühlsstörungen in der linken Hand.
Rat: Ich glaube, sie ist durch den Vater belastet, ob psychisch oder erblich kann ich nicht entscheiden. Ihre Sorgen wegen der MS (noch Gefühlsstörung der Hand) sind übertrieben: Sie ist mehr seelisch- als MS-krank. Ehe problematisch, obwohl ihr Mann sie verehrt. Aber sie ist wohl nicht ganz einfach. er sie verehrt sie wohl, obwohl sie sehr schwierig ist. Sie haben einen Hund (Mischling) angeschafft. Erst einmal wollen sie keine Kinder haben. Ich gehe von einem spinalen Herd aus und meine, die Gefühlsstörungen werden sich zurückbilden. Aber ihre Ehe und die Karriere??? Sie ist sehr nett, aber hochneurotisch!
(Natürlich werden sich viele darüber lustig machen, dass ich den Tod eines Hundes als Auslösung für einen Schub für denkbar halte. Ich gebe zu, dass könnte naiv sein, aber ich glaube, es ist oft so.)

...

W.W.

PS: Interessant ist auch folgende Überlegung: Wenn ich zufällig einmal auf einen Einwand eine triftige Stellungnahme abgeben würde (was mir im vorliegenden Fall sicher nicht geglückt ist:-( ), wäre es dann denkbar, dass der, der diesen Einwand geltend gemacht hat, sagen würde: "Ja, Sie haben Recht, und ich ziehe meinen Einwand zurück."
Ich fürchte, das wird genauso selten vorkommen, wie wenn ein Zeuge Jehovas zugeben würde, er habe falsch aus der Bibel zitiert.

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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

Floyd, Hannover, (vor 2987 Tagen) @ W.W.

Ursachen sind das alles nicht.
Es werden MS-Symptome dadurch erklärt. Es handelt sich um Vermutungen solange die tatsächliche MS Ursache nicht geklärt ist. Sie argumentieren wie Basistherapieverfechter mit Basistherapieverordnungen.
Ohne MS Ursache ist beides Hütchenspielerei.:no:

Immer noch auf der Baker Street?

https://youtu.be/wgQWjQZydY0

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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

W.W., (vor 2987 Tagen) @ Floyd

Ja, ich bin immer noch auf der Suche!:-)

Ursachen sind das alles nicht.
Es werden MS-Symptome dadurch erklärt. Es handelt sich um Vermutungen solange die tatsächliche MS Ursache nicht geklärt ist. Sie argumentieren wie Basistherapieverfechter mit Basistherapieverordnungen.
Ohne MS Ursache ist beides Hütchenspielerei.

Zur "Ursache" und den "auslösenden Ursachen" hatte ich gerade etwas in einem anderen Thread geschrieben:

Es ist ein wohlfeiles Argument, wenn man seinem Gegner vorwirft, es sei schwierig, mit ihm zu diskutieren, denn der kenne noch nicht einmal den Unterschied zwischen "Ursache" und "auslösender Ursache". Ich muss gestehen, diese Kritik trifft auf mich zu: Ich habe Schwierigkeiten mit dieser Unterscheidung. Richtig klar geworden ist mir das, als es früher um die Framingham-Studie und Risikofaktoren für die Arteriosklerose ging.
Niemand kennt die "Ursache" der Arteriosklerose, aber wir sind ziemlich sicher, die "Risikofaktoren" identifiziert zu haben. Wäre es nicht denkbar, dass wir auch bei der MS die eigentliche Ursache nicht kennen, aber dennoch Risikofaktoren vermeiden können?

W.W.

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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

Floyd, Hannover, (vor 2987 Tagen) @ W.W.

Das könnte bedeuten eine Psychotherapie gegen aufkomende MS-Risiken nach Identifizierung möglicher Ursachen zu beginnen und damit den Ausbruch von MS erfolgreich zu verhindern.:coffee:

Bitter Fruit

https://youtu.be/SjQhu6gfL7M

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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

agno, (vor 2987 Tagen) @ Floyd

Das könnte bedeuten eine Psychotherapie gegen aufkomende MS-Risiken nach Identifizierung möglicher Ursachen zu beginnen und damit den Ausbruch von MS erfolgreich zu verhindern.:coffee:

Das wird teuer. (Psychisch-überlastungsgefährdet wäre fast jeder 2. Bundesbürger)
Noch teurer wird es, wenn die Lestungsträger (Workoholic) nach der Therapie weniger arbeiten. :-D
Aber wenn man dann trotzdem MS bekommen sollte, dann ist man emotional soweit ausgeglichen, dass man alle Probleme bewältigt.
theoretisch... *grübelnd*
Funktioniert Psychotherapie?
Wenn ja, welcher Ansatz?
Wie lange braucht es, bis die Wasserwaage der Ausgeglichenheit, passt?
?? Fragen über Fragen... von agno

--
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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

Floyd, Hannover, (vor 2987 Tagen) @ agno

Sag das mal dem Doc.
:schirm:

Should I
https://youtu.be/78PoG2qw9G4

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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

motorschiffbesitzer, (vor 2987 Tagen) @ Floyd

Das könnte bedeuten eine Psychotherapie gegen aufkomende MS-Risiken nach Identifizierung möglicher Ursachen zu beginnen und damit den Ausbruch von MS erfolgreich zu verhindern.:coffee:

Das würde nie und nimmer durchkommen!

Schon heute ist ein Schwerbehindertenausweisantrag, der auf mögliche Einschränkungen in der Zukunft gründet, aussichtslos (nur so als reales, konkretes Beispiel).

--
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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

Floyd, Hannover, (vor 2987 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Es ist auch nur die Antwort auf Weihes Hypothese und der Ausblick wie unwahrscheinlich diese zutreffen kann.

https://youtu.be/IxuThNgl3YA

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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

motorschiffbesitzer, (vor 2987 Tagen) @ Floyd

Ich weiß. Alles gut!

@ agno

PS: Ich wollte erst Come Together von den Beatles verlinken, ohne den Text zu kennen.
Hilfe, wirklich nicht. Da ist mein vorheriger Liedlink ja "konservative Aufklärung" fern jeglicher Gewalt gegen.

--
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@ agno - Meine Ergänzung

motorschiffbesitzer, (vor 2986 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Ich habe den Eindruck bei dir, dass du meine Idiotenterminologie sehr inflationär "benutzt" ( wenn es nicht provokativ gemeint war ).

Hier im Forum passt meine Terminologie auf niemanden.:-)

Gleichwohl gibt es Leute mit denen ich nichts (mehr) anfangen kann, weil sie mir nicht guttun.

--
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Die Ergänzung

agno, (vor 2986 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Ich habe den Eindruck bei dir, dass du meine Idiotenterminologie sehr inflationär "benutzt" ( wenn es nicht provokativ gemeint war ).

Hier im Forum passt meine Terminologie auf niemanden.:-)

Gleichwohl gibt es Leute mit denen ich nichts (mehr) anfangen kann, weil sie mir nicht guttun.

Nein!!!
Das ist Zufall!
Ich war letztens "genötigt" Gregs Tagebuch zu schauen. (Von Idioten umzingelt)
lG agno
P.S.: Manchmal gibst du aber schon den verwundeten Wolf und machst mich damit recht hilflos.
P.P.S.: Fühlt "man" sich als MSler, situationsbedingt wie Greg?

--
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Die Ergänzung

Lore Ipsum, (vor 2986 Tagen) @ agno

Oh, Greg's Tagebuch!

Das habe ich mal einem kleinen bzw. halbwüchsigen Jungen geschenkt. Und zwar nach und nach alle Folgen. Anlässe (von Geburtstag über Ostern zu Weihnachten) gab es immer.

War groß in Mode! Ist es das immer noch? Vielleicht vom Alter des Kindes abhängig?

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Die Ergänzung

motorschiffbesitzer, (vor 2986 Tagen) @ agno

P.S.: Manchmal gibst du aber schon den verwundeten Wolf

Nein! keineswegs!

Ich habe aber wohl eine nicht "handelsübliche" Strategie mit Diskussionen umzugehen.
Man muss nicht alles ausdiskutieren.

Bsp. ist mein Musiklink "Wer ... will muss freundlich sein"
Ich habe darauf keine große Resonanz erwartet und bin deswegen auch nicht beleidigt oder so.

Man kann mir alles an den Kopf werfen. Ich habe damit kein Problem! Und wenn ich darauf nicht reagiere ist es weder Zustimmung noch bin ich beleidigt/verwundet !

Aber du stehst mit deiner Ansicht nicht alleine da.

Vorraussage: Eines der wenigen Mysterien der menschlichen Psyche, die ich nie verstehen werde.

--
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Fehlfarben: Die Ergänzung der Ergänzung

Amy, (vor 2986 Tagen) @ motorschiffbesitzer


Vorraussage: Eines der wenigen Mysterien der menschlichen Psyche, die ich nie verstehen werde.

Der "menschlichen" oder der "weiblichen" Psyche?


;-)


Ich hab nichts geschrieben....;-)

(alles nur Illusion)

:einhorn:

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Fehlfarben: Die Ergänzung der Ergänzung

motorschiffbesitzer, (vor 2986 Tagen) @ Amy

Der "menschlichen" oder der "weiblichen" Psyche?

Der menschlichen Psyche!

Ich hab nichts geschrieben....;-)
(alles nur Illusion)

Stimmt! Du hast "nichts" geschrieben!
Aber wieso Illusion?

--
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nicht Nichts

Amy, (vor 2986 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Der "menschlichen" oder der "weiblichen" Psyche?

Der menschlichen Psyche!

Ich hab nichts geschrieben....;-)
(alles nur Illusion)


Stimmt! Du hast "nichts" geschrieben!
Aber wieso Illusion?


;-)

Guter conter!


Kann ich genau so stehen lassen...

flowers


Schön, dass wir uns einig sind.

:-)

Apropo nicht nichts

;-)

https://www.youtube.com/watch?v=FiY2wMlHV9Y

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Fehlfarben: Die Ergänzung der Ergänzung

Amy, (vor 2986 Tagen) @ Floyd

huhu floyd,

sowieso!

Das schwarze verbogene/verschrammte Vinyl-Teil hab ich sogar noch in meiner LP-Sammlung....

nehm ich mit ins Grab!

;-)


Wenn dann der goldene Reiter mich abholen kommt....

https://www.youtube.com/watch?v=j0UAXn2lq3A

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Fehlfarben: Die Ergänzung der Ergänzung

Floyd, Hannover, (vor 2985 Tagen) @ Amy

Wahrscheinlich völlig losgelöst

https://youtu.be/24r3LNXWi6o

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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

motorschiffbesitzer, (vor 2987 Tagen) @ Floyd

Hallo?;-)

Ich mag den BBC-Holmes.

Und mit Deduktion hat das hier nichts zu tun.:-(

--
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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

motorschiffbesitzer, (vor 2987 Tagen) @ fRAUb

keinen Deut besser, als die konventionelle Schulmedizin

Das ist so! Vielleicht krasser noch, weil es auch in der konventionelle Schulmedizin Typen gibt mit denen man ergebnisoffen reden kann.

M.E. kratzt das an der Qualität des Forums. Nicht der Inhalt, aber die Art und Weise.

--
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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

agno, (vor 2987 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Interpretiert nicht jeder der mit der Materie zu tun hat, wissenschaftsfrei nach dem erziehungsgeprägten Bauchgefühl?
Klar, würde ich theoretisch deinen Vorwurf unterstützen.
Hätte ich aber eine Tochter mit MS, würde ich die durchaus zu Weihe schicken. (So Bauchgefühlsmäßig)
*Seufz* wohin passt ein Fundament, wenn überall Sand ist?
lG agno

--
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Fazit: MS und Zivilisationskrankheit (?), Ernährung (?), "Lebensstil" (?)

motorschiffbesitzer, (vor 2987 Tagen) @ agno

Ich möchte nochmal ausdrücklich betonen, dass es mir "seit Anbeginn der Zeit" nie um den fachspezifischen Inhalt ging, wenn ich mich "einschlägig" äußere. Das mache ich ggf. mit mir im Stillen aus.

Ggf. doch noch ein Seitenhieb: Am Anfang aus Respekt.

--
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nicht sicher bzw desillusioniert?

agno, (vor 2987 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Ich möchte nochmal ausdrücklich betonen, dass es mir "seit Anbeginn der Zeit" nie um den fachspezifischen Inhalt ging, wenn ich mich "einschlägig" äußere. Das mache ich ggf. mit mir im Stillen aus.
Ggf. doch noch ein Seitenhieb: Am Anfang aus Respekt.

??? Du schreibst zumindest bezüglich des Seitenhiebs desillusioniert, als ob du dich auf den Text beziehen möchtest:
http://www.der-postillon.com/2015/03/wissenschaftlich-erwiesen-alles.html
Oder habe ich dich unwissentlich-dämlich verletzt?

Aber das grundsätzliche Problem ist verbreitet:
"...Wir wissen es nicht genau. Immerhin wissen wir, dass es keine Dinge wie Bäume oder Stühle sind. Anders, als manche Laien oder Fachleute denken, sind es aber auch keine Dinge, die wir im Blutbild, unterm Mikroskop, noch nicht einmal in Gehirnaufnahmen mit den modernsten bildgebenden Verfahren der Neurowissenschaften sehen können. Interessant und frappierend ist aber: Obwohl wir es nicht genau wissen, werden Millionen Menschen, weltweit gesehen vielleicht sogar Milliarden, so behandelt, als wüssten wir es.
Das heißt, unsere Gedanken über psychische Störungen beeinflussen Tag für Tag die Welt und die Menschen in ihr, obwohl sie sich als grundfalsch herausstellen könnten...
"

mfG agno

--
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Nicht sicher bzw desillusioniert? ---> Weder noch!

motorschiffbesitzer, (vor 2987 Tagen) @ agno

Denn es ist mir, wenn man für Gehör in einem Forum kämpfen muss, egal.

Wir beginnnen uns im Kreise zu drehen.

Im übertragenen Sinn, etwas "burschikos" und eher am Puls der Zeit verrät diese Lied das Problem.

--
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Wichtig! Nicht übersehen!

Boggy, (vor 2987 Tagen) @ agno

Ich melde mich extra kurz nochmal wieder, weil ich diesen Artikle, den agno eingestellt hat, für so großartig und wichtig halte:
https://www.heise.de/tp/features/Die-amtliche-Fassung-3935301.html

Ein vielschichtiger Artikel, der uns hilft, unser kritisches Denken zu vertiefen.

U.a.:
"(...) Ohne Anspruch auf Vollständigkeit will ich hier nur kurz und nach einem Blick auf Reklame der Pharmaindustrie und wissenschaftliche Positionspapiere spekulieren, dass die folgenden Ideen auf dem "Markt" der psychischen Gesundheit im Vordergrund stehen: individuelle Verantwortlichkeit, Leistungsfähigkeit, ein unternehmerisches Selbst beziehungsweise die Ich-AG und gute Elternschaft. Das wird vom Diskurs der Effizienzsteigerung und Kostenreduzierung begleitet, um den es im zweiten Teil dieser Serie noch ausführlicher gehen wird.

Neben den Akteuren des Gesundheitssystems bieten inzwischen auch zahlreiche Coaches ihre Dienstleistungen an, damit wir das Beste aus uns selbst machen können. Was "das Beste" ist, wird dabei üblicherweise vom Erfolg an einem konkurrenzbasierten Markt definiert. (...)"

Gruß
Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

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Wichtig! Nicht übersehen! II

Boggy, (vor 2987 Tagen) @ Boggy

Noch ein Zitat:
"Die wichtigste Schlussfolgerung dieses ersten Teils ist, dass der Unterschied zwischen einem "normalen" Zustand und einer "Störung" menschengemacht ist und nicht naturgegeben. Die zweitwichtigste ist, dass wir abhängig von unserer Perspektive auf die Probleme von Menschen auch unterschiedlich damit umgehen: (...)

Im zweiten Teil fahren wir mit der Diskussion finanzieller Interessenkonflikte sowohl beim Entstehen des Diagnosehandbuchs als auch in der wissenschaftlichen und therapeutischen Praxis fort. Der dritte Teil stellt dem Status quo eine wissenschaftstheoretische Perspektive auf psychische Störungen gegenüber. Im vierten schließlich wird der molekularbiologische Ansatz, der in der Forschung das vorherrschende Paradigma stellt und sich auch stark auf die Praxis auswirkt, auf den Prüfstand gestellt."

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

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MS und Lebenskunst, die nicht immer gelingt.

agno, (vor 2987 Tagen) @ W.W.

Lieber W.W.
Manchmal ist eine Wahrheit ein unwichtiges Tabu-Konstrukt.
Ich halte das Leben an sich für eine Aufgabe der Lebenskunst, die niemals perfekt bewältigt werden kann. Von daher erscheint es mir nicht unlogisch, wenn die vermeintlich gesunden, mit hoffentlich schlechtem Gewissen, ganz leise darüber spekulieren ob sie mehr Lebenskompetenz haben, als diejenigen die anscheinend sichtbar gescheitert sind.
Gleichzeitig würde ich mal vermuten dass sich niemand mehr Gedanken über einen vermeintlich lebensklugen Weg gemacht hat als irgendein "netter" MSler.
Das Leben passiert und die Schuldfrage bringt keine Lösungen :-D
lG agno

P.S.: :-( Ich hätte da noch einen Link für Masochisten.
Das wurde doch tatsächlich am WE im TV übertragen.
http://kathtv.org/nc/kategorien/detail/video/wurzelursachen-von-krankheiten/

PPS: Lerne klagen, ohne zu leiden. versus Lerne zu leiden, ohne zu klagen?

--
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to leave, left, left

fRAUb, (vor 2985 Tagen) @ Boggy

Aber ein 3/4 Jahr, nachdem wir unser Haus an einer sehr stark befahrenen Straße verlassen haben, spüre ich, dass ich sehr viel tiefer einatmen kann. Es füllt sich einfach sehr viel , mehr, an Luft in meine Lungen. Ich fühle regelrecht die Verästelungen, beim Einatmen.

Nein, es geht mir gut. I believe in Epigenetics. Darwin ist mir zu abgehalftert, zu ausgelutscht und ohne äußere Faktoren, wäre Mutation niemals zustande gekommen. Mein Weg, bezieht die Ernährung mit ein.

Wir backen unser Brot selber, verzichten bewusst auf Rübenzucker, Weizen- oder überhaupt Mehl, ausserhalb Bio- Qualität.

Trinken, so habe ich gemerkt, ist ein wichtiger Faktor.

Der von Außen aufdoktriierte Stress, sollte auf ein minimales Maß reduziert werden.

Es gibt Menschen, bei denen ich inzwischen den Eindruck gewonnen habe, dass sie einen mutwillig aus der Balance bringen wollen.

Aber, egal... es wird sie immer geben...

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