Die Kiste oder warum ich nicht gerne präzise bin. (der kleine Prinz) (Straßencafé)

W.W., (vor 3744 Tagen) @ julia

Interessant. Ich dachte, der Gedanke sei von Hegel - und zuvor von Lessing und Schiller gedacht worden. Aber Teilhard de Chardin ist auch gut. In meinem Roman (der nie fertig wird) treffen sich Heranwachsende einmal pro Woche bei der Vikarin, die eine (heimliche?) Schleiermacherianerin ist. Darum beschäftige ich mich damit. Darf man heutzutage als evangelischer Christ zugeben, dass man zu Schleiermacher neigt? Oder könnte man dafür geächtet oder verbrannt werden?

Ich habe das Gefühl, es wird auch bei den Evangelen viel totgeschwiegen. Und ich habe das Gefühl, dass unsere abendländische Religion zerbröselt. Unter dem Druck der Moslems. Wir stellen uns immer mehr in Frage: Ist die Bibel Gottes Wort? Ist sie ein Sammelsurium von morgenländischen Erzählungen? Wozu gehören die Apokryphen? Stehen sie in der katholischen Bibel? Dass die Evangelen gegen die Katholen kämpfen, ist klar, aber kämpfen die Evangelen auch gegeneinander? Wie Sunniten und Schiiten?

Aber vor allem interessiert mich die Frage, ob man hocherhobenen Hauptes sagen kann: Ich hänge der Theologie von Scheiermacher an!? Oder ist das nahe am Spinozismus?

W.W.

Eintrag gesperrt
8383 Views

gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion