Glimmer - Schimmer des guten Lebens (Allgemeines)

Boggy, (vor 7 Stunden, 54 Minuten)

Die Glimmer ...
Hier aus dem Artikel:

"Was sind Glimmer und wofür sind sie gut?
Glimmer sind kleine Momente der Freude und Ruhe, die helfen, den Alltagsstress zu bewältigen und ein Gefühl der Sicherheit zu herzustellen. Wie funktionieren sie, warum sind sie wichtig für die psychische Gesundheit [und für die körperliche Gesundheit ebenfalls; Boggy], und wie kann man sie finden?
(...)
Ein Glimmer (englisch für Schimmern, Flackern) ist ein kleiner Moment, der Gefühle der Freude und Ruhe hervorruft. Das kann der Anblick von funkelnden Lichterketten sein, der Geruch von frisch gebrühtem Kaffee, die Berührung einer weichen Decke oder der Geschmack des Lieblingskekses.
(...)
Laut Dana Deb sind Glimmer Signale, die unserem Nervensystem helfen, in einen Zustand der Ruhe und der Regulierung zu gelangen."

https://www.goethe.de/prj/jad/de/the/rsl/26724752.html

Soweit, so gut.
Allerdings ist das, was hier nun unter dem Etikett "Resilienz" vermarktet wird, nicht neu.
In der Buddha-Lehre gibt es zahlreiche Hinweise, Ratschläge, in die gleiche Richtung.
Thich Nhat Hanh z.B. betont, wie wichtig es ist, sich auch der Moment, Zeiten, bewußt zu werden, in denen man nicht-leidet: "Also, dies gerade ist Nicht-leiden!" Und möglichst all das wahrzunehmen, was uns dies ins Bewußtsein hebt. - Die positven "Trigger" = "Glimmer".
Besonders wenn wir krank sind, ist es hilfreich, wenn wir die Momente, Zeiten, in denen es uns besser geht, in denen wir einen Moment lang, oder länger, aus dem bedrückenden Leiden heraustreten, bewußt wahrzunehmen. Das verstärkt Entspannung und kann etwas Wohlgefühl erzeugen. Und das hat heilsame Auswirkungen, seien sie auch noch so klein.
Das Leben ergreifen, wo es sich anbietet. Das Leben uns ergreifen lassen, wo wir zu schwach zum Greifen sind.

Auch der tibetisch-buddhisische Lehrer Tulku Thondup, weist darauf hin, wie hilfreich es ist, wenn man krank ist, nach Wegen und Möglichkeiten zu suchen, wie man in einen inneren Zustand von etwas mehr Entspannung und Ruhe finden kann; und sei es auch nur für eine kurze Zeit. Auch keine Erlebnisse haben Wirkungen. Wir sollten dabei versuchen, in diesen Momenten oder Zeiten nicht sofort daran zu denken, daß es bald wieder schlechter werden kann. Das nimmt diesen Momenten ihre eigene Kraft.
Ausdrücklich nennt er auch die "kleinen" Wahrnehmungen, die im Artikel als "Glimmer" bezeichnet werden.
Alles, was uns in einen inneren Zustand von Wohlgefühl führt, hilft und unterstützt.
Gerade auch, wenn man zu schwach, zu müde, zu erschöpft für meditative Übungen ist.
Etwas, das in meinen eigenen Leben leider auch immer mehr Raum einnimmt.
Dann eben z.B. Musik hören, oder aus dem Fenster schauen in den Frühling hinein, und Lichtspiele der Sonne an der Wand bewußt wahrnehmen, oder eine gute Erinnerung wachrufen usw. usw.

Gruß
Boggy

P.S. Und ja, es mag der Tag kommen, wo das alles nicht mehr trägt, aber das ist eine andere Geschichte ...

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion