entzündlicher Schwelbrand bei MS (Allgemeines)

Boggy, (vor 6 Stunden, 4 Minuten)

Gerade gefunden und mit Interesse gelesen =>
https://www.dmsg.de/news/detailansicht/hoffnung-auf-neue-therapien-sobek-preise-fuer-we...

"Im Zentrum der Forschungsarbeiten von Prof. Liblau steht eine bestimmte Gruppe von Immunzellen: die autoreaktiven T-Lymphozyten, insbesondere CD8+-T-Zellen, auch T-Killerzellen genannt.

Diese Zellen patrouillieren normalerweise wie eine hochspezialisierte „Polizei“ durch den Körper und eliminieren infizierte Zellen. Bei MS richten sie sich jedoch gegen gesunde körpereigene Strukturen, darunter die Myelinscheiden, also die schützende Isolierung der Nervenfasern.

Professor Liblau gehörte zu den Ersten, die gezeigt haben, dass bei MS nicht nur CD4+-„Helfer“-T-Zellen, sondern auch CD8+-Zellen maßgeblich an Entzündungen und Gewebeschädigungen im zentralen Nervensystem (ZNS) beteiligt sind und speziell im Gehirn einen „entzündlichen Schwelbrand“ auslösen und aufrechterhalten.
Diese Art von Entzündungen sind vor allem für ein Schub-unabhängiges, langsames Fortschreiten der MS verantwortlich, während sich die meisten MS-Therapien bislang vor allem gegen schubabhängige akute Verschlechterungen richten.

Das heißt: Auch wenn im Blut eines Menschen mit MS kaum noch aktivierte, auf Angriff eingestellte Immunzellen nachweisbar sind und sich auch keine Entzündungsherde im MRT zeigen, können sich im Gehirn und Rückenmark dennoch kleine Gruppen von „aufmunitionierten“ Zellen festsetzen. Diese gewebsständigen Zellen lassen sich mit herkömmlichen Therapien nur schwer erreichen und tragen wesentlich dazu bei, dass Entzündungen und Nervenschädigung bei MS trotz bestmöglicher Behandlung fortschreiten.
(...)
Wahrscheinlich sind diese gewebsständigen „Tissue-resident memory cells“ hauptverantwortlich dafür, dass bei der MS nicht nur Myelin zerstört wird, sondern auch Axone und Nervenzellen selbst geschädigt werden."

Und dies:
"Dr. Mundts Forschung widmet sich vor allem der Frage, wie Immunzellen mit dem Gehirn „sprechen“ und warum diese Kommunikation bei MS aus dem Gleichgewicht gerät. In einer vielbeachteten Studie konnte sie zeigen, dass dendritische Zellen – eine Art „Spürhunde“ des Immunsystems – in den Hirnhäuten Myelin-Bestandteile aufnehmen und sie dem Immunsystem präsentieren. Dadurch ermöglichen sie es fehlgeleiteten T-Zellen, in das ansonsten gut geschützte Gehirngewebe einzudringen und dort eine Entzündung zu entfachen."

Und, ach ja, ich kanns mir nicht verkneifen:
Beachtliche Forschungsergebnisse und keine Rede von EBV!
:-)

Gruß
Boggy

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Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

entzündlicher Schwelbrand bei MS

MO, Zürich, (vor 5 Stunden, 5 Minuten) @ Boggy

Beachtliche Forschungsergebnisse und keine Rede von EBV!

:-D Danke Boggy. :-D

Zufälligerweise habe ich mir vor 2 Stunden das Amsel-Interview zu diesem Thema mit Frau Dr. Mundt angeschaut.

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Ich liebe den Herbst, dank seinen kühleren Temperaturen erwacht mein Geist.

entzündlicher Schwelbrand bei MS

Boggy, (vor 4 Stunden, 48 Minuten) @ MO

Beachtliche Forschungsergebnisse und keine Rede von EBV!

:-D Danke Boggy. :-D
Zufälligerweise habe ich mir vor 2 Stunden das Amsel-Interview zu diesem Thema mit Frau Dr. Mundt angeschaut.

Also manchmal frage ich mich inzwischen, wer oder was denn eigentlich NICHT an der Entstehung und/oder Aufrechterhaltung der MS beteiligt ist.

Gruß
Boggy

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Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

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bei MS

naseweis ⌂, in meinem Paradies, (vor 4 Stunden, 14 Minuten) @ Boggy

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Also manchmal frage ich mich inzwischen, wer oder was denn eigentlich NICHT an der Entstehung und/oder Aufrechterhaltung der MS beteiligt ist.

Gruß
Boggy

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Recht hat se.

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Sisyphos hatte es auch nicht leicht

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