Und nun auch noch (Allgemeines)

kirstenna, (vor 13 Stunden, 52 Minuten)

ein Lymphödem.

Meine Beine sehen aus wie Elefantiasis.

Komme in keinen Schuh mehr rein.

Und muss mich - autsch - in Kompressionsstrümpfe quetschen.

Einer meiner Physiotherapeuten riet mir Spiegel anzuschaffen, damit ich mich selbst sehen kann.

Die schönen riesengroßen handgemachten Designspiegel -Wohnling- aus Marokko sind jetzt da.

Und das ist nun das Ergebnis.

Das Hüftproblem verblasst und das Lymphödem ist da.

Es ist bereits so fortgeschritten, das es die Blutgefäße und Sehnen und Bänder zerlegt.

Und es ist das, warum Yoga auch nicht mehr geht.

Ich kann diese prall befüllten Beine nicht zusammendrücken, mich nicht setzen oder in die Hocke gehen.

Ohne Rollator ist kein einziger Schritt mehr möglich und stehen ist auch schon seltsam.

Zudem schmerzt die Spannung.

Mein Hausarzt, der alte vom Kudamm, Angiologe, kommt nicht zum Hausbesuch, weil zu weit.

Ich komme nicht aus der Wohnung.

Nur mit meinem rehäugigen Sporttherapeuten bin ich schon einmal wieder Treppe gelaufen, bis zum Briefkasten, und zurück.

Aber das ist das erste Mal in diesem Jahr.

Zudem sind durch verunreinigtes Futter alle kleinen Vögel krank durch Federlinge, die die Federn der kleinen Flügel gefressen haben und die Haut dazu.

Einige hat es schlimm betroffen.

Carlosch schafft es, aber Lucky hat es schon so lange so schwer.

Die schönste aller Vögelchen hat keine Federn mehr an großen Arealen.

Sie sitzt unten im Käfig und schaut mich traurig an, bevor sie wieder ihren kahlen Kopf versteckt.

Ich habe ein Hospiz für sie eingerichtet.

Sie bekommt keine schlimmen Medikamente mehr.

Ich wechsele die Taktik und pinsele sie nur noch mit verdünnten Kamillan ein.

Immerhin hat sie mich gestern wieder lautstark begrüßt, aber anblicken kann man sie nicht.

Dann bleibt mir das Herz stehen.

Und draußen diese Sonne auf dem Balkon.

Scheint mir erbarmungslos ins Gesicht.

Mein Freundeskreis, der durch 20 Jahre MS schon so erbärmlich zusammengeschnurrt war, ist nun gänzlich auseinandergefallen.

Es läßt sich niemand mehr rekrutieren.

Selbst die Alltagshelferin machte die Biege und das Budget ist leer.

In Kürze werde ich 66.

Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an.

Mit 66 Jahren, da hat man Spaß daran.

Warum in bin ich so mißtrauisch?

Angst vor dem Leben???


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion