Selbstgemachte Probleme stoppen. Eins :-) (Allgemeines)
Bleibt die Frage, wozu uns das nun hier nützlich sein kann?
Ich hoffe, und habe gehofft, daß wir damit die Fragen von Ganzheit, Psychosomatik usw. auf ein solides Fundament stellen können.
Ich halte die gesamte Debatte der Psychosomatik der MS, wie sie bislang geführt wurde hier für eine Totgeburt.
Gerade weil Körper und Psyche derart getrennt, es am Ende immer um fehlerhaftes Verhalten, Kontrolle, Besserwisserei und Kaffeesatzleserei geht, wie schon seit Jahren und immer wieder neu bei Wolfgang.
Zudem wird von Realitäten erster und zweiter Ordnunggesprochen, und gewisse "Wahrheiten" mögen sich umdeuten lassen oder schönreden, aber sie werden auf eine Art auch bleiben.
Die "Welt als Wille und Vorstellung" hat auch gewisse Grenzen, und manch Verlust, Schmerz, das werden wir besser erdulden, statt wegzureden versuchen, glaube ich.
Eine MS ist meist erstmal auch eine Katastrophe, und selten "besser als ihr Ruf".
Jede weitere Einschränkung ist auch ein Verlust, und wem ein Stück vom Himmel auf den Kopf fällt, der/die/das hat damit erstmal Kummer.
Wie nun weiter damit umgehen, wie das ertragen, wie lebensfroh bleiben, das ist ja gerade Thema hier, und die Idee von Psychosomatik und MS halte ich diesbezüglich für gefährlich und schädlich - eine Sackgasse.
Auf welches Fundament könnte das Thema sinnvoll gestellt werden, jenseits davon, dass die Trennung von Leib und Seele, Körper und Psyche per se schon ziemlicher Unfug (mechanistisch denkender Menschen/ gerne in Allmachtsphantasien gefangener Ärzte) ist?
Ganzheit: sofern der Mensch und seine Thematik nicht erst unzulässig zerlegt wird, kann er/sie/es doch "ganz" gedacht werden, und Maturana, Goldstein und co weisen durchaus weitere Wege, die aber hier erst gar nicht nötig wären, würde nicht beständig dieses schwarze Psychosomatikgeschwätz neu aufgewärmt werden.
Auch dieses Problem ist also selbstgemacht und "autopoesistisch", kann einfach abgelegt werden, zurückgewiesen, ein gefährlicher Irrweg oder Schabernack.
Was meinst Du, wohin könnte diese Debatte sonst noch sinnvoll führen?
Dass Wolfgang glaubhaft abschwört, sich damit beschäftigt, die Reichweite dieser Ideen versteht?
Für wen schreiben wir hier weiter?
Ich würde das Thema Psychosomatik und MS für mich nun gerne schließen, außer es kommt nochmal ein ganz neuer Gedanke, ein unerkanntes Argument.
Gibt sicher aufregendere Ideen und Themen, wir werden sehen 
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Alles was lebt ist heilig.