Gibt es eine vernünftige Einstellung zur Pharma-Industrie? (Allgemeines)
Ich verstehe nicht, was Sie meinen?! Natürlich habe ich viel Feedback bekommen, aber alle MS-Betroffenen, die zu mir gekommen sind, waren natürlich eine 'positive' Auslese, d.h. die meisten kamen zu mir, weil sie keine Medikamente haben wollten oder schlechte Erfahrungen damit gemacht haben. Aber vielleicht habe ich Sie auch falsch verstanden?
Ich denke, die Pharmaindustrie ist sehr wichtig, trotzdem gibt es Pharmafirmen, die lügen und betrügen. Deshalb sollte man auf der Hut sein. Und: Ich halte die Studien, die in Fachzeitschriften veröffentlicht werden, für irreführende Informationen, in denen die positiven Wirkungen übertrieben und die Nebenwirkungen untertrieben werden.
Sie sind also geschönt. Nun kann man das für selbstverständlich halten, denn jeder preist das an, was er verkaufen will, aber ich meine, es sollte objektive Prüfungsinstanzen geben (MEZIS, Arznei-Telegramm, Cochrane, Iqwig, UKE-Broschüre...) auf die man sich verlassen kann, wie früher auf Stiftung Warentest.
Und ich glaube auch, dass ich Forum wie dieses dazu beiträgt, Medikamente besser beurteilen zu können. Die DMSG-Informationen zu MS-Medikamenten halte ich für fragwürdig. Aber ich bin gern bereit, Ihre Einwände zu diskutieren.
Wenn ich Sie recht verstehe, sind auch Sie der Ansicht, dass die Tätigkeit der Pharmaindustrie wichtig ist. Ja, das bin ich auch. Darauf können wir uns schnell einigen. Aber vielleicht geht der Verdacht, sie könnte uns betrügen wollen, etwas zu weit? Allerdings hat es Hinweise darauf gegeben, dass uns möglicherweise auch die Deutsche Bank, der ADAC oder VW betrogen hat. Von der FIFA ganz zu schweigen!
Ich will mich da juristisch nicht festlegen und sage mit Bedacht 'möglicherweise'.