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hochaktive MS (Therapien)

naseweis ⌂, in meinem Paradies, (vor 3281 Tagen)

Aus dem verlinkten Artikel von TAG-Trier zu pädiatrischer MS hat sich für mich eine Frage ergeben:

Christiane Jung zitiert aus den Leitlinien:

"Was sind hochaktive Verläufe?
Die Leitlinie defniert einen Verlauf als „hochaktiv“, wenn trotz eines Medikamentes im letzten Jahr ein Schub aufgetreten ist und mindestens 9 Läsionen im MRT nachgewiesen wurden, oder es eine Läsion gibt, die Kontrastmittel aufgenommen hat. Und sie geht noch einen Schritt weiter: sollten zwei oder mehr Schübe mit Behinderungsprogression im letzten Jahr aufgetreten sein und gibt es Veränderungen in der MRT, mindestens eine Kontrastmittel anreichernde Läsion bzw. es wurden mehr Läsionen gefunden, sei der Einsatz von Eskalationstherapien gerechtfertigt"

Jetzt meine ich aber immer wieder mal gelesen zu haben, dass es Menschen gibt, die schon bei Erstdiagnose (noch ganz ohne Medikamente!) einen hochaktiven Verlauf bescheinigt bekommen und sofort zu Eskalationstherapien genötigt werden (sinngemäss).

Sollte man nicht, wenn man schon Leitlinien hat (auch wenn die sehr umstritten sind) sich daran halten und erst mal "in dubio pro reo" das Ganze in Ruhe angehen, "watchful waiting" gewissermassen?

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das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

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