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Das KISS-Prinzip ist genial! (Straßencafé)

agno @, Donnerstag, 10.11.2022, 15:52 (vor 18 Tagen) @ W.W.

Für mich ist das Einfache des Prinzips vorbildhaft, nur ich merke, dass die Einfachheit oft das Problem nicht trifft. Im Gegensatz zu vielen anderen hier halte ich die Wirklichkeit für kompliziert, für wahnsinnig kontrolliert.

Wenn ich bei Markus Lanz wäre, würde ich untergehen! Er ist sympathisch, er ist klug, er ist redegewandt, er würde es schaffen, mich fix und fertig zu machen. Ich wäre ihm nicht gewachsen!:-(

Auch die einfache Entscheidung, ob ich für oder gegen den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken bin, kann ich nicht einfach treffen. Ich müsste mich lange und umständlich erklären, obwohl die Entscheidung so einfach erscheint.

Das meinte ich damit, dass einfache Erklärungen oft falsch sind - nicht, weil ich Kant oder Wittgenstein gelesen habe. Ich liebe es nicht, abgeklapperte Zitate zu benutzen, aber ich bin mit Einstein einer Meinung, dass einfache Erklärungen oft falsch sind, wenn sie zu einfach sind.

Wolfgang

Genau da würde Dir KISS helfen!

Atomkraftwerk:
a. Sicherheit
b. Kosten insgesammt (die Gesellschaft)
c. wer trägt die Kosten (Was kostet es mich)

Standpunkt:
1. Wie weit oben ist der fiktive Gegenüber auf der Bedürfnispyramide? Bei unten bleibt nur wenig Argumentationsspielraum.
2. Glaubt der fiktive Gegenüber an die selbe Bewertung, wie ich? Bei nein ist alle Argumentation tot.
3. Haben soziale Aspekte für meinen Gegenüber irgendeine Relevanz? Bei nein ist alle Argumentation tot.

Wenn ich meinen fiktiven Diskussionspartner durch diese sechs Fragen schicke, dann wird mir klar dass das Ergebnis zu mindestens 50% nicht diskutierbar ist.

agno

--
Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...


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