Erkannt, erwischt, noch nicht erledigt [EBV] (Allgemeines)
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Highlights
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Anoctamin-2 (ANO2) wird von T-Zellen bei etwa 57% der Personen mit MS angegriffen
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EBNA1 und ANO2 T-Zell-Antworten sind bei Menschen und Mäusen kreuzreaktiv
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ANO2- und EBNA1-T-Zellen haben überlappende TCR-Repertoires und pathogene Phänotypen
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ANO2-Immunisierung oder ANO2-spezifische T-Zell-Transfer bei Mäusen führt zu einer verschlechterten MS-ähnlichen Erkrankung
Zusammenfassung
Die Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) stellt eine Voraussetzung für die Entwicklung von Multipler Sklerose (MS) dar, und die Kreuzreaktivität zwischen EBV-Kernantigen 1 (EBNA1) und Anoctamin-2 (ANO2)-Antikörpern wurde zuvor bei Personen mit MS (pwMS) nachgewiesen. Hier zeigen wir, dass ANO2-spezifische CD4 + T-Zellen in pwMS häufiger vorkommen. Die Immunisierung von SJL/J-Mäusen mit ANO2 oder EBNA1 führte zu kreuzreaktiven CD4 + T-Zell- und Antikörperantworten. Die ANO2-Vorimmunisierung führte zu einer verschlimmerten experimentellen automatischen Enzephalomyelitis (EAE), einer Wirkung, die durch CD4 + T-Zellen vermittelt wurde, wie durch adoptive Transferexperimente bestätigt. T-Zell-Klone mit Kreuzreaktivität zu EBNA1 und ANO2 konnten aus mit Natalizumab behandelten pwMS isoliert werden, und die Sequenzierung von EBNA1- und ANO2-spezifischen T-Zellrezeptoren (TCRs) ergab eine signifikante Überschneidung des Repertoires. Wir berichten daher über die ersten mechanistischen Beweise, dass EBNA1 CD4 + T-Zellen auf die MS autoantigen ANO2 abzielen können, wodurch ein Zusammenhang zwischen EBV-Infektion und Neuroinflammation hergestellt wird.
https://www.cell.com/cell/fulltext/S0092-8674(25)01481-3?
https://www.cell.com/action/showPdf?pii=S0092-8674%2825%2901481-3
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das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)
Sisyphos hatte es auch nicht leicht