vermutete Historie einer Gewohnheitstheorie? (Therapien)

Marc, (vor 3258 Tagen) @ agno

P.S.: Zitat aus der Wikipedia, die unspektakuläre Hirnathrophie:
"...Auch bei Multipler Sklerose kann manchmal eine über das Altersmaß hinausgehende Hirnatrophie beobachtet..."

Hmm, Ich bin etwas verwirrt: zunächst schreibst du von Laternen und Schlüsseln, dann dass ein Fränkischer Neurologe umbedingt NEDA erfunden haben soll..

Ich glaube, du vergisst dabei dass der internationale Kreis der Neuroimmunulogen recht überschaubar ist und Kongresse alle paar Monate stattfinden. Diese Verbindung von NEDA mit Pharmamarketing ist vermutlich auch schon älter als 2012. In 2009 gab's eine Phase 3 Nachanalyse zu Tysabri (AFFFIRM) und in 2011 zu Cladribin (CLARITY) in welchen von "Disease Activity free" als Studienendpunkt die Rede war. Da beide Studien Pharmafinanziert waren könnte man also auch hier eine Urheberschaft nahelegen.

Wenn du es schaffst, für einen Augenblick Pharma hier auszuklammern, wäre die eigentliche Frage, weshalb für Diagnosen wie Krebs oder Rheuma so ein Behandlungsansatz akzeptiert wird, bei der MS hingegen eine gewissenlose Geschäftssüchtigkeit die Basis sein soll? Gibt es in der Psychiatrie sowas wie "minimale" Depressionen oder Psychosen die nicht behandlungswürdig sind? Soll also eine ungewöhnlich hohe Hirnatrophie bei MSlern einfach hingenommen werden weil es sonst ein Eingeständnis an das NEDA Konzept wäre.

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