"Wir alle sind potenzielle Verschwörungstheoretiker" (Straßencafé)

W.W., (vor 3037 Tagen) @ agno

Vermutlich habe ich mich (wieder einmal:-( ) unklar ausgedrückt, darum konnte mir Boggy so leicht widersprechen. Er sagt: Dass Trump Präsident der USA ist, ist eine Tatsache und keine Verschwörungstheorie.

Was soll ich dazu sagen? Wo Boggy Recht hat, hat er Recht. Und wenn man sagt, Faust war ein deutscher Wissenschaftler? Dann stimmt das vielleicht weniger. Es gibt also Tatsachen und Behauptungen, die sich irgendwie im Unklaren verlaufen. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob Shakespeare verheiratet war.

Aber dient das alles Boggys Behauptung, dass man in aller Regel sehr wohl unterscheiden kann, ob etwas eine Tatsache oder eine Verschwörungstheorie ist? Ich bin durchaus nicht sicher, warum die Amerikaner das Staatsoberhaupt des Iran gestürzt und den Schah an seine Stelle gesetzt haben? Aus einer tief empfundenen demokratischen Gesinnung heraus? Oder aus monitären Gründen? Ging es um Prinzipien oder um Öl?

Ich weiß es nicht. In vielen Fällen bleiben mir Geschehnisse der Weltpolitik wie ein verschlossenes Buch. Ich kann nicht einschätzen, was die Handelnden bewegt, obwohl ich so gut in den Medien und in Zeitungen informiert wäre. Es scheint etwas abzulaufen, was mir verborgen bleibt. Das macht mich nervös, und ich kann nicht so leicht zwischen Tatsachen und fake News unterscheiden.:-(

Ich schwimme in der Informationsflut, der ich ausgesetzt bin. Im Wesentlichen laufen die Dinge unbemerkt hinter meinem Rücken ab, obwohl ich mir durchaus sicher bin, dass Trump amerikanischer Präsident und Merkel deutsche Kanzlerin ist. Ich scheine eher etwas Oberflächliches zu wissen, so wie ich weiß, dass Omar Sharif Dr. Schiwago gespielt hat. Trotzdem weiß ich nicht, was damals im zaristischen Russland abgelaufen ist.

Es kann also unbestreitbare Fakten geben - und dennoch werde ich hinters Licht geführt. Ein merkwürdiges Detail aus unserem Forum. Jemand stellt eine Frage, die nicht einfacher sein könnte, in einem Forum, wo sie zweifellos am besten hinpasst, weil alle MS haben und einige genau so behandelt worden sind: "Wenn ich mir alle 3 Monate einen Cortisonstoß geben lasse, hilft mir das, wenn ich eine SPMS habe?"

Die Frage ist einfach und klar, und sie wird auch genau an der richtigen Stelle gestellt, und dennoch gibt es trotz vieler Zuschriften keine klare Antwort!!! Warum nicht? Handelt es sich bei diesem Therapieansatz um eine Tatsache, die von Menschen, die sich ihm unterzogen haben, beurteilt werden kann, oder ist es eine Verschwörungstherapie?

Warum ist es so schwer, etwas Greifbares über die MS herauszubekommen, wo es doch von Tatsachen nur so wimmelt?

Haben wir Schwierigkeiten mit Tatsachen, oder gibt es einen bösartigen Dämon, der dafür sorgt, dass alles durcheinandergewirbelt wird und wir den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen?

W.W.

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