TIMS: Neue Therapieansätze bei MS – Stand Februar 2017 (Therapien)

W.W., (vor 3305 Tagen) @ Philipp

Mein Weg hat auch Nebenwirkungen, Unverständnis, Neid, Missgunst, das ist im Leben aber üblich bei Erfolg, Jeder der irgend wo im Leben einmal Erfolg hatte kennt das.
Es ist so wie die Hintergrundmusik im Kaufhaus, eine Art Grundbeschallung, ein Rauschen.

Mein Rollstuhlfreund in der Physiotherapie erklärte es mir, für ihn ist besonders hart, dass bei ihm mit dem Gehen nichts mehr geht und nicht nur mit dem Gehen. Wenn dann Leute Fortschritte machen, wird ihm die eigene Hoffnungslosigkeit des Ist-Zustandes besonders bewusst und ja, er ist dann neidisch, missgünstig und kann nicht verstehen, wieso ausgerechnet er nicht mit Training etwas erreichen darf.

Das ist eine bittere Botschaft!:-( Aber es könnte etwas dran sein. Wir (ogottogott!) neigen dazu, etwas missgünstig auf die anderen zu schauen. 'Machen die es richtig? Was haben sie mir voraus?'

Wenn sie scheitern, dann sagt man: 'Das habe ich ja gleich gewusst!' Und wenn sie Erfolg haben, dann braucht man einige Zeit, um sich zurechtzulegen, warum sie es in aller Welt geschafft haben.

Sollte es wirklich stimmen, dass MS-Kranke bösartig sind? Ich weiß, dass es Ärzte gibt, die so etwas behaupten, und es für nicht gut halten, wenn sie sich in MS-Foren oder Selbsthilfegruppen herumtreiben - wie sie sagen.

Ich glaube das übrigens nicht. Ich glaube eher, dass MS-Betroffene so sind wie andere Menschen auch. Vielleicht etwas empfindsamer, und vielleicht auch etwas tiefsinniger. Und was Ärzte vermutlich am meisten stört: Sie sind oft besser informiert!

W.W.

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