Selbstmord Karen Friesecke (Therapien)
- ich finde einfach, daß Antidepressivas unter Aufsicht von Profis verschrieben werden sollten. Ok da kommt es natürlich auf den Profigrad der Profis an, da gibt es auch himmelschreiende Unterschiede.
Ich glaube, dass die Depressionen noch ungeklärter sind als die MS. Ich wüsste nicht zwischen burn out, Fatigue, Sissi-Syndrom, Liebeskummer, Heimweh, das Verlorenheitsgefühl, wenn man gerade die Diagnose MS bekommen hat, Betaferon-Depressionen und Trauer zu unterscheiden.
Jedenfalls nicht so richtig und nur so über den Daumen gepeilt! Aber welcher Arzt kann das schon? Und helfen Fragebögen weiter?
Wenn man bei Depressionen im MRT nichts sieht, könnte es sich dann um etwas anderes handeln als bei körperlich bedingten Krankheiten? Also eine 'wirkliche' seelische Störung? Aber was ist schon 'wirklich'? Ist ein Beinbruch wirklicher als ein Krebs? Ein Krebs wirklicher als MS? Eine MS wirklicher als Migräne? Und Migräne wirklicher als eine Depression?
Wird eine arge Belastung dadurch unwirklich, wenn sie 'nur' Neurotransmitter in Unordnung bringt? Und sind Depressionen nicht vielleicht oft Ausdruck eines tiefen Kummers? Und ist ein Mensch, der keine Depressionen hat, nicht ein trauriger Mensch?
W.W.