Selbstmord Karen Friesecke (Therapien)
Danke
Ich habe in am Ende meines ersten Nervenzusammenbruches kennengelernt. Er war der Stationsarzt der Nachbarstation und die Cemie hat auch gleich gepasst. Wenn ich mal wieder abfliegen wollte hat er mich auf den Boden zurückgeholt und wenn ich den Wald vor lauter Bäumen nicht sah veranlasste er mich zu einem Perspektivwechsel. Von ihm habe ich auch das Stoppschild, wenn die Emotionen mal wieder die Oberhand gewinnen wollen. Ich schaffe es auch heute noch je nach Tagesform mich in Dinge reinzusteigern. Irgend wann meldet sich der Verstand und fragt einfach "Spinnst Du." Dann hol ich ganz bildhaft mein Stopschildraus und bremse meine Hamsterräder ab. Wenn man einen Perspektivweechsel durchführt sieht vieles anders aus, Heisenbergsche Unschärferelation in Anwendung
.
Sich und seine Empfindungen auch mal einfach mit Humor sehen. Ich hatte schon früher einen schwarzen Humor nach der Chemo war er rabenschwarz.
Für mich war die Psychotherapie die Möglichkeit mich zu überarbeiten
Perfektionieren?!? Mir war klar, daß durch meine Erkrankungen, mein Leben sich massiv verändern würde (natürlich wollte ich es nicht von Anfang an wahr haben) aber ich wollte leben und das so gut wie möglich.
Ich bin zu nüchtern um mich von großen Heilsversprechen beeindrucken zu lassen, trotzdem denke ich daß man einen gangbaren Weg mit der MS finden kann.
Schönen Abend
Idefix
